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Ingo Schultz im Interview: „Ich will es den Kritikern zeigen“
 
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13.05.2006 

 

400-Meter-Eurpameister Ingo Schultz will in der Saison 2006 allen Kritikern beweisen, dass seine Erfolge bei der WM 2001 (Silbermedaille) und ein Jahr später bei den kontinentalen Titelkämpfen in München keine Eintagsfliegen waren: „Ich will diesen Leuten zeigen, was in mir steckt und mir beweisen, dass ich es kann“, sagte der 30-Jährige im Interview mit der Berliner „BZ“.
 
„Ich habe erst sechs Jahre Leistungssport auf dem Buckel. So gesehen bin ich ein junger Hüpfer. Ich habe mit vielen Athleten und Trainern gesprochen, die sich damit auskennen. Alle haben gesagt, ich habe meinen Zenit noch nicht überschritten“, erzählt Schultz, der seit 3. September 2004 wegen einer langwierigen Verletzung am linken Fuß keine Rennen bestreiten konnte und am 17. Mai in Hilden bei den Bergischen Staffelmeisterschaften sein Debüt im Trikot des TSV Bayer 04 geben wird.
 
Er habe noch im September 2005 gerade 80 Meter laufen können: „Im Oktober waren es dann schon vier mal vier Minuten am Stück – das war ein Highlight. Im Januar 2006 hatte ich zum ersten Mal wieder Spikes an.“ Das Training zeige, das er sprintschneller geworden sei, berichtet Schultz, der von Bundestrainer Thomas Kremer betreut wird: „Natürlich fehlt mir die Wettkampfhärte. Ich will sehen, wie es 2006 läuft, wenn ich nur hinterher trabe, höre ich endgültig auf.“ Sein Ziel sei jedoch ein Start bei der EM in Göteborg (7. bis 13. August). Das erste Einzelrennen ist für den 28. Mai anvisiert. „Da sollte schon eine 46 vor dem Komma stehen.“
 





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Autor und Copyright: Christian Klaue