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Detlev Ackermann

 
   
 
 

Das Märchen von den Teilnehmerzahlen - Abgerechnet wird zum Schluss
 
 
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31.08.2015  

 
 

Echte Teilnehmer - Finisher die ins Ziel laufen
 
Abgerechnet wird zum Schluss

 
Wenn es bei Laufveranstaltungen gegenüber den Medien um die Selbstdarstellung geht, wird gerne mal in die Trickkiste gegriffen. Eine beliebte Angabe hierbei sind "Teilnehmerzahlen", bzw. "Anmeldezahlen". Alles schön und gut, aber sie sagen lediglich nur aus, wie viele Leute sich mit dem betroffenen Lauf beschäftigt haben - nicht mehr und nicht weniger.
 
Abgerechnet wird zum Schluss und da zählt nur eine Zahl, die der Finisher. Diese Kennziffer sagt aus, wie viele Läuferinnen und Läufer sich letztendlich tatsächlich auf der Strecke befanden und ins Ziel gelaufen sind. Alles andere ist Schönrechnerei.
 
Vor ein paar Jahren kommunizierte ein Marathonveranstalter (den Lauf gibt es heute nicht mehr) der Presse gegenüber so genannte Teilnehmerzahlen in einer Größenordnung von mehrere Tausend. Als man nach dem Lauf die Finisherzahlen begutachtete, war das hingegen nur ein Bruchteil, von dem was im Vorfeld kommuniziert wurde. Des Rätsels Lösung: Der Veranstalter hatte auch größere Kontingente an Freistars zu den bisherigen Anmeldern hinzugerechnet, die für die Sponsoren gedacht waren. Die wiederum hatten die Freistarts aber nicht in Anspruch genommen. Oftmals werden im Anmeldesystem aber auch gerne ganze Blocks für Sponsoren und sonstige Zwecke reserviert. Ruft der Veranstalter den aktuellen Anmeldestand ab, so werden die Dummyteilnehmer als reale Teilnehmer ausgegeben. Was aber auch schon passiert ist, dass Veranstalter Anmeldezahlen großzügig aufgerundet haben.
 
Andersherum gibt es aber auch die Fälle, in denen Läuferinnen und Läufer viele Monate im voraus vom Veranstalter dazu animiert werden, sich so früh wie möglich anzumelden. Sei es durch eine Preisstaffelung oder der Möglichkeit, dass der Lauf vorzeitig ausgebucht sein könnte. In solchen Fällen reservieren viele ihren Startplatz erst einmal, entscheiden aber erst später, ob sie wirklich starten wollen und können.
 
Zwischen Anmeldezahlen und Finisherzahlen liegen in der Regel gut 10 Prozent. Das ist normal und liegt daran, dass am Ende nicht wirklich alle an den Start gehen, die sich tatsächlich angemeldet haben. Oftmals kommen aber auch nicht alle ins Ziel und brechen den Lauf vorzeitig ab. Der Anteil der Abbrecher ist allerdings recht klein. Sollte die Differenz zwischen Anmeldezahlen, bzw. Teilnehmerzahlen und Finisherzahlen jedoch weit viel größer sein, darf man ruhig schmunzeln.
 
Nur Finisher sind im Sinne des Sports echte Teilnehmer, alles andere ist nicht gelaufen.




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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln


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