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Oswald-Hirschfeld-Erinnerungslauf 2026 abgesagt  Der Oswald-Hirschfeld-Erinnerungslauf wird 2026 nicht stattfinden. Das teilte Jürgen Cremer in einer kurzen Mitteilung mit. Als Gründe werden organisatorische, rechtliche und finanzielle Hürden genannt. Zudem habe sich kurzfristig kein anderer Veranstalter gefunden, der nahtlos hätte einspringen können.  Der Lauf war über viele Jahre eng mit der Köln-SPD verbunden und wurde von ihr auch zur eigenen Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Nach außen trat die Veranstaltung als Volkslauf auf, hatte aber stets auch einen klar politischen Hintergrund. Früher lief die organisatorische Abwicklung über die TFG Nippes. Nachdem sich der Verein 2024 aus rechtlichen Gründen von der Veranstaltung getrennt hatte, versuchte die Köln-SPD, den Lauf eigenständig fortzuführen.  Das erwies sich offenbar als schwierig. Schon in den Vorjahren war das Interesse rückläufig, die Teilnehmerzahlen gingen zurück. Hinzu kommen die Herausforderungen, mit denen viele kleinere Laufveranstaltungen inzwischen zu kämpfen haben: Genehmigungen, Absicherung, Haftungsfragen, Helferbedarf und steigende Kosten machen die Durchführung deutlich aufwendiger als früher.  Vor diesem Hintergrund kommt die Absage nicht völlig überraschend. Wenn eine Veranstaltung sportlich an Bedeutung verliert und zugleich organisatorisch auf immer wackeligeren Füßen steht, wird es schwer, sie dauerhaft aufrechtzuerhalten. Die nun genannten Hürden zeigen, dass der Lauf offenbar keine stabile Grundlage mehr hatte.  In der Mitteilung bedankt sich Cremer für die jahrelange Treue der Teilnehmer und verabschiedet sich mit einem knappen "Tschüss". Ob dies nur eine Pause oder das endgültige Aus bedeutet, bleibt offen. Klar ist aber: Für 2026 wird der Oswald-Hirschfeld-Erinnerungslauf nicht im Kölner Laufkalender stehen. __________________________________ Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln |