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Düsseldorf-Marathon: Aus Fehlern klug geworden...
 
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03.05.2004 

 

Welch ein Unterschied zum Vorjahr: nicht nur der Wettergott meinte es diesmal gut mit den Läufern, auch die gesamte Organisation verdiente sich beim 2. Düsseldorf-Marathon eine Menge Pluspunkte. Düsseldorf mausert sich im Frühjahr so langsam zu einer viel versprechenden Alternative zu Hamburg oder Bonn
 
Was hatten sich die Düsseldorfer Organisatoren letztes Jahr nicht alles von den Athleten anhören müssen: Der Zielbereich war logistisch schlecht durchdacht, die Läufer fanden ihre schlecht sortierten Kleidersäcke nicht und die Ziel-Verpflegung (auf die wir Läufer uns den ganzen Marathon doch so freuen!) fand quasi nicht statt. Schon während des Marathons hatten einige Verpflegungsstellen Trinkwassernot - und das bei Temperaturen um die 30° C. Schnee von gestern - diesmal lief alles bestens und sogar wir Kölner müssen der Landeshauptstadt konstatieren: Häste jut jemacht!
 
Um 9.30 Uhr, also etwas früher als letztes Jahr, gingen die über 5500 Läufer aus 35 Ländern an den Start. Nach dem Hitzerennen 2003 und mehreren Läufern mit Kreislaufzusammenbrüchen hatte man sich darauf verständigt, den Start vorzuziehen, um der starken Mittagssonne zu entgehen. Doch wäre das gar nicht nötig gewesen - Petrus meinte es diesmal mit perfekten äußeren Bedingungen gut mit den Läufern und den mehr als 300.000 Zuschauern an der Strecke.
 
Dass Düsseldorf nie ein wirklich "schneller" Marathon werden wird, liegt unweigerlich an den beiden zu überwindenden Brücken "Rheinkniebrücke" und der "Oberkasseler Brücke". Aber das nimmt man als Teilnehmer gerne in Kauf, wenn man bei km 38 wie bei der Oberkasseler Brücke von den Zuschauern geradezug "hochgeschrien" wird. Spätestens dann weiß jeder wie sich die Tour de France-Fahrer bei der Alpe d'Huez-Etappe fühlen, wenn ein Spalier von Fans die Strecke säumen - phantastisch!
 
Wer es bis dahin geschafft hatte, schaffte auch mühelos die restlichen vier Kilometer bis zum Ziel am Rheinufer. Und zumindest für die männlichen Teilnehmer wartete dort eine freudige Überraschung: die Medaillen wurden den Finishern von überaus attraktiven Düsseldorfer Cheerleaders übergeben - ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber der veranstaltenden Marathonkonkurrenz. Aber vielleicht macht das Beispiel ja Schule. Wie wärs, Herr Rösch?




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Autor und Copyright: Stefan Herre für Laufen-in-Koeln,