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Früh raus, gut gelaufen: Der vabali Sunrise Run Düsseldorf trotzt der Hitze Wer am Sonntagmorgen beim vabali Sunrise Run Düsseldorf an der Startlinie stand, hatte den Tag schon gewonnen, bevor andere überhaupt richtig wach waren. Um 6:30 Uhr ging es los, direkt vor dem vabali spa Düsseldorf. Eine ungewöhnliche Uhrzeit für einen Lauf, aber an diesem Wochenende genau die richtige Entscheidung. Die Region steckte mitten in einer Hitzeperiode, und jeder wusste: Je früher gestartet wird, desto besser. Ganz so gnadenlos, wie es die Tage zuvor befürchten ließen, wurde es am Morgen dann aber nicht. Wolken zogen auf und nahmen der Sonne zunächst die Kraft. Gegen 8:00 Uhr lagen die Temperaturen bei rund 24 Grad. Das ist für einen Lauf immer noch warm, aber es war nicht diese stehende, flirrende Hitze, die einem schon beim Einlaufen den Stecker zieht. Für viele dürfte genau das der Unterschied zwischen "durchkämpfen" und "genießen" gewesen sein. Zur Auswahl standen zwei Strecken. Eine Runde über 5,5 Kilometer oder zwei Runden über 11 Kilometer. 563 Läuferinnen und Läufer entschieden sich für die kürzere Distanz, 469 absolvierten die zwei Runden. Damit war der Sunrise Run kein kleiner Nischenlauf, sondern eine gut besuchte Sommerveranstaltung mit besonderer Atmosphäre. Vorne wurde trotz der Wärme schnell gelaufen. Über 5,5 Kilometer setzte sich Jonas Barsig, Jahrgang 1999, in 19:45 Minuten durch. Hendryk Adam vom Lauftreff Alt-Erkrath folgte in 20:25 Minuten auf Platz zwei, dahinter lief Maik Voigt vom TV Refrath in 21:08 Minuten auf Rang drei. Bei den Frauen wurde es an der Spitze richtig eng. Carla Ankermann von Milers Colonia 2020 gewann in 22:47 Minuten. Nur zwei Sekunden später kam Gina Lenzing von der Stadtsparkasse Düsseldorf ins Ziel. Coline Kaczmarczyk komplettierte das Podium in 24:49 Minuten. Auch über 11 Kilometer gab es starke Zeiten. Jakob Nowicki-Koth gewann in 37:48 Minuten und blieb damit klar unter der 40-Minuten-Marke. Christian Haas von Milers Colonia 2020 wurde in 38:36 Minuten Zweiter, David Sudowé folgte in 39:23 Minuten auf Platz drei. Bei den Frauen setzte sich Laurine Freitag von der LGV Marathon Gießen in 43:47 Minuten durch. Seika Swoboda lief in 44:50 Minuten auf Rang zwei. Paula Frederike Böttcher vom GVG Laufteam wurde in 46:55 Minuten Dritte.
Der Reiz dieser Veranstaltung liegt aber nicht nur in den Zeiten. Die Strecke führt nicht durch die Düsseldorfer Innenstadt, sondern in eine deutlich ruhigere Umgebung. Rund um Menzel und Elbsee, vorbei an Wasser, Wald und offenen Passagen, läuft man in einer Kulisse, die gut zu einem frühen Sommermorgen passt. Keine Häuserschluchten, kein Großstadtlärm, kein Gedränge wie bei einem Citylauf. Stattdessen viel Grün, etwas Seeluft und eine Runde, die man gut in den eigenen Rhythmus bringen kann. Für die 5,5 Kilometer ist das angenehm übersichtlich. Einmal anlaufen, die Runde sauber durchziehen, Ziel. Wer die 11 Kilometer lief, musste ein zweites Mal herum. Das kann mental helfen, weil man nach der ersten Runde weiß, was kommt. Gerade bei Wärme ist das nicht unwichtig. Man kann sich besser einteilen, weiß, wo es rollt und wo man lieber ein paar Körner spart. Start und Ziel befanden sich direkt vor dem vabali spa Düsseldorf. Das gab der Veranstaltung noch einmal einen besonderen Rahmen. Wer wollte, konnte den Lauf nicht nur sportlich sehen, sondern den Morgen anschließend mit den optionalen Angeboten im vabali verbinden. Erst laufen, dann runterfahren, entspannen und den Sonntag anders beginnen als sonst. Gerade diese Kombination aus Bewegung, Natur und Erholung macht den Sunrise Run ein Stück weit besonders.
Vor dem Start brachte Team Pfeiffer Bewegung in das Feld. Das Warm-up wurde gemeinsam angeleitet, was bei einem so frühen Start sicher mehr als nur eine nette Zugabe war. Viele Körper mussten erst einmal wach werden. Esther Pfeiffer lief anschließend selbst die zwei Runden mit. Auffällig war ihre Startnummer 888. Ob das bewusst so gewählt war oder einfach ein schöner Zufall, sei dahingestellt. Die Acht gilt in vielen Zusammenhängen als Glückszahl. Dreimal hintereinander wirkt sie fast wie ein kleines Startsignal für Energie, Ausdauer und einen guten Lauf. Hendrik Pfeiffer stand derweil im Ziel und überreichte den Finisherinnen und Finishern ihre Medaillen. Auch das passte zum Charakter des Morgens. Hier ging es nicht nur um Platzierungen, sondern auch um das Erlebnis. Früh aufstehen, gemeinsam laufen, ankommen, Medaille bekommen und danach mit dem guten Gefühl in den Sonntag gehen, schon etwas geschafft zu haben.
Am Ende blieb von Düsseldorf ein runder Eindruck. Gute Beteiligung, schnelle Siegerzeiten, eine schöne Strecke und etwas Wetterglück. Dass die Temperaturen zum Ende hin noch bei etwa 24 Grad lagen, war angesichts der Hitzeperiode sicher ein Glücksfall. Der Sunrise Run ist kein Lauf für Langschläfer. Aber für alle, die gerne früh unterwegs sind, war es ein starker Start in einen heißen Sommertag. __________________________________ Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln Fotos: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln |