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Rhein-Ruhr-Marathon 2026: Duisburg läuft zum Teilnehmerrekord
 
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11.05.2026 

 

Trotz 25 Minuten Verspätung ... gute Stimmung am Start
 
Rhein-Ruhr-Marathon 2026: Duisburg läuft zum Teilnehmerrekord

 
Der 43. Rhein-Ruhr-Marathon führte am Sonntag wieder tausende Sportler durch Duisburg. Mit Marathon, Halbmarathon, Staffeln, Handbike- und Inline-Wettbewerben sowie dem Schulmarathon erreichte die Veranstaltung eine neue Größenordnung. Mehr als 9.500 gemeldete Starter bedeuteten einen Teilnehmerrekord.
 
Duisburg stand am Sonntag wieder im Zeichen des Laufsports. Beim 43. Rhein-Ruhr-Marathon gingen die Teilnehmer auf die Strecke, mit Start im Sportpark Duisburg und dem Zieleinlauf in der schauinsland-reisen-Arena. Genau dieser Zieleinlauf bleibt eines der Markenzeichen der Veranstaltung. Wer in Duisburg ankommt, läuft nicht einfach über eine Ziellinie, sondern hinein in ein Stadion.
 
Die Veranstaltung war in diesem Jahr größer als zuletzt. Bereits vor dem Marathonwochenende hatte die offizielle Pressemappe 9.395 Teilnehmende als neuen Teilnehmerrekord genannt. Nach dem Lauf berichtete der Veranstalter sogar von mehr als 9.500 gemeldeten Startern. Damit rückte der Rhein-Ruhr-Marathon so nah wie selten zuvor an die Marke von 10.000 Teilnehmern heran.
 
Zum Programm gehörten auch 2026 mehrere Wettbewerbe: Marathon, Halbmarathon, Staffeln, Handbike- und Inline-Wettbewerbe. Bereits am Freitag hatte der AOK-Schulmarathon den Auftakt gemacht. Dort waren 3.233 Kinder und Jugendliche aus 46 Schulen in Duisburg und Umgebung gemeldet. Auch das zeigt, dass der Rhein-Ruhr-Marathon längst mehr ist als nur ein Rennen über 42,195 Kilometer.
 
Fast schon traditionell verlief der Start nicht ganz ohne Verzögerungen. Auch an diesem Sonntag konnten einzelne Wettbewerbe nicht pünktlich gestartet werden. Nach Beobachtungen vor Ort lag dies erneut an Autofahrern, die Absperrungen nicht akzeptieren wollten und sich stellenweise mit Ordnungskräften auseinandersetzten. Für die Organisation ist das ein bekanntes Problem bei innerstädtischen Laufveranstaltungen: Bevor tausende Sportler sicher auf die Strecke gehen können, muss die Strecke frei und abgesichert sein. 
 
Sieger Marathon: Elias Kroll und Katharina Wehr, sowie die des Halbmarathon: Mila Primke und Simon Bong
 
Sportlich setzte sich im Marathon der Männer Elias Kroll in 2:28:06 Stunden durch. Dahinter folgten Max Komes in 2:30:32 Stunden und Jan Neuens in 2:30:42 Stunden. Bei den Frauen gewann Katharina Wehr in 2:50:29 Stunden. Für die ASV-Läuferin war es bereits der vierte Erfolg in Duisburg.
 
Auch der Halbmarathon war stark besetzt. Die kürzere Distanz ist für viele Teilnehmer der passende Einstieg in den Lauftag, für andere ein ernsthaftes Rennen mit klarer Zeitvorgabe. Gerade diese Mischung macht Duisburg aus: ambitionierte Läufer, Vereinsathleten, Erststarter, Staffeln, Handbiker, Inliner und viele Breitensportler teilen sich ein gemeinsames Veranstaltungswochenende.
 
Der Rhein-Ruhr-Marathon lebt dabei weniger von internationalem Spitzensport als von seiner regionalen Verankerung. Duisburg bietet keinen Hochglanzmarathon, sondern einen ehrlichen Stadtlauf mit langer Tradition. Die Strecke führt durch eine Stadt, die sich an diesem Tag dem Sport öffnet. Laut Veranstalter säumten rund 50.000 Zuschauer die Strecke.
 
Zieleinlauf in der Schauinsland-Reisen-Arena

Besonders wichtig bleibt der Charakter als Veranstaltung für viele Zielgruppen. Der Schulmarathon bindet Kinder und Jugendliche ein. Der Halbmarathon spricht Läufer an, die nicht die volle Distanz laufen möchten. Staffeln machen den Marathon auch für Teams erlebbar. Handbike- und Inline-Wettbewerbe erweitern das sportliche Spektrum deutlich.
 
Am Ende bleibt der Eindruck einer Veranstaltung, die 2026 spürbar gewachsen ist. Der Teilnehmerrekord zeigt, dass der Rhein-Ruhr-Marathon weiter an Bedeutung gewinnt. Duisburg hat am Sonntag nicht nur einen Marathon ausgerichtet, sondern ein großes Sportereignis für die ganze Stadt.
 
Der 43. Rhein-Ruhr-Marathon war damit mehr als eine Ergebnisliste. Er war ein starkes Zeichen dafür, dass Traditionsläufe auch nach Jahrzehnten neue Energie entwickeln können. Duisburg hat gezeigt, dass der Lauf seinen festen Platz im deutschen Laufkalender nicht nur behauptet, sondern ausbaut.

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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Fotos: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln