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Matcha für Läufer - Was der grüne Tee im Training wirklich bringt |
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Matcha für Läufer
Was der grüne Tee im Training wirklich bringt
Ein früher Morgen, die
Laufschuhe stehen bereit, draußen ist es noch ruhig. Viele Läufer greifen jetzt
automatisch zum Kaffee. Matcha wirkt auf den ersten Blick wie eine modische
Alternative aus dem Café, leuchtend grün und ein wenig exotisch. Die
entscheidende Frage lautet jedoch: Hat Matcha im Läuferalltag einen echten
Nutzen oder bleibt er ein Lifestyle-Getränk?
Die Antwort fällt differenziert
aus. Matcha kann für Läufer interessant sein, wenn er bewusst eingesetzt wird.
Nicht als Wundermittel, sondern als funktionale Ergänzung im Trainingsalltag.
Koffein, aber anders
Matcha enthält Koffein,
allerdings in einer Form, die viele als gleichmäßiger empfinden als bei Kaffee.
Je nach Qualität und Dosierung liefert Matcha etwa 19 bis 44 Milligramm Koffein
pro Gramm. Eine typische Portion von ein bis zwei Gramm liegt damit deutlich
unter klassischen Wettkampfdosen, reicht jedoch aus, um Wachheit und
Konzentration zu fördern.
Koffein zählt zu den am besten
untersuchten leistungsunterstützenden Substanzen im Ausdauersport. Studien
zeigen, dass es die Ausdauerleistung und die wahrgenommene Anstrengung positiv
beeinflussen kann. Für viele Läufer ist Matcha deshalb vor allem für
Trainingseinheiten interessant, bei denen Fokus und ein stabiler Rhythmus
wichtiger sind als maximale Stimulation.
L-Theanin sorgt für Ruhe im Kopf
Ein entscheidender Unterschied
zu Kaffee ist der hohe Gehalt an L-Theanin. Diese Aminosäure kommt
natürlicherweise im Grüntee vor und wird mit einer verbesserten Aufmerksamkeit
bei gleichzeitiger mentaler Ruhe in Verbindung gebracht. In Kombination mit
Koffein kann das subjektive Gefühl von Nervosität reduziert werden.
Gerade vor Tempodauerläufen,
Intervallen oder Wettkämpfen profitieren Läufer, die empfindlich auf Koffein
reagieren, von dieser Eigenschaft. Matcha aktiviert, ohne stark aufzudrehen. Das
kann helfen, den eigenen Laufrhythmus sauber umzusetzen.
Antioxidantien als langfristiger Bonus
Da Matcha als feines Pulver aus
dem ganzen Teeblatt besteht, werden deutlich mehr sekundäre Pflanzenstoffe
aufgenommen als bei klassischem Grüntee. Besonders bekannt sind Catechine wie
EGCG, die antioxidativ wirken.
Für Läufer bedeutet das keinen
kurzfristigen Leistungsschub. Vielmehr kann Matcha langfristig Teil einer
ausgewogenen Ernährung sein, die trainingsbedingte Belastungen begleitet.
Entscheidend bleibt weiterhin eine ausreichende Energiezufuhr und eine gute
Regeneration.
Wann Matcha für Läufer sinnvoll ist
Matcha eignet sich besonders
für Situationen, in denen eine moderate Aktivierung gefragt ist:
- vor lockeren Dauerläufen am
Morgen
- vor intensiven Einheiten mit Fokus auf Technik und Tempo
- vor Wettkämpfen, wenn Kaffee zu Magenproblemen führt
Viele kommen gut damit zurecht,
Matcha etwa 45 bis 60 Minuten vor dem Lauf zu trinken. Für den Einstieg genügt
eine kleine Menge von etwa einem Gramm.
Matcha-Bananen-Hafer-Drink als Pre-Run-Snack
Dieses Rezept kombiniert Matcha
mit leicht verfügbaren Kohlenhydraten. Das macht es besonders alltagstauglich
für Trainingseinheiten am Morgen oder am frühen Nachmittag.
Zutaten für eine Portion
- 200 bis 250 Milliliter Milch
oder Pflanzendrink
- eine reife Banane
- 30 Gramm zarte Haferflocken
- ein bis zwei Gramm Matcha-Pulver
- ein Teelöffel Honig oder Ahornsirup nach Geschmack
- eine kleine Prise Salz
Zubereitung
Zunächst das Matcha-Pulver mit
zwei bis drei Esslöffeln warmem, nicht kochendem Wasser klümpchenfrei verrühren.
Die Banane schälen und grob zerkleinern. Anschließend Banane, Haferflocken,
Milch oder Pflanzendrink, Honig sowie die Prise Salz zusammen mit dem
angerührten Matcha in einen Mixer geben und 20 bis 30 Sekunden cremig mixen. Je
nach individueller Verträglichkeit empfiehlt sich ein Abstand von 30 bis 60
Minuten bis zum Lauf.
Für lockere Einheiten reicht
meist eine geringe Matcha-Menge. Wer Koffein gut verträgt, kann die Dosis vor
intensiven Trainings leicht erhöhen.
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Matcha ist für Läufer kein kurzfristiger Leistungsmacher, aber eine sinnvolle
Alternative zu Kaffee. Die Kombination aus moderatem Koffeingehalt und L-Theanin
kann helfen, wach und fokussiert ins Training zu starten. Entscheidend ist wie
so oft die richtige Dosierung und der passende Zeitpunkt. Wer Matcha bewusst
einsetzt, gewinnt ein weiteres Werkzeug für den eigenen Trainingsalltag. |
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
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