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Königsforst Marathon 2026: Wenn der Wald schneller wird
 
 
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31.01.2026  

 
 

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Königsforst Marathon 2026: Wenn der Wald schneller wird
 

Der Königsforst ist kein Ort für große Gesten. Keine Hochhäuser, keine jubelnden Zuschauermassen an jeder Ecke, kein urbaner Lärm. Und doch ist genau dieser Wald seit Jahren Bühne für große Laufgeschichten. Am 15. März 2026 könnte ein neues Kapitel geschrieben werden. Eines, in dem Rekorde fallen, Altersklassen neu sortiert werden und der Begriff ?schnell? eine ganz eigene Bedeutung bekommt.
 
Wer einen Blick auf das Starterfeld wirft, merkt schnell: Das ist mehr als ein gut besetzter Landschaftslauf. Hier treffen Erfahrung, Ambition und außergewöhnliche Ausdauer aufeinander. Vom Halbmarathon über den Marathon bis hin zum Ultramarathon stehen Läuferinnen und Läufer an der Startlinie, die wissen, wie man Grenzen verschiebt. Und einige von ihnen haben genau das wieder vor.

Der Königsforst-Marathon zählt zu den ältesten Marathonveranstaltungen in Deutschland. Seit der ersten Stunde bilden Halbmarathon und Marathon das sportliche Fundament. Eine Runde über 21,1 Kilometer für den Halbmarathon, zwei identische Runden für den Marathon. Dieses einfache, klare Prinzip hat sich bewährt und prägt den Lauf bis heute. Der Rundkurs selbst ist dabei nicht ganz traditionell. Seine Wegführung wurde im Laufe der Jahre mehrfach angepasst, immer mit Blick auf Organisation, Sicherheit und die besondere Umgebung.
 
Denn der Königsforst ist kein gewöhnlicher Wald. Als Vogel- und FFH-Gebiet verlangt er Respekt und Rücksicht. Wer hier läuft, bewegt sich durch einen sensiblen Naturraum, der Ruhe ausstrahlt und gleichzeitig fordert. Genau diese Kombination macht die Strecke so besonders. Der Untergrund, die sanften Wellen, die langen Passagen ohne äußere Ablenkung. Der Wald wird nicht zur Kulisse, sondern zum Teil des Laufs.
 
Der Ultramarathon über 63,3 Kilometer kam erst 2021 hinzu. Er richtet sich gezielt an die Freunde der langen Strecken und ergänzt das bestehende Konzept um eine dritte Runde durch den Königsforst. Halbmarathon und Marathon bleiben das Herzstück der Veranstaltung, der Ultra ist die konsequente Erweiterung für alle, die noch länger unterwegs sein wollen.
 
Ultramarathon 63,3 Kilometer: Drei Runden, viel Erfahrung
 
Mit Streckenrekorden von 4:10 Stunden bei den Männern und 4:37 Stunden bei den Frauen ist die Latte hoch gelegt. Und doch ist das Feld 2026 so besetzt, dass diese Marken erneut ins Visier geraten. Allen voran David Schönherr, der aktuelle Streckenrekordler, der den Königsforst wie kaum ein anderer kennt. Mit Max Kirschbaum steht ihm der Deutsche Meister im 100-Kilometer-Lauf 2024 gegenüber, ein Athlet mit ausgeprägter Tempohärte auf langen Distanzen. Daniel Bauer, Vorjahresvierter in 4:27 Stunden, gehört ebenfalls zum engsten Favoritenkreis.
 
Für zusätzliche Spannung sorgen Läufer mit außergewöhnlicher Ultra-Erfahrung. Ralf Gundermann, Sieger der 230 Kilometer langen TorTour de Ruhr 2024, bringt extreme Ausdauer mit. Jimmy Balla, Sieger des Köfo-Marathons 2024, wagt den Schritt auf die Ultra-Distanz und dürfte für Aufmerksamkeit sorgen. Ralf Büscher steht als erster Starter der M70 für die besondere Altersklassenstärke dieser Veranstaltung.
 
