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Starker Auftakt zur 41. ASV-Winterlaufserie in Duisburg |
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Starker Auftakt zur 41. ASV-Winterlaufserie in Duisburg
Wenn Ende Januar Tausende
Laufschuhe im Sportpark Wedau auf Asphalt treffen, dann weiß die Laufszene im
Westen: Die Winterlaufserie in Duisburg ist zurück. Am Samstag, dem 31. Januar,
fiel der Startschuss zur 41. Auflage des traditionsreichen Laufdreiteilers. Bei
trockenen, kühlen Bedingungen und nahezu idealem Laufwetter gingen mehrere
Tausend Laufbegeisterte an den Start. Für viele war es der erste echte Formtest
des Jahres, für andere der Beginn einer ambitionierten Serienjagd.
Schon Stunden vor dem ersten
Startschuss herrschte rund um die Regattabahn geschäftiges Treiben. Vereine
bauten ihre Pavillons auf, Läufer joggten sich locker ein, letzte Tipps zur
Renneinteilung wurden ausgetauscht. Die Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und
entspannter Winterlauf-Atmosphäre machte einmal mehr den besonderen Reiz dieser
Veranstaltung aus.
Die Strecke: flach, schnell und mental anspruchsvoll
Gelaufen wurde wie gewohnt auf
dem Rundkurs entlang der Regattabahn im Sportpark Duisburg. Die Strecke ist
nahezu vollständig flach, asphaltiert und damit prädestiniert für schnelle
Zeiten und einen kontrollierten Rhythmus. Breite Wege sorgen auch bei hohen
Teilnehmerzahlen für ein entspanntes Laufen, Überholmanöver sind jederzeit
möglich.
Charakteristisch für den Kurs
sind die langen, geraden Passagen entlang des Wassers, die einerseits Tempo
zulassen, andererseits mental fordern. Wer hier zu früh überzieht, spürt die
Konsequenzen spätestens auf den letzten Kilometern. Gerade im Winter, wenn der
Wind über die offene Regattabahn zieht, wird die Strecke zu einem ehrlichen
Prüfstein für Tempohärte und Renneinteilung.
Gleichzeitig bietet die
Umgebung eine besondere Kulisse. Der Blick über das Wasser, die ruhige
Atmosphäre des Sportparks und die Nähe von Start und Ziel schaffen eine Mischung
aus Konzentration und Wettkampfspannung, die sowohl ambitionierte Athleten als
auch Breitensportler schätzen.
Kleine Serie: Favoriten setzen früh ein Ausrufezeichen
Den Auftakt machte die Kleine
Serie über fünf Kilometer. Bei den Männern ließ Luca Fröhling vom LV Marathon
Kleve keine Zweifel aufkommen. Der Triathlet, der bereits mehrfach die
Serienwertung für sich entscheiden konnte, übernahm früh die Kontrolle über das
Rennen und gewann in 15:28 Minuten. Dahinter lieferten sich Marcel Hausburg und
Fabian Dichans ein enges Rennen um die weiteren Podestplätze.
Bei den Frauen zeigte
Florentine Exner einen starken Einstieg in die Serie. In 18:20 Minuten setzte
sie sich souverän durch und verwies Jessie Jaspers sowie die Titelverteidigerin
Liv Schwarzer auf die Plätze zwei und drei. Schwarzer, die im Vorfeld als eine
der Favoritinnen gehandelt worden war, präsentierte sich solide, musste diesmal
jedoch die Überlegenheit ihrer Konkurrentin anerkennen.
Große Serie: Erfahrung und Tempohärte entscheiden
Über die zehn Kilometer der
Großen Serie entwickelte sich ein von Beginn an hohes Tempo. Matthias Graute
nutzte die schnellen Bedingungen konsequent aus und setzte sich mit einer Zeit
von 32:38 Minuten an die Spitze. Sein Sieg war verdient und deutlich. Jörn
Hansen und Felix Ogrzewalla folgten mit respektablem Abstand.
Bei den Frauen bestätigte Doris
Kluge-Schöpp ihren Favoritenstatus. Die erfahrene Läuferin zeigte ein
kontrolliertes, gleichmäßiges Rennen und gewann in 38:32 Minuten. Theresa
Nähring und Nadine Böger komplettierten das Podium in einem engen Zieleinlauf.
In beiden Serien setzten sich
Läuferinnen und Läufer durch, die bereits im Vorfeld zum engeren Favoritenkreis
gezählt wurden. Während in der Kleinen Serie bei den Frauen die
Titelverteidigerin geschlagen wurde, übernahmen mit Exner und Fröhling Athleten
die Führung, die seit Jahren zur regionalen Spitze zählen. In der Großen Serie
dominierten mit Graute und Kluge-Schöpp zwei routinierte Wettkampftypen, die
ihre Erfahrung auf der schnellen Strecke konsequent ausspielten.
Nachwuchs im Fokus: Begeisterung bei den Kinderläufen
Schon vor den Hauptläufen
gehörte die Bühne den Jüngsten. Die Kinderläufe über ein und zwei Kilometer
sorgten für lautstarke Unterstützung entlang der Strecke und unterstrichen
einmal mehr den familiären Charakter der Winterlaufserie.
Über die zwei Kilometer setzte
sich bei den Jungen Luis Miguel Bolten-Bahr durch, der das Rennen in 6:51
Minuten gewann. Bei den Mädchen lief Lotta Matlé nach 7:26 Minuten als Erste ins
Ziel.
Im Lauf über einen Kilometer
überzeugte bei den Jungen Mateo Prnjak, der mit 3:51 Minuten das schnellste
Tempo anschlug. Bei den Mädchen gewann Liselotte Bastek in 3:47 Minuten. Die
strahlenden Gesichter im Ziel zeigten eindrucksvoll, dass hier nicht Zeiten,
sondern Freude an der Bewegung im Vordergrund standen.
Ausblick: Spannung für die nächsten Etappen
Der gelungene Auftakt macht
Lust auf mehr. Am 28. Februar steht der zweite Lauf der Winterlaufserie auf dem
Programm, dann über 7,5 Kilometer in der Kleinen Serie und 15 Kilometer in der
Großen Serie. Spätestens dort wird sich zeigen, wer seine frühe Form
konservieren kann und wer im Serienverlauf noch angreift.
Eines steht bereits nach dem
ersten Lauf fest: Die ASV-Winterlaufserie bleibt auch in ihrer 41. Auflage ein
fester Ankerpunkt im deutschen Winterlaufkalender. Schnell, fair, hervorragend
organisiert und mit genau jener Mischung aus Wettkampf und Gemeinschaft, die den
Laufsport so besonders macht
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
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