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Matcha fĂŒr LĂ€ufer - Was der grĂŒne Tee im Training wirklich bringt
 
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02.02.2026 

 

 
Matcha fĂŒr LĂ€ufer
Was der grĂŒne Tee im Training wirklich bringt

 
Ein frĂŒher Morgen, die Laufschuhe stehen bereit, draußen ist es noch ruhig. Viele LĂ€ufer greifen jetzt automatisch zum Kaffee. Matcha wirkt auf den ersten Blick wie eine modische Alternative aus dem CafĂ©, leuchtend grĂŒn und ein wenig exotisch. Die entscheidende Frage lautet jedoch: Hat Matcha im LĂ€uferalltag einen echten Nutzen oder bleibt er ein Lifestyle-GetrĂ€nk?
 
Die Antwort fĂ€llt differenziert aus. Matcha kann fĂŒr LĂ€ufer interessant sein, wenn er bewusst eingesetzt wird. Nicht als Wundermittel, sondern als funktionale ErgĂ€nzung im Trainingsalltag.
 
Koffein, aber anders
 
Matcha enthĂ€lt Koffein, allerdings in einer Form, die viele als gleichmĂ€ĂŸiger empfinden als bei Kaffee. Je nach QualitĂ€t und Dosierung liefert Matcha etwa 19 bis 44 Milligramm Koffein pro Gramm. Eine typische Portion von ein bis zwei Gramm liegt damit deutlich unter klassischen Wettkampfdosen, reicht jedoch aus, um Wachheit und Konzentration zu fördern.
 
Koffein zĂ€hlt zu den am besten untersuchten leistungsunterstĂŒtzenden Substanzen im Ausdauersport. Studien zeigen, dass es die Ausdauerleistung und die wahrgenommene Anstrengung positiv beeinflussen kann. FĂŒr viele LĂ€ufer ist Matcha deshalb vor allem fĂŒr Trainingseinheiten interessant, bei denen Fokus und ein stabiler Rhythmus wichtiger sind als maximale Stimulation.
 
L-Theanin sorgt fĂŒr Ruhe im Kopf
 
Ein entscheidender Unterschied zu Kaffee ist der hohe Gehalt an L-Theanin. Diese AminosĂ€ure kommt natĂŒrlicherweise im GrĂŒntee vor und wird mit einer verbesserten Aufmerksamkeit bei gleichzeitiger mentaler Ruhe in Verbindung gebracht. In Kombination mit Koffein kann das subjektive GefĂŒhl von NervositĂ€t reduziert werden.
 
Gerade vor TempodauerlÀufen, Intervallen oder WettkÀmpfen profitieren LÀufer, die empfindlich auf Koffein reagieren, von dieser Eigenschaft. Matcha aktiviert, ohne stark aufzudrehen. Das kann helfen, den eigenen Laufrhythmus sauber umzusetzen.
 
Antioxidantien als langfristiger Bonus
 
Da Matcha als feines Pulver aus dem ganzen Teeblatt besteht, werden deutlich mehr sekundĂ€re Pflanzenstoffe aufgenommen als bei klassischem GrĂŒntee. Besonders bekannt sind Catechine wie EGCG, die antioxidativ wirken.
 
FĂŒr LĂ€ufer bedeutet das keinen kurzfristigen Leistungsschub. Vielmehr kann Matcha langfristig Teil einer ausgewogenen ErnĂ€hrung sein, die trainingsbedingte Belastungen begleitet. Entscheidend bleibt weiterhin eine ausreichende Energiezufuhr und eine gute Regeneration.
 
Wann Matcha fĂŒr LĂ€ufer sinnvoll ist
 
Matcha eignet sich besonders fĂŒr Situationen, in denen eine moderate Aktivierung gefragt ist:
 
- vor lockeren DauerlÀufen am Morgen
- vor intensiven Einheiten mit Fokus auf Technik und Tempo
- vor WettkĂ€mpfen, wenn Kaffee zu Magenproblemen fĂŒhrt
 
Viele kommen gut damit zurecht, Matcha etwa 45 bis 60 Minuten vor dem Lauf zu trinken. FĂŒr den Einstieg genĂŒgt eine kleine Menge von etwa einem Gramm.
 
 
 
Matcha-Bananen-Hafer-Drink als Pre-Run-Snack
 
Dieses Rezept kombiniert Matcha mit leicht verfĂŒgbaren Kohlenhydraten. Das macht es besonders alltagstauglich fĂŒr Trainingseinheiten am Morgen oder am frĂŒhen Nachmittag.

Zutaten fĂŒr eine Portion
 
- 200 bis 250 Milliliter Milch oder Pflanzendrink
- eine reife Banane
- 30 Gramm zarte Haferflocken
- ein bis zwei Gramm Matcha-Pulver
- ein Teelöffel Honig oder Ahornsirup nach Geschmack
- eine kleine Prise Salz

Zubereitung
 
ZunĂ€chst das Matcha-Pulver mit zwei bis drei Esslöffeln warmem, nicht kochendem Wasser klĂŒmpchenfrei verrĂŒhren. Die Banane schĂ€len und grob zerkleinern. Anschließend Banane, Haferflocken, Milch oder Pflanzendrink, Honig sowie die Prise Salz zusammen mit dem angerĂŒhrten Matcha in einen Mixer geben und 20 bis 30 Sekunden cremig mixen. Je nach individueller VertrĂ€glichkeit empfiehlt sich ein Abstand von 30 bis 60 Minuten bis zum Lauf.
 
FĂŒr lockere Einheiten reicht meist eine geringe Matcha-Menge. Wer Koffein gut vertrĂ€gt, kann die Dosis vor intensiven Trainings leicht erhöhen.
 
 
    Matcha ist fĂŒr LĂ€ufer kein kurzfristiger Leistungsmacher, aber eine sinnvolle Alternative zu Kaffee. Die Kombination aus moderatem Koffeingehalt und L-Theanin kann helfen, wach und fokussiert ins Training zu starten. Entscheidend ist wie so oft die richtige Dosierung und der passende Zeitpunkt. Wer Matcha bewusst einsetzt, gewinnt ein weiteres Werkzeug fĂŒr den eigenen Trainingsalltag.


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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln