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Was Läufer über Herz und Kälte wissen sollten |
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Wenn Minusgrade zum Risiko werden - Was Läufer über Herz und Kälte wissen
sollten
Wenn Läufer auch im Winter ihre
Laufrunden drehen, erleben sie die besondere Stille und Klarheit, die nur kalte
Luft und glitzernder Frost bieten. Doch während der Körper im Schnee und bei
Minusgraden eine neue Trainingswelt entdeckt, reagiert vor allem das
Herz-Kreislauf-System empfindlich auf Kälte. Die Deutsche Herzstiftung warnt:
Frostige Temperaturen können das Risiko für Herzinfarkt und plötzlichen Herztod
erhöhen - besonders in Verbindung mit körperlicher Anstrengung.
Kälte macht dem Herzen zu schaffen
Sinken die Temperaturen, ziehen
sich die Blutgefäße zusammen. Dieser natürliche Schutzmechanismus sorgt dafür,
dass weniger Wärme über die Haut verloren geht. Für das Herz bedeutet das jedoch
Mehrarbeit.
Das Blut muss gegen enger
werdende Gefäße gepumpt werden, der Blutdruck steigt und der Herzmuskel wird
stärker belastet. Gleichzeitig benötigt der Körper mehr Energie, um seine
Temperatur zu halten. Wer dann noch trainiert, fordert sein Herz gleich doppelt.
Besonders bei intensiven
Belastungen wie Tempoläufen, Intervallen oder Bergläufen im Schnee steigt die
Beanspruchung des Herz-Kreislauf-Systems deutlich.
Warum Läufer das ernst nehmen sollten
Laufen gilt als eine der besten
Sportarten für die Herzgesundheit. Doch bei großer Kälte gelten besondere
Regeln. Studien zeigen, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse bei
niedrigen Temperaturen steigt - nicht nur während der Belastung, sondern
teilweise auch noch Tage nach einem Kälteeinbruch.
Auch ungewohnte
Winterbelastungen wie Schneeschippen oder schwere Gartenarbeit wirken auf das
Herz ähnlich fordernd wie eine intensive Laufeinheit.
Für Läufer bedeutet das:
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Sehr tiefe
Temperaturen stellen eine zusätzliche Belastung für das Herz dar. |
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Menschen mit
Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder bekannten Herzerkrankungen
sollten besonders vorsichtig sein. |
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Auch gesunde
Sportler sollten ihr Training im Winter bewusster steuern. |
Typische Warnsignale, die ernst genommen werden müssen
Der Körper sendet in der Regel
klare Signale, wenn ihm die Belastung zu viel wird. Dazu gehören:
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Druck oder Schmerzen in
der Brust |
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ungewöhnliche Atemnot |
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Schwindel oder
Benommenheit |
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Herzstolpern oder
unregelmäßiger Puls |
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plötzliche starke
Erschöpfung |
Treten solche Symptome während oder nach dem Lauf auf, sollte das Training
sofort beendet und medizinischer Rat eingeholt werden.
So trainieren Läufer auch bei Kälte herzgesund
Mit der richtigen
Herangehensweise bleibt Wintertraining nicht nur sicher, sondern auch effektiv.
Gründlich aufwärmen -
Bei Kälte benötigen Muskeln und
Herz mehr Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Ein kurzes
Mobilisationsprogramm und ein lockeres Einlaufen reduzieren das
Verletzungsrisiko und entlasten das Herz.
Belastung dosieren -
Extrem intensive Einheiten gehören bei zweistelligen Minusgraden nicht in den
Trainingsplan. Stattdessen sind lockere Dauerläufe oder ruhige Grundlagenläufe
die bessere Wahl.
Kleidung richtig wählen -
Mehrere dünne Schichten halten warm, ohne den Körper zu überhitzen.
Besonders wichtig sind Handschuhe, Mütze und ein Schutz für Mund und Nase.
Atmung schützen - Sehr
kalte Luft kann die Atemwege reizen. Ein Schlauchtuch vor Mund und Nase hilft,
die Luft etwas vorzuwärmen.
Strecken klug auswählen -
Windgeschützte Routen,
geräumte Wege und gleichmäßige Profile entlasten den Kreislauf und reduzieren
das Sturzrisiko.
Warum Laufen im Winter trotzdem gesund ist
Trotz aller Vorsicht gilt:
Richtig dosiertes Training im Winter ist gesund. Regelmäßige Bewegung stärkt das
Herz, verbessert die Durchblutung und stabilisiert langfristig den Blutdruck.
Wer sein Tempo anpasst, auf
seinen Körper hört und extreme Wetterlagen meidet, kann auch in der kalten
Jahreszeit wertvolle Trainingsreize setzen und mit einer starken Grundform ins
Frühjahr starten.
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
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