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Detlev Ackermann

 
   
 
   
 
 

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Warum laufen Leichtathleten immer links rum?
 
 
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03.01.2015  

 
 

Im Stadion wird immer links herum, gegen den Uhrzeigersinn gelaufen

Wie die Pferde, so der Mensch
 
Sicherlich haben Sie sich auch schon gefragt: "Warum wird bei Stadionläufen eigentlich immer links herum, also gegen den Uhrzeigersinn gelaufen?". Im Prinzip dürfte es aber doch eigentlich egal sein in welche Richtung gelaufen wird, da die Strecke an sich ja die gleiche ist. Nun, das geht natürlich nicht, dass jeder läuft wie ihm beliebt - denn 1913 wurde im Regelbuch der Leichtathletik festgeschrieben: "Der Innenraum liegt in Laufrichtung links."

Warum das so ist und woher der Ursprung kommt, dazu gibt es zahlreiche Theorien:
 
1.) Als 1913 das Regelbuch entstand, wurde einfach ausgelost. Linksherum gewann und wurde festgeschrieben.
2.) Linksherum zu laufen liegt in der Natur des Menschen. Schickt man einen Menschen beispielsweise ohne Orientierungshilfe in die Wüste und bittet ihn geradeaus zu laufen, wird er eine große Linkskurve laufen - wenn er Rechtshändler ist.
3.) In der Kurve muss der linke Arm nicht so weit schwingen wie der rechte Arm. Um weiter zu schwingen braucht man mehr Kraft. Rechtshändler haben rechts mehr Kraft, links können sie nicht so weit schwingen. Die Laufrichtung kommt somit ihren Fähigkeiten entgegen.
4.) Die Laufrichtung wurde für die Zuschauer so ausgelegt. Weil man es als Zuschauer gewohnt ist von links nach rechts zu schauen, wie z.B. beim Zeitungslesen, können sie so besser die vorbeiziehenden Läufer verfolgen.
  
 

Wesentlich naheliegender dürfte jedoch folgende Erklärung sein:
 
- Links herum zu laufen ist nicht nur bei Athleten üblich, sondern schon seit über 200 Jahren auf der Pferderennbahn - zumindest in England, dem Mutterland dieses Sports. Dort wurden die ersten Rennen "im Kreis herum" nicht im Stadion, sondern auf befahrenen Landstraßen ausgetragen. Und weil in England Linksverkehr herrscht, sind dort Linkskurven sicherer. Dabei läuft man nicht Gefahr, beim Abbiegen mit dem entgegenkommenden Fuhrwerken zusammenzustoßen. Diese Laufrichtung wurde später auf die Pferderennbahn übertragen. Als sich der Laufsport entwickelte, rannten die ersten Läufer, da es noch keine eigenen Sportstadien gab, auf Pferderennbahnen, gegen den Uhrzeigersinn. Von dort aus verbreitete sich diese laufrichtung über die ganze Welt.
 
Für die Läufer selbst ist aber letztendlich nur eins Entscheidend: Wer kommt zuerst ins Ziel - und diese Frage lässt sich eindeutig beantworten.




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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln


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