Fitness-Armbänder: Chancen und Risiken
 
 
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12.08.2015  

 
 

Fitness-Armbänder: Chancen und Risiken
 
Fitness-Armbänder sind mittlerweile in sehr vielfältigen Ausführungen zu erhalten. Von der einfachen Stoppuhr, über den Schrittzähler und Pulsmesser bis hin zur Schlafüberwachung, der Ernährungsplanung oder GPS-gesteuerter Aktivitätsmessung, bieten die unterschiedlichen Fitness-Armbänder ein überaus großes Spektrum an technischen und computergesteuerten Funktionen für die oftmals sehr individuellen Anforderungen und Bedürfnisse ihrer jeweiligen Träger.

Für welche Personengruppen eignen sich Fitness-Armbänder besonders gut?
 
Die Erhaltung der Gesundheit, die körperliche Fitness und die damit verbundene sportliche Betätigung - auch bis in ein hohes Alter - gewinnen in unserer Gesellschaft für viele Menschen immer mehr an Bedeutung. Damit steigt auch der Wunsch nach einem Motivations- und Kontrollinstrument zur "perfekten" Selbststeuerung dieser Fitnessaktivitäten. So richten sich die Angebote der Hersteller mit ihren unterschiedlichen Produkten an nahezu alle denkbaren Personengruppen, vom Leistungssportler bis hin zu dem den eigenen Gesundheitszustand im Auge behaltenden Senioren, vom trendbewussten, designverliebten oder vordergründig technikbegeisterten Menschen, bis hin zu Personen, deren Hauptziel die Gewichtsreduktion durch geeignete Vorschläge von Sport- und Ernährungsplänen ist. Ein unverzichtbares Hilfsmittel zur Messung der körperlichen Funktionen bieten die, auch als Fitness-Tracker bezeichneten Armbänder, in den häufigsten Fällen Sportlern mit hohem Leistungsanspruch, wie zum Beispiel Marathonläufer, Radfahrer, Schwimmer oder Andere. Dabei ist es wichtig, das für den jeweiligen Zweck und Anspruch passende Fitness-Armband aus der großen Menge des Angebots herauszufiltern.

Testberichte und Vergleiche helfen bei der Wahl des perfekt zum Träger passenden Fitness-Armbands
 
Die verfügbaren Funktionen und die Arbeitsweise der dazugehörigen Fitness-Apps bestimmen dabei den Leistungsumfang und die Leistungsfähigkeit der computergesteuerten Fitness-Armbänder. Wichtig für den Träger eines Fitness-Armbands ist es zunächst einmal zu ermitteln, auf welche Wunschfunktionen er für welchen Zweck das Hauptgewicht legt und, in welchem Umfang seine körperlichen Funktionen oder Aktivitäten gemessen und überwacht werden sollen. Dementsprechend sollten die mit den jeweiligen Fitness-Armbändern zusammenarbeitenden Apps verglichen werden. Dabei kann z. B. von "einfachsten" Funktionen, wie der Puls- und Blutdruckmessung, dem Schrittzähler, der Stoppuhr bis hin zu Herzfrequenzmessern, Kalorienzähler, Geschwindigkeitsmesser oder sogar umfangreichen Ratgebern z. B. bei der Ernährung, dem Aktivitätsverhalten oder der Schlafüberwachung gewählt werden. So ist die Software bei einigen dieser Apps auch in der Lage, bei Unter- oder Überschreiten von bestimmten Werten, dem Träger des Armbands Alarmsignale oder Benachrichtigungen zu senden. Für Sportler können diese Informationen von sehr großer Bedeutung für die Steuerung und Kontrolle der Leistungssteigerung sein. Viele Hersteller der Fitness-Armbänder haben dabei auch für die gute Übersichtlichkeit in der Bedienungsführung und der Darstellung der Werte auf dem Display gesorgt. Ähnlich wie bei einer Armbanduhr sollten so die wichtigsten Informationen schnell mit einem Blick erfasst werden können.

Fitnessarmbänder ausprobiert
 


Gesunder Schlaf durch die Schlafüberwachung mittels eines Fitness-Armbands
 
Mithilfe der Schlafüberwachungsfunktion kann der Träger eines Fitness-Armbands viele wertvolle Informationen über seine Schlafphasen erhalten. Ein ruhiger Schlaf mit dem Erreichen einer gewissen Tiefe in den verschiedenen Schlafphasen gehört zu einem gesunden Leben. Durch die Schlafüberwachung und dem Aufzeichnen des Ablaufs der unterschiedlichen Schlafphasen wird der Träger in die Lage versetzt, seinen ureigenen Schlafrhythmus zu überprüfen und damit auch mögliche Störfaktoren genau zu ermitteln und gegebenenfalls auszuschalten.

Risiken, die durch das Tragen von Fitness-Armbändern entstehen können
 
In einer Gesellschaft, in der immer größere Bereiche des täglichen Lebens kontrolliert werden, besteht die Gefahr für Träger von Fitness-Armbändern, bei der sogenannten Selbstmessung ebenfalls in einen immer stärker werdenden Kontrollzwang zu geraten. Dabei kann die Abhängigkeit von den gemessenen und damit "überprüften" Werten größer werden als die eigene Selbstwahrnehmung des Körpers. Das einwandfreie Funktionieren oder die Richtigkeit der gemessenen Werte ist aber nicht unbedingt immer und unter allen Umständen richtig. Es können sich durchaus Fehler ergeben z. B. durch Situationen, die die Messung beeinträchtigen oder verändern. Außerdem werden immer mehr Daten erfasst, die nicht immer sicher sind. Ebenso wäre es sehr fatal, wenn z. B. körperliche Beschwerden oder Anzeichen einer Erkrankung aufgrund "richtiger" Messungen ignoriert werden und ein notwendiger Arztbesuch vielleicht außer Acht gelassen wird.




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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln


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