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Detlev Ackermann

 
   
 
 

Gemeinderat übt Druck aus, Malberglauf abgesagt!
 
 
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11.07.2020  

 
 


Gemeinderat übt Druck aus, Malberglauf abgesagt!
 
Trotz ausgeklügeltem und vorbildlichem Hygienekonzept, der mehr Sicherheit als ein Besuch im Supermarkt verspricht, bekommt der Gemeinderat von Hausen/Wied kalte Füße und lässt eine vom Leichtathletikverband genehmigte Laufveranstaltung platzen.


Der VfL Waldbreitbach informiert:
 
Leider kein schlechter Scherz: Der 21. Malberglauf ist abgesagt!
 
Die Verantwortlichen des ausrichtenden VfL Waldbreitbach hatten die Entwicklung der Corona-Pandemie seit ihrem Ausbruch intensiv beobachtet. Dabei wurden auch das Für und Wider einer Durchführung des 21. Malberglaufs 2020 insbesondere unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes ständig sorgfältig gegeneinander abgewogen.
 
Erst am 20. Juni hatten wir uns dafür entschieden und das der Verbandsgemeindeverwaltung am 22. Juni mitgeteilt. Diese erhob keine Einwände. Die einschlägigen Landesverordnungen ließen und lassen dies nämlich uneingeschränkt zu:

- Zehnte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (10. CoBeLVO) vom 19. Juni 2020

- Hygienekonzept für den Sport auf Außenanlagen

- Hygienekonzept für Veranstaltungen Außen

Beabsichtigt war eine völlig veränderte Form als Einzelzeitrennen mit Teilnehmerbegrenzung und strengem Corona-Schutzkonzept. Weil wir sämtliche Auflagen erfüllen konnten und können, fühlten wir uns sicher.
 
Am 7. Juli fand auf Wunsch der Ortsbürgermeisterin von Hausen/Wied, auf dessen Gebiet der Malberglauf seit 20 Jahren stattfindet, ein Gespräch statt. Wir waren völlig überrascht zu erfahren, dass sich der Gemeinderat von Hausen/Wied geschlossen gegen die Austragung des 21. Malberglaufs am Freitag, 7. August 2020, ausgesprochen habe. Die Ängste in der Dorfbevölkerung und bei den ortsansässigen Sozialeinrichtungen seien extrem hoch, begründete die Bürgermeisterin die Ablehnung.
 
Leider fand unser Vorschlag, die Laufstrecke zu verlegen, damit der Ort Hausen nicht durchlaufen werden muss, um so den Ängsten angemessen Rechnung zu tragen, keine Zustimmung.
 
Abschließend wurde uns mitgeteilt, dass die Ortsgemeinde im Falle der Nichtabsage durch uns mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln die Austragung zu verhindern suchen würde.
 
Es versteht sich von selbst, dass verantwortungsvolle Entscheidungsträger Bedenken ernst nehmen. Ebenso selbstverständlich kann keine Veranstaltung gegen den erklärten Widerstand der politisch Verantwortlichen vor Ort stattfinden. Und genauso muss alles unterlassen werden, was auch nur den Anschein erweckt, zu einer Gefährdung der Bevölkerung führen zu können.
 
Daher bleibt dem VfL Waldbreitbach trotz zweiwöchiger intensiver Vorbereitung und einer sehr starken Nachfrage (218 Anmeldungen am 7. Juli) keine andere Wahl, als den Malberglauf 2020 abzusagen.
 
Ob und wie es mit dem Malberglauf generell weitergeht, haben wir noch nicht abschließend entschieden. Ohne den Rückhalt der Ortsbevölkerung und der politischen Gremien ist der Versuch einer Durchführung jedenfalls sinnlos.
 
Das wirtschaftliche Risiko trägt der VfL Waldbreitbach als Ausrichter. Daher unterbreiten wir Euch folgende drei Alternativen der "Abwicklung".
 
1. Rückzahlung der Startgebühr von 8 EUR.
 
2. Verzicht auf die Rückzahlung der Startgebühr gegen Zusendung oder Abholung der Malberglauf-Kuhglocke als bleibende Erinnerung.
 
3. Verzicht auf die Rückzahlung der Startgebühr ohne Gegenleistung (= Spende). In diesem Fall spendet der VfL Waldbreitbach die Summe in voller Höhe der Henry Wanyoike Foundation in Kenia. Diese beschafft und verteilt davon Lebensmittelpakete an mittellose Slumbewohner in der Nähe von Kikuyu.
 
Wir bitten um zeitnahe Rückmeldung an info@malberglauf.de unter Angabe der Alternativen 1, 2 oder 3.

Erfolgt bis zum 19.07.2020 keine Antwort, werden wir Alternative 3 realisieren.
 
 
Sorgen und Nöte der Bevölkerung sollten stets ernst genommen werden. In diesem Fall darf man aber davon ausgehen, dass sie sicherlich völlig unbegründet sind. Es haben bereits zahlreiche Stadion- und Laufveranstaltungen stattgefunden. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass von ihnen keinerlei Gefahr ausgeht. Gerade der Malberglauf war geradezu ein Musterbeispiel, wie verantwortungsbewusst ein Veranstalter seinen Lauf konzipiert hatte.
 
 
    www.malberglauf.de




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Autor und Copyright: Irene bendhiba für Laufen-in-Koeln

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