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Breite Unterstützung für Olympia-Bewerbung in NRW
 
 
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01.02.2026  

 
 

Quelle-Daten: Infratest
 
Olympia vor der Haustür?
Warum Nordrhein-Westfalen gerade jetzt vom großen Traum träumt

 
Stellen wir uns einen Sommer vor, der nach Sonnencreme, Asphalt und Adrenalin riecht. Straßen, die sonst Pendler tragen, werden zur Laufbahn. Stadien, in denen am Wochenende Regionalliga gespielt wird, vibrieren plötzlich im olympischen Takt. Und mittendrin: Nordrhein-Westfalen. Kein ferner Gedanke mehr - sondern eine realistische Option.
 
Genau dieses Gefühl spiegelt sich auch in der aktuellen Umfrage wider, auf die sich dieser Beitrag bezieht. Sie zeigt: Die Idee von Olympischen Sommerspielen in NRW ist längst kein Luftschloss mehr.
 
Ein Stimmungsbild, das aufhorchen lässt
 
Eine repräsentative Umfrage vom Meinungsforschungsinstitut Infratest im Auftrag des WDR zeigt, 57 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen bewerten die Olympia-Bewerbung eher gut, nur 30 Prozent stehen ihr eher kritisch gegenüber. Ein klarer Vorsprung - und das nicht zum ersten Mal. Schon im Juni 2025 lag die Zustimmung auf ähnlich hohem Niveau. Die Begeisterung ist also keine Momentaufnahme, sondern hält an.
 
Besonders deutlich fällt der Zuspruch bei den Unter-50-Jährigen aus: 63 Prozent befürworten die Bewerbung, nur 22 Prozent lehnen sie ab. In der Altersgruppe über 50 ist das Bild etwas zurückhaltender, aber weiterhin positiv: 52 Prozent pro, 37 Prozent contra.
 
Das ist bemerkenswert. Denn Großereignisse wie Olympische Spiele werden oft mit Skepsis betrachtet - zu teuer, zu aufwendig, zu groß. In NRW scheint diese Sorge zwar vorhanden, aber sie überwiegt nicht.
 
Natürlich gibt es kritische Stimmen. 30 Prozent lehnen die Bewerbung ab. Das ist kein Randphänomen, sondern ein wichtiger Teil der Diskussion. Fragen nach Kosten, Nachhaltigkeit und langfristigem Nutzen müssen beantwortet werden - transparent und ehrlich.
 
Doch genau hier liegt die Chance der NRW-Bewerbung: Sie kann zeigen, dass Olympische Spiele im 21. Jahrhundert anders gedacht werden können. Regional verteilt, ressourcenschonend, mit echtem Mehrwert für den Alltagssport.
 
Die Visualisierung veranschaulicht, wie ein zunächst temporär genutztes Olympiastadion in Köln nach den Spielen in ein Wohnquartier umgewandelt werden könnte. Copyright: planquadrat Elfers Geskes Krämer
 
Die Bewerbung: Mehr als nur ein Großevent
 
Die Bewerbung versteht sich ausdrücklich als integrativer und nachhaltiger Ansatz. Die Stadt Köln ist als ?Leading City? vorgesehen, in der unter anderem das zentrale Olympische Dorf und das Leichtathletikstadion errichtet werden sollen, während andere Sportarten in verschiedenen Kommunen stattfinden könnten. Dieses Modell soll bestehen bleiben, und es bedeutet, dass neben Leichtathletik auch Schwimmwettbewerbe, Fußballspiele oder Hockeypartien an unterschiedlichen Orten verteilt werden.
 
Am 19. April 2026 können die Stimmberechtigten in den 17 beteiligten Kommunen per Ratsbürgerentscheid ihre Meinung kundtun. Das ist eine Form direkter Demokratie, bei der die Menschen ausdrücklich darüber entscheiden, ob sich ihre Stadt, ihre Kommune an der Bewerbung beteiligen soll. Berechtigt zu dieser Entscheidung sind alle EU-Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren, die mindestens drei Monate in der jeweiligen Kommune leben. Der Bürgerentscheid findet ausschließlich per Briefwahl statt, und die Entscheidung soll dann darüber bestimmen, ob Nordrhein-Westfalen offiziell beim Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) als deutscher Bewerber für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 gemeldet wird.

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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln


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