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Anne-Kathrin Elbe erhielt in Berlin Heidi-Krieger-Medaille
 
 
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23.09.2007  

 
 

Hürdensprinterin Anne-Kathrin Elbe ist am Freitag in Berlin für ihren Einsatz gegen Doping im Sport mit der Heidi-Krieger-Medaille des Vereins Dopingopferhilfe geehrt worden. Es ist die einzige Auszeichnung dieser Art in ganz Europa. Elbe wurde „für die bewiesene Charakterstärke und ihren Mut“ geehrt, hieß es in der Begründung. Die 20-Jährige habe als „mündige Athletin ein Zeichen gesetzt – und das zu einer Zeit, als Aufklärung noch nicht medial vermarktet wurde und Nestbeschmutzer erheblichen Anfeindungen ausgesetzt waren.“
 
„Der Preis bedeutet mir sehr viel. Denn er ist die Resonanz dafür, dass ich das Richtige getan habe. Für mich war dies eine Selbstverständlichkeit“, sagte Elbe, die sich keineswegs als Einzelkämpferin sieht: „Noch gelte ich als Einzelfall, doch es gibt bestimmt noch ähnliche Fälle, die nicht an die Öffentlichkeit dringen, weil sich die Vereine meistens hinter ihre Trainer stellen.“
 
Um den Kampf gegen Doping erfolgreich fortzusetzen, appellierte Elbe an andere Athleten: „Ich kann nur jedem jungen Sportler raten, sich bei Verdacht von Doping-Gebrauch sofort an eine Person seines Vertrauens oder an den Bundestrainer zu wenden.“
 
Elbes Aussagen führten im Frühjahr 2006 zur Verurteilung des Magdeburger Trainers Thomas Springstein wegen Minderjährigendopings. Elbe hatte von ihm Dopingmittel erhalten, diese aber nicht eingenommen, sondern den Bundestrainer davon informiert. Der Deutsche Leichtathletik-Verband erstattete im Sommer 2004 Anzeige gegen Springstein, Elbe wechselte daraufhin zum TSV Bayer 04 nach Leverkusen, wo sie erst bei Manfred Fink und nun bei Karl-Heinz Düe trainiert. In diesem Jahr wurde die Sprinterin mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel im ungarischen Debrecen U23-EM-Zweite.
 
Vor Elbe erhielten der Hormonforscher Christian Straßburger, die Autorin und ehemalige Diskuswerferin Brigitte Berendonk, der Sporthistoriker Giselher Spitzer und die Biathlon-Olympiasiegerin Antje Misersky die Auszeichnung, die nach Heidi Krieger, der Kugel-Europameisterin von 1986 benannt ist. Krieger erhielt in der DDR in hohen Dosen männliche Hormone und unterzog sich später einer Geschlechtsumwandlung.





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Autor und Copyright: Christian Klaue

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