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Innsbruck-Alpine Trailrun Festival 2026 - Innsbruck will mehr als groß sein
 
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14.04.2026 

 

Johannes Anzengruber (Bürgermeister der Stadt Innsbruck), Philip Wohlgemuth (1. Landeshauptmann-Stellvertreter und Sportlandesrat Tirols), Barbara Plattner (Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus), Johanna Hiemer (österr. Skibergsteigerin und Volkswagen Nutzfahrzeuge Athletin) und Alexander Pittl (Geschäftsführer der Laufwerkstatt und IATF-Organisator) schauen gespannt auf das IATF 2026
 
Innsbruck-Alpine Trailrun Festival 2026 - Innsbruck will mehr als groß sein
 

8.500 Läufer aus 82 Nationen, 60.000 erwartete Besucher und ein neues Eliterennen mit 30.000 Euro Preisgeld: Das adidas Innsbruck Alpine Trailrun Festival 2026 wächst weiter und schickt sich an, den Trailfrühling in Europa einmal mehr zu dominieren. Doch die eigentliche Geschichte beginnt nicht bei Rekordzahlen. Sie beginnt dort, wo Stadt, Berge und Szene für vier Tage zu einer einzigen Laufbühne verschmelzen
 
Wenn ein Event größer wird als sein Startfeld
 
Es gibt Laufveranstaltungen, die füllen Startfelder. Und es gibt Laufveranstaltungen, die erzeugen einen Sog. Das adidas Innsbruck Alpine Trailrun Festival gehört längst zur zweiten Kategorie. Vom 29. April bis 2. Mai 2026 wird Innsbruck erneut zum Treffpunkt einer internationalen Trailrunning-Szene, die inzwischen weit über den deutschsprachigen Raum hinausstrahlt. 8.500 Teilnehmer aus 82 Nationen sind gemeldet. Damit knackt das Festival den nächsten Rekord. Nach Angaben des Veranstalters zählt es inzwischen zu den drei größten Trailrunning-Festivals Europas. Schon 50 Tage vor dem Start waren die Hauptbewerbe ausverkauft.
 
Das klingt zunächst nach einer Erfolgsmeldung. Interessant wird es aber erst, wenn man versteht, warum dieses Event eine so starke Anziehungskraft entwickelt hat. Innsbruck bietet nicht nur Berge. Innsbruck bietet Kontrast. Unten die urbane Kulisse, kurze Wege, Expo, Publikum und Festivalatmosphäre. Oben technisch fordernde Trails, Höhenmeter, Grate und Panorama. Genau diese alpin urbane Mischung beschreibt auch der Veranstalter als Markenkern des Events. Neben den Rennen gehören Expo, Sideevents und sogar ein Cheering Bus zum Konzept, damit auch Begleiter und Zuschauer nah dran sind. Das Festival will nicht nur Wettkampf sein. Es will Erlebnis sein.
  
Das größte Trailrunning-Event Österreichs findet vom 29. April bis zum 2. Mai in Innsbruck statt und bricht erneut Rekorde
 
Vom Business Trail bis zum Ultrabrett

 
Sportlich ist die Spannweite bemerkenswert. Das Programm 2026 reicht vom 7,3 Kilometer langen Business Trail und Nighttrail bis zum K110 "Masters of Innsbruck" über 112,6 Kilometer und 5.500 Höhenmeter. Dazwischen liegen Formate für nahezu jedes Leistungsniveau, vom Rookie Trailrun über 17,5 Kilometer bis zum Trail Marathon über 43,4 Kilometer. Mit 12 Bewerben richtet sich das Festival an Einsteiger, ambitionierte Bergläufer und Ultraläufer. Gerade diese Bandbreite macht verständlich, warum das Festival nicht nur Elite anzieht, sondern eine komplette Szene.
 
Das neue Rennen für die Spitze
 
Der vielleicht spannendste neue Baustein für 2026 heißt "Trail Hunt". Dahinter steckt kein weiteres klassisches Rennen, sondern ein Eliterennen im Verfolgungsformat über zwei Etappen entlang der legendären Nordkette. Mit seiner Dynamik knüpft das Format an die erfolgreichen World Mountain and Trail Running Championships 2023 Innsbruck Stubai an und bringt zusätzliche sportliche Schärfe in das Festival. Am 30. April steht zunächst ein Vertical über 7,4 Kilometer und 1.330 Höhenmeter an. Tags darauf folgt das Verfolgungsrennen über 24,9 Kilometer. Das Gesamtpreisgeld beträgt 30.000 Euro. Für das Festival ist das mehr als ein sportlicher Nebenschauplatz. Es ist ein Signal an die Weltelite des Trailrunnings und ein Hinweis darauf, dass Innsbruck nicht nur Masse will, sondern auch sportliches Profil.
 
Ein Highlight im Saisonkalender
 
Wie weit die Strahlkraft inzwischen reicht, zeigen auch die Stimmen aus Politik, Tourismus und Szene. Philip Wohlgemuth, 1. Landeshauptmann Stellvertreter und Sportlandesrat von Tirol, bezeichnet das IATF mit 8.500 Teilnehmern aus 82 Nationen als internationales Aushängeschild für das Sportland Tirol. Die Verbindung aus sportlicher Höchstleistung, Naturerlebnis und Gastfreundschaft sei beispielhaft und zeige, wie ein hochwertiges Sportevent mit Strahlkraft funktioniere.
 
Auch Innsbrucks Bürgermeister Johannes Anzengruber unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung für die Stadt. Vier Tage lang werde Innsbruck zur internationalen Trailrunning-Metropole für 60.000 Besucher. Zugleich sei das Event eine ideale Gelegenheit, das alpin-urbane Lebensgefühl der Stadt nach außen zu tragen und der sportbegeisterten Bevölkerung ein hochklassiges Sportereignis zu bieten.
 