Bei den Frauen zählen Mascha Rondhuis als Vorjahreszweite sowie Sigrid Hoffmann und Dagmar Preuss zu den prägenden Namen. Beide haben in ihren Altersklassen bereits Rekorde aufgestellt und zeigen, dass konstante Leistung über Jahre möglich ist.
 
Marathon 42,2 Kilometer: Das Herzstück der Veranstaltung

Der Marathon bleibt der Kern des Königsforst-Laufs. Zwei Runden durch den Wald, rhythmisch, fordernd und ehrlich. Die Streckenrekorde von 2:24 Stunden bei den Männern und 2:53 Stunden bei den Frauen zeigen, welches Tempo hier möglich ist.
 
Bei den Frauen ist das Feld hochklassig besetzt. Martina Ottes geht als Titelverteidigerin an den Start. Franziska Rennecke bringt eine persönliche Bestzeit von 2:49 Stunden mit, Anja Kobs ist als Deutsche W45-Rekordlerin über 50 Kilometer eine feste Größe auf den langen Distanzen. Susanne Schulze, zweitschnellste Läuferin der Köfo-Alltime-Liste, zählt ebenso zu den Favoritinnen. Mit Sabine Heinrich steht zudem eine bekannte Persönlichkeit an der Startlinie.
 
Bei den Männern versprechen Oliver Baumert und Tobias Esselborn mit Bestzeiten von 2:42 und 2:41 Stunden ein schnelles Rennen. Yannic Becker liegt bei 2:52 Stunden. In den Altersklassen sorgen unter anderem Detlef Clever in der M60 mit einer AK-Bestzeit von 3:03 Stunden sowie Tom Fischel, AK-Rekordler im Ultramarathon, für sportliche Qualität.
 
Halbmarathon 21,1 Kilometer: Eine Runde, große Leistungen
 
Der Halbmarathon über eine Runde ist traditionell die Bühne für beeindruckende Altersklassenleistungen. Mit Streckenrekorden von 66:40 Minuten bei den Männern und 77:57 Minuten bei den Frauen ist auch hier hohes Tempo garantiert.
 
Besonders auffällig ist die Vielzahl an Altersklassenrekordlern. Silke Schneider, Claudia Mordas, Ursula Scheerbarth, Maria-Luise Kluge, Brigitte Nittel und Sandra Herbst haben in ihren Klassen Maßstäbe gesetzt und sind teilweise in neue Altersklassen aufgerückt. Damit sind neue Rekorde realistisch.
 
Bei den Männern gehören Michele Andre Krüger mit einer Bestzeit von 1:15 Stunden und Thorsten Riepe mit 1:14 Stunden zu den schnellsten Gemeldeten. Burkhard Lennartz, vierfacher Köfo-Marathon-Sieger, startet nun in der M55 und bringt enorme Erfahrung mit.
 
Sonderwertungen und Teamgeist

Auch abseits der Einzelwertungen bietet der Königsforst-Marathon Besonderheiten. Die Sonderwertung Bergische 126,6 Kilometer verbindet den Ultramarathon aus Remscheid vom Oktober 2025 mit dem Ultra im Königsforst 2026. Zwei Läufe, zwei Jahreszeiten, eine gemeinsame Wertung für echte Langstreckenspezialisten.
 
Die Teamwertung Family & Friends setzt auf Gemeinschaft. Freunde oder Familien können ohne Verein gemeinsam starten. Gewertet wird die Durchschnittszeit aller Teammitglieder, jede Einzelleistung zählt zusätzlich für die Einzelwertung. Kreative Namen sind ausdrücklich erwünscht. Aktuell besonders auffällig sind Warten auf Philipp, APRIS(S), Forstwärts, Gestiefelter Muskelkater und Wir dachten es gibt Kuchen.
 
 
    Das Starterfeld ist noch nicht abgeschlossen. Weitere schnelle und besondere Namen werden folgen. Schon jetzt steht fest: Der 15. März 2026 verspricht einen Lauftag, an dem Tradition, Natur und sportlicher Ehrgeiz eng zusammenrücken. Der Königsforst wird wieder zeigen, dass Geschwindigkeit auch leise sein kann.
 
www.koenigsforst-marathon.de


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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Foto: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln

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