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Berlin-Marathon - Keine Liveübertragung mehr im Ersten
 
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12.04.2023 

 

 
Berlin-Marathon - Einschaltquoten im Keller
 

Der Berlin-Marathon, eines der größten jährlichen Sportereignisse in der Hauptstadt, wird ab diesem Jahr nicht mehr live im Ersten Fernsehkanal übertragen. Der ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky begründete dies mit Einsparungen und rückläufigen Einschaltquoten. Zuständig für die Übertragung des Marathons im Ersten war bisher der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Ob der RBB weiterhin im Dritten Kanal über den Marathon berichten wird, ist noch unklar. Der Sender befindet sich derzeit im Austausch mit dem Veranstalter.
 
Hintergrund für die Entscheidung waren die "unterdurchschnittlichen und jedes Jahr zurückgehenden Quoten", wie Katrin Günther, die beim RBB für den Sport verantwortlich ist, im März in der Sitzung des RBB-Rundfunkrats erklärte. Sie fügte hinzu, dass der Berlin-Marathon ein regionales Ereignis sei, das Menschen außerhalb der Region nicht interessiere.
 
Im Jahr 2021 verfolgten durchschnittlich 588.000 Zuschauer ab drei Jahren die Übertragung im Ersten, was einem Marktanteil von 7,5 Prozent entspricht. Im vorigen Jahr waren es nur noch 513.000 Zuschauer und 6,1 Prozent Marktanteil. Der Lauf gehört neben den Veranstaltungen in New York, Boston und London zu den größten Marathonläufen der Welt und ist bekannt für seine schnelle Strecke durch die deutsche Hauptstadt.
 
Die kommende Veranstaltung ist die 49. Auflage des Berlin-Marathons und findet am 24. September statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 163 Euro pro Person, und jeder, der im Jahr 2005 oder früher geboren ist, kann teilnehmen. Im vergangenen Jahr stellte der kenianische Athlet Eliud Kipchoge einen neuen Weltrekord auf der Strecke auf und absolvierte die 42 Kilometer lange Strecke in zwei Stunden, einer Minute und neun Sekunden. Der erste Berlin-Marathon fand 1974 statt und seitdem hat sich das Event zu einem der größten Marathonläufe der Welt entwickelt.
 
Der RBB, der den Berlin-Marathon in den vergangenen Jahren für die ARD produzierte, muss im kommenden Jahr insgesamt 49 Millionen Euro einsparen und plant, die Programmkosten um 21 Millionen Euro zu senken. Es ist noch unklar, ob der Berlin-Marathon im Dritten Kanal übertragen wird.



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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Foto: © SCC EVENTS / Norbert Wilhelmi