Mit 8.500 Teilnehmenden aus 82 Nationen bricht das IATF erneut Rekorde

 
Wachstum mit Wirkung

 
Dass diese Entwicklung kein Zufall ist, zeigt der Blick zurück. 2025 meldete das Festival 7.200 Läufer aus 73 Nationen und 50.000 Besucher. In der Jubiläumsausgabe sprach der Veranstalter sogar davon, sich direkt hinter dem UTMB als zweitgrößtes Trail Event Europas etabliert zu haben. Ob man solche Ranglisten in jedem Detail mitgehen möchte oder nicht, eines ist unstrittig: Die Wachstumskurve ist steil. Von 7.200 auf 8.500 Teilnehmer in nur einem Jahr ist im Laufsport keine Randnotiz. Es ist ein Statement.
 
Und dieses Statement endet nicht im Zielkanal. Das IATF ist längst Wirtschaftsfaktor und Gemeinschaftsleistung zugleich. Rund 500 Mitarbeiter, mehr als 1.000 Schichten und über 20 Vereine sorgen dafür, dass das Großevent reibungslos und nachhaltig über die Bühne geht. Veranstalter Alexander Pittl spricht davon, dass hinter den beeindruckenden Zahlen Menschen stehen, die mit Leidenschaft und Präzision arbeiten. Ziel sei es, Athleten und Besuchern ein unvergessliches Erlebnis zu bieten, sportlich, logistisch und emotional auf höchstem Niveau. Mit dem neuen Elite-Rennformat erreiche das Festival zudem weitere Topathleten der Szene.
 
Neben der sportlichen Faszination überzeugt das Event auch wirtschaftlich. Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, bezeichnet das IATF als wichtigstes Trailrunning Event im deutschsprachigen Raum und als starken internationalen Botschafter für die Region Innsbruck. Fast drei Viertel der Teilnehmer reisen von außerhalb Tirols an. Bereits im vergangenen Jahr wurden 30.000 Nächtigungen und eine Wertschöpfung von 3,6 Millionen Euro verzeichnet. Damit ist das Festival auch ein Lehrbeispiel dafür, wie stark Laufveranstaltungen heute Destinationen prägen können, wenn Sport, Tourismus und Inszenierung sauber zusammenspielen.
 
Der Rhythmus dieser vier Tage
 
Der Startschuss fällt am Mittwoch, 29. April, um 18:00 Uhr am Vorplatz des Tiroler Landestheaters mit dem K7 Business Trail und dem K7 Night Trail. Am Donnerstagvormittag treffen internationale Elite und Vertikal Spezialisten beim Trail Hunt Vertikal sowie beim Vertical aufeinander, wenn es hinauf zur Seegrube geht. Am Nachmittag gehört die Bühne beim Young Talents Race den jungen Läufern.
 
Der Freitag steht ganz im Zeichen des Trail Hunt. Die Damen starten um 9:30 Uhr, die Herren um 10:00 Uhr, gefolgt vom Mixed Massenstart um 10:30 Uhr. Am Nachmittag rückt beim Kids Trail der Nachwuchs in den Mittelpunkt. Am Samstag folgen schließlich die Mittel und Langdistanzen. Bereits um Mitternacht beginnen mit dem K110 Master of Innsbruck und dem K85 Heart of the Alps Ultra die beiden Königsdistanzen. In den Morgenstunden gehen danach der K65 Panorama Ultra Trail, der K42 Trailmarathon, das K35 Discovery Race, der K25 Trailhalbmarathon und der K15 Rookie Trailrun auf die Strecke.
 
Warum Innsbruck die Szene fesselt
 
Für die Läufer selbst ist ohnehin etwas anderes entscheidend. Nicht die Millionen. Nicht die Rekorde. Sondern das Gefühl, Teil von etwas zu sein, das größer ist als der eigene Lauf. Genau darin liegt die eigentliche Stärke des Innsbruck Alpine Trailrun Festivals. Wer hier startet, bekommt nicht nur eine Startnummer, sondern eine Bühne. Wer zuschaut, erlebt nicht nur Sport, sondern eine Veranstaltung, die den Trailrunning-Lebensstil sichtbar macht. Expo, Sideevents und das kulinarische Angebot verstärken diesen Eindruck.
 
Auch aus Sicht der Athleten hat das Event einen besonderen Klang. Die professionelle Skibergsteigerin und Athletin von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Johanna Hiemer, beschreibt die Trails rund um Innsbruck als einzigartig, technisch anspruchsvoll und landschaftlich spektakulär. Das IATF sei Herausforderung und Fest zugleich, ein Ereignis, das Menschen aus aller Welt zusammenbringe und genau jene Energie erzeuge, die viele im Trailrunning suchen.
 
Und wer von außen auf dieses Event blickt, versteht schnell, warum Innsbruck für ein verlängertes Wochenende zum Epizentrum des europäischen Trailrunnings werden kann.
 
 
    adidas Innsbruck Alpine Trailrun Festival 2026
 
- Termin: 29. April bis 2. Mai 2026
- Ort: Innsbruck, Tirol
- Teilnehmer: 8.500
- Nationen: 82
- Erwartete Besucher: 60.000
- Touristische Wertschöpfung: rund 3,6 Millionen Euro
- Besonderheit 2026: neues Elite Rennformat "Trail Hunt" mit 30.000 Euro Preisgeld
- Bewerbe: 12
- Streckenangebot: von rund 7 bis rund 110 Kilometer
- Höhenmeter: von rund 250 bis 5.500


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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Fotos Laufwerkstatt / Oss, Matthias Wendling / the.adventure.bakery