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DRUCK-VERSION 20.12.2008

 

 
 

War der Angriff auf die Fackelträgerin im Rollstuhl nur inszeniert?
 
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16.04.2008 

 

Während sich die Athleten weltweit auf die olympischen Spiele vorbereiten, kann man bereits jetzt schon spannende Geschehnisse verfolgen. Aus einem unter anderem auch an Laufen-in-Koeln zugespielten Bericht geht heraus, wie die chinesische Regierung Gewaltausbrüche von Tibeter inszeniert, um polizeiliche Maßnahmen zu rechtfertigen und den Dalai Lama zum Rücktritt zu zwingen. Dieser Bericht ist nur ein Teil einer ganzen Serie von Vorwürfen. So gibt es auch Hinweise, dass die jüngste Attacke eines Tibeters auf eine Fackelträgerin im Rollstuhl inszeniert sei. Aber bilden Sie sich zu diesem Themenkomplex bitte ihre eigene Meinung!
 
Im folgenden einer dieser Berichte, der recht deutlich zeigt, wie China Bild- und Videomaterial zensiert und zu Propagandazwecken missbraucht:
 
Auf dem folgenden Foto sind demonstrierende Tibeter in Lhasa abgebildet. Besonders interessant für die Geschichte ist der Mann oben rechts im Bild, der ein langes Messer trägt. Ein vergrößerter Ausschnitt wurde von der chinesischen Botschaft an ausländische Nachrichtenagenturen geliefert.
 

Die Gruppe wurde verhaftet und zu einer Polizeistation gebracht. Beobachtet wurde der Vorfall von einer chinesischen Studentin. Unmittelbar darauf muss der Mann wohl seine Tibeter-Kleidung abgelegt und sich eine Polizeiuniform angezogen haben. Die Zeugin war schockiert als sie den Polizeibeamten in der Übertragung der BBC sah. Sie begriff in diesem Moment, dass der Mann sich als Tibeter verkleidet hatte um die Leute zu einem Tumult aufzustacheln. "In den Aufnahmen der Fernsehnachrichten sieht man, wie dieser Mann versucht, andere Leute mit einem Messer zu attackieren. Aber in späteren Aufnahmen kann man diese Person nicht mehr finden. Sie hatten

Das "überarbeitete" Foto

geschauspielert. Nachdem Leute Fragen über diese Aufnahmen gestellt hatten, tauchte dieses Bildmaterial nie wieder im Fernsehen auf", sagte die Zeugin.

Nachdem die Identität des Mannes enthüllt worden war, veröffentlichte die chinesische Botschaft erneut das Foto, diesmal ohne den Mann. Er wurde aus dem Bild digital entfernt. Nachdem sich eine Kontroverse formte, begannen die staatlichen chinesischen Medien wieder das unbearbeitete Bild zu senden.
 
Laut einem Bericht bestätigte Großbritanniens GCHQ-
 
Übergriff auf eine Fackelträgerin von einem Tibeter
Spionagebehörde, dass Agenten der chinesischen Armee als Mönche verkleidet gewalttätige Aufstände in Tibet inszenierten um brutale Gegenmaßnahmen zu rechtfertigen.
 
In diesem Zusammenhang stellen sich nun viele Menschen die Frage, ob der aktuelle Übergriff auf die 27jährige Fackelträgerin Jin Jing seitens eines Tibeter ebenfalls eine Inszenierung sein mag. Die Frau wurde in China als Heldin gefeiert, da sie sich an die Fackel klammerte und sich weigerte, sie dem tibetanischen Demonstranten zu übergeben. Erstaunlich ist zumindest, dass genau dieser Mann zuvor flankiert von Leuten zu dem Event marschierte, die rote Flaggen des kommunistischen Chinas trugen.









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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln