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Detlev Ackermann

 
   
 
 

Bombenfund in Köln-Riehl - Räumung und Evakuierung am 27. Mai 2015
 
 
Laufen-in-Koeln >> Intern >> Artikel

22.05.2015  

 
 

Sperrung auf der linken und rechten Rheinseite am Mittwoch
 
In Köln sicherlich nichts ungewöhnliches, eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg wurde gefunden und zur Bergung wird großräumig abgesperrt. In diesem Fall stellt es allerdings eine Besonderheit dar, denn es müssen 20.000 Kölner evakuiert werden - so viele wie noch nie bei einer Bombenentschärfung in Köln!
 
Da wird die Information, dass am kommende Mittwoch Läuferinnen und Läufer in Riehl und Mühlheim folglich nicht am Rhein entlang laufen können zur Nebensache.
 


Entschärfung am Mittwoch geplant
Evakuierung von 20.000 Menschen nötig

 
Bei der Vorbereitung von Baumaßnahmen linksrheinisch an der Mülheimer Brücke im Bereich des Kuhwegs (Köln-Riehl) hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf am Donnerstagnachmittag einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Es handelt sich nach ersten Erkenntnissen um eine 20-Zentner-Bombe amerikanischer Bauart. Die Bombe liegt etwa fünf Meter tief im Erdreich. Sie ist bei der Untersuchung des Geländes als Vorbereitung für den Bau einer Fernwärmeleitung der Rheinenergie Köln in den Rheinwiesen am Kuhweg unterhalb der Straße An der Schanz aufgespürt worden. Eine Luftbildauswertung hatte zuvor keine Hinweise auf den Blindgänger ergeben.
 
Die Entschärfung ist für den kommenden Mittwoch, 27. Mai 2015, geplant. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wird die Fliegerbombe am Dienstag freilegen und dann voraussichtlich am Mittwochnachmittag vor Ort entschärfen. Dafür müssen nach Anweisung des Entschärfers in einem Radius von rund 1000 Metern weite Bereiche von Riehl und Teilbereiche von Mülheim evakuiert und gesperrt werden. Rund 20.000 Menschen müssen das Gebiet verlassen. Geräumt werden müssen auch die Sozialbetriebe Köln (SBK) mit ihren Alten- und Pflegeeinrichtungen. Ihre Bewohnerinnen und Bewohner werden von der Feuerwehr und Hilfsorganisationen in eine vorübergehende Unterkunft gefahren und dort betreut. Besonders Pflegebedürftige werden in Krankenhäusern untergebracht.
 
Alle Anwohnerinnen und Anwohner werden am Mittwoch ab etwa 9 Uhr aufgefordert, ihre Wohnungen bis zum Abschluss der Evakuierung zu verlassen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes werden alle Wohnungen aufsuchen, um den Betroffenen weitere Informationen zu geben.
 
Als Anlaufstelle für die Anwohnerinnen und Anwohner stehen im rechtsrheinischen Bereich die Räumlichkeiten des Bistros "Le Buffet" im Bezirksrathaus Mülheim am Wiener Platz und im linksrheinischen Bereich das Bundesverwaltungsamt in der Barbarastr. 1a zur Verfügung. Dort werden Getränke und Snacks zur Verfügung stehen.
 
Von den umfangreichen Evakuierungsmaßnahmen sind im linksrheinischen Stadtgebiet auch die Schulen Garthestraße und Riehler Gürtel sowie im Rechtsrheinischen die Schule Mülheimer Freiheit sowie das Rheingymnasium betroffen und bleiben an diesem Tag geschlossen. Die Pfingstferien werden für die Schülerinnen und Schüler dieser Schulen um einen Tag verlängert.
 
Der Zoologische Garten wird am Mittwoch ebenfalls für den Besucherverkehr geschlossen sein.
 
Auch der öffentliche Personennahverkehr wird in dem auf einigen Linien von den Sperrungen betroffen sein. Die Fahrgäste werden gebeten, sich bei den Verkehrsbetrieben über Fahrplanänderungen zu informieren.
 
Für den motorisierten Individualverkehr ist vorgesehen, die Hauptverkehrsachsen Mülheimer Brücke, An der Schanz/ Riehler Straße und Boltensternstraße/Niederländer Ufer bis zum Beginn der Entschärfung für den Durchgangsverkehr offen zu halten.
 
Bereits am Pfingstwochenende wird das Ordnungsamt eine Anwohnerinformation in den betroffenen Stadtbereichen verteilen. Für Bürgerinnen und Bürger, die weitere Fragen zu der Evakuierung haben, stehen ab Dienstag das Bürgertelefon der Stadt Köln unter 0221 / 221-0 zwischen 7 und 18 Uhr sowie das Servicetelefon des Ordnungs- und Verkehrsdienstes unter 0221 / 221-32 000 von 7 bis 24 Uhr zur Verfügung.
 
Die Stadt Köln weist vorsorglich bereits jetzt daraufhin, dass die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner am Mittwoch benötigte Medikamente oder Babynahrung für einen kompletten Tag mitnehmen sollten.




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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln


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