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Run of Colours 2026: Köln läuft bunt, UPS läuft mit
 
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21.09.2026 

 

 
Seit mehr als zehn Jahren gehört UPS mit einem großen Firmenteam zum Run of Colours. 2026 ging das Engagement einen Schritt weiter: Die UPS Foundation übernahm erstmals das Hauptsponsoring des Kölner Charity-Laufs. Im Rheinauhafen kamen schließlich 1.825 Läuferinnen und Läufer zusammen und sorgten dafür, dass 20.000 Euro an die Aidshilfe Köln gingen.
 
Es gibt Laufveranstaltungen, bei denen die Stoppuhr das wichtigste Maß ist. Beim Run of Colours gehört sie zwar dazu, doch der eigentliche Zweck beginnt dort, wo die Ergebnisliste aufhört. Seit 2009 laufen Menschen im Kölner Rheinauhafen für Vielfalt, Akzeptanz und Solidarität mit Menschen mit HIV und Aids.
 
Bei der 18. Auflage am 19. September 2026 kamen 1.825 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. Gelaufen wurde über fünf und zehn Kilometer sowie in Dreierteams auf der 15-Kilometer-Staffel. Am Ende konnte die Lebenshaus-Stiftung 20.000 Euro für die Aidshilfe Köln verbuchen.
 
Eine besondere Rolle spielte dabei in diesem Jahr ein Unternehmen, dessen Verbindung zu Köln weit über eine Sponsorenwand im Zielbereich hinausreicht.
 
Aus langjähriger Teilnahme wird Hauptsponsoring
 
UPS gehört beim Run of Colours seit mehr als einem Jahrzehnt zum gewohnten Bild. Immer wieder gingen große Mitarbeiterteams des Logistikunternehmens an den Start. 2026 übernahm die UPS Foundation erstmals das Hauptsponsoring der Veranstaltung.
 
Dass dies ausgerechnet in diesem Jahr geschah, war kein Zufall. UPS feiert 2026 sein 50-jähriges Bestehen in Deutschland. Gleichzeitig besteht das Air Hub am Flughafen Köln/Bonn seit 40 Jahren. Die UPS Foundation nutzte dieses doppelte Jubiläum, um das gesellschaftliche Engagement am Standort stärker mit einer Veranstaltung zu verbinden, die Themen wie Inklusion, Gesundheit, Teilhabe und Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellt.
 
„Köln ist für UPS weit mehr als ein Standort. Köln ist ein zentraler Teil unseres europäischen Netzwerks und zugleich die Heimat vieler unserer Kolleginnen und Kollegen“, erklärte Martin Wasinger, Vice President EMEA Air Operations, anlässlich der Partnerschaft. Für ihn bringe der Run of Colours Teamgeist, Vielfalt, gesellschaftliches Engagement und die Verbundenheit mit der Stadt zusammen.
 
Wie eng die Verbindung tatsächlich ist, zeigen die Dimensionen des UPS-Standorts am Flughafen Köln/Bonn. Dort arbeiten inzwischen mehr als 3.600 Menschen. Das Gelände ist der größte UPS-Standort außerhalb der USA und bildet einen zentralen Knotenpunkt des europäischen Luftfrachtnetzes. Bis zu 190.000 Sendungen können dort pro Stunde sortiert werden. Der Flughafen Köln/Bonn bestätigt diese Zahlen anlässlich des 40-jährigen Standortjubiläums im September 2026.
 
Für Unternehmen aus Köln, dem Rheinland und Nordrhein-Westfalen ist das Hub damit weit mehr als eine riesige Paketdrehscheibe. Von hier aus werden regionale Unternehmen mit internationalen Märkten verbunden. Gerade für mittelständische Betriebe kann dieser Zugang eine wichtige Voraussetzung für weltweiten Import und Export sein.
 
Die 2.000er-Marke blieb diesmal außer Reichweite
 
Vor dem Lauf hatten sich die Lebenshaus-Stiftung, die UPS Foundation und UPS ein sportlich ambitioniertes Ziel gesetzt. Nach 1.855 Meldungen bei der vorherigen Ausgabe sollte 2026 erstmals die Marke von 2.000 Teilnehmenden fallen.
 
Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Rund zehn Tage vor der Veranstaltung lagen erst gut 1.200 Meldungen vor. Am Veranstaltungstag standen schließlich 1.825 Läuferinnen und Läufer in den verschiedenen Wettbewerben am Start. Damit blieb der Run of Colours unter der erhofften Marke, erreichte aber erneut eine Größenordnung, die ihn zu einer der auffälligeren Charity-Laufveranstaltungen in Köln macht.
 
Der reguläre Einzelstart über fünf oder zehn Kilometer hatte 19,50 Euro gekostet. Zusätzlich gab es Staffel-, Gruppen- und Spendenmodelle. Wer im Vorfeld mindestens 25 Euro an Spenden sammelte, konnte beispielsweise kostenlos starten. Auch eine virtuelle Teilnahme war möglich. Die Erlöse fließen in Projekte und Angebote der Aidshilfe Köln.
 
Damit bleibt der Lauf trotz aller sportlichen Elemente in erster Linie ein Benefizprojekt.
 
Ein Lauf mit einer klaren Botschaft
 
Das Motto „Ich lauf’ mir die Füße bunt“ begleitet die Veranstaltung seit ihren Anfängen im Jahr 2009. Dahinter steckt eine bewusst niedrigschwellige Idee: Menschen kommen zum Laufen zusammen und setzen gleichzeitig ein öffentlich sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung.
 
Die Einnahmen unterstützen die Arbeit der Aidshilfe Köln. Dazu zählen Beratung und medizinische Information ebenso wie Aufklärung und Prävention sowie konkrete Unterstützungsangebote für Menschen, die mit HIV und Aids leben.
 
Die Lebenshaus-Stiftung spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie soll dazu beitragen, Angebote und Projekte der Aidshilfe langfristig finanziell abzusichern. Nach Angaben der Aidshilfe Köln gewinnen solche zusätzlichen Finanzierungswege angesichts sinkender öffentlicher Mittel zunehmend an Bedeutung.
 
„Der Run of Colours ist weit mehr als ein sportlicher Wettbewerb“, sagt Erik Sauer, Geschäftsführer der Lebenshaus-Stiftung. Er bringe Menschen zusammen und trage die Botschaft von Respekt und Solidarität über die eigentliche Laufstrecke hinaus. Das Engagement der UPS Foundation bezeichnete Sauer deshalb bereits vor der Veranstaltung als Chance, Themen wie Vielfalt, Akzeptanz, Gesundheit und Prävention stärker in die Kölner Stadtgesellschaft hineinzutragen.
 
Dass diese Ausrichtung zur Stiftung des Logistikkonzerns passt, lässt sich auch an deren internationalen Schwerpunkten ablesen. Die UPS Foundation konzentriert ihre Arbeit unter anderem auf Gesundheit und humanitäre Hilfe sowie auf lokales gesellschaftliches Engagement und wirtschaftliche Teilhabe.
 
Wenn das Firmenteam Teil der Veranstaltung wird
 
Beim Run of Colours blieb UPS allerdings nicht nur Geldgeber. Mitarbeitende gingen erneut selbst auf die Strecke. Besonders auffällig waren 2026 die sogenannten „UPS Legionäre“, die beim Fünf-Kilometer-Lauf kostümiert mitliefen.
 
Genau darin liegt eine Besonderheit dieser Partnerschaft. Ein Sponsor kann auf Startnummern, Bannern und Zielbögen sichtbar sein. Beim Run of Colours ist das Unternehmen zugleich seit Jahren Teil des Starterfeldes.
 
Für einen Lauf, dessen Grundgedanke Gemeinschaft und Teilhabe ist, passt das erstaunlich gut. Denn am Rheinauhafen ging es auch bei der 18. Ausgabe nicht allein darum, wer nach fünf oder zehn Kilometern zuerst die Ziellinie überquerte.
 
1.825 Menschen machten aus einem Samstagnachmittag wieder ein weithin sichtbares Zeichen für Vielfalt. Und aus vielen einzelnen Startgeldern, Spenden und Unterstützungsleistungen wurden am Ende 20.000 Euro für die Aidshilfe Köln.
 
Bei einem Charity-Lauf ist das vermutlich die Zahl, die länger Bestand hat als die schnellste Zeit des Tages.

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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Foto: feuerflam.me