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Viel Spaß beim Probelauf vor dem 52. Königsforst-Marathon |
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Viel Spaß beim Probelauf vor dem
52. Königsforst-Marathon
Wenn sich an einem kühlen
Morgen vor dem Albertus-Magnus-Gymnasium in Bensberg rund 70 Läufer versammeln,
liegt spürbare Vorfreude in der Luft. Es ist die Vorfreude auf einen der
traditionsreichsten Landschaftsmarathons Deutschlands. Der Probelauf zum
Königsforst-Marathon ist längst mehr als nur eine Trainingsrunde. Er ist
Auftakt, Treffpunkt und Stimmungsbarometer für ein Event, das Jahr für Jahr die
Laufszene im Rheinland elektrisiert.
Ein Probelauf als emotionaler Startschuss
Bereits eine gute halbe Stunde
vor dem Start herrschte lebhaftes Treiben. Vor dem Schulgebäude wurde gelacht,
fotografiert und gefachsimpelt. Das traditionelle Fotoshooting gehört längst zum
Ritual. Es dokumentiert nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch die besondere
Mischung aus Leistungsanspruch und familiärer Atmosphäre, für die der
Königsforst-Marathon seit Jahrzehnten steht.
Die Läufer wurden von
erfahrenen Guides des TV Refrath in sechs Gruppen eingeteilt. Dieses Konzept hat
sich bewährt. Es ermöglicht Einsteigern ebenso wie ambitionierten
Marathonläufern, die anspruchsvolle Strecke im Naturraum des Königsforsts
kontrolliert kennenzulernen. Gerade der wellige Verlauf und die wechselnden
Untergründe machen den Lauf zu einer echten Herausforderung im
Frühjahrskalender.
Der Königsforst als Bühne eines Klassikers
Der Königsforst-Marathon zählt
zu den ältesten Landschaftsmarathons Deutschlands. Seine Premiere fand 1973
statt. Seitdem hat sich die Veranstaltung zu einem festen Termin für Natur- und
Ausdauerfans entwickelt. Die Strecke führt überwiegend über Waldwege, mit
stetigen Höhenprofilen und langen, rhythmischen Passagen. Genau diese
Kombination macht den Reiz aus. Wer hier startet, sucht nicht nur eine Zeit,
sondern ein Erlebnis.
Frühe Termine im Jahr machen
den Lauf traditionell zu einem Formtest für die Frühjahrssaison. Gleichzeitig
profitieren die Teilnehmer von moderaten Temperaturen und der besonderen Ruhe
des Waldes. Der Probelauf liefert dabei wertvolle Orientierung.
Streckenkenntnis, Tempogefühl und die Erfahrung, wie sich die Beine auf den
langen Passagen anfühlen, sind wichtige Faktoren für den Renntag.
Gemeinschaft, die trägt
Dass der Probelauf so beliebt
ist, liegt nicht allein an der Strecke. Es ist die Gemeinschaft, die den
Unterschied macht. Läufer aus ganz Nordrhein-Westfalen kommen zusammen, tauschen
Trainingsgeschichten aus und motivieren sich gegenseitig. Dieses Miteinander ist
ein Markenzeichen des TV Refrath running team, das als Veranstalter großen Wert
auf persönliche Betreuung und Organisation legt.
Im Ziel wartete nicht nur eine
Stärkung zum Auffüllen der Energiespeicher. Kleine Snacks und alkoholfreie
Getränke rundeten das gemeinsame Erlebnis ab. Solche Details sind es, die den
Charakter einer Veranstaltung prägen und langfristig binden.
Rekordzahlen und internationales Interesse
Der Boom des
Königsforst-Marathons ist ungebrochen. Mehr als 3000 Meldungen aus rund 20
Nationen markieren einen neuen Teilnehmerrekord. Diese Entwicklung passt zum
allgemeinen Trend im Laufsport. Landschafts- und Naturmarathons gewinnen
zunehmend an Bedeutung, da viele Läufer bewusst nach entschleunigten, naturnahen
Formaten suchen.
Dass die Veranstaltung bereits
Wochen vor dem Start ausgebucht ist, unterstreicht ihren Stellenwert. Die
limitierte Teilnehmerzahl sorgt für ein hochwertiges Lauferlebnis ohne
überfüllte Strecken. Gleichzeitig stellt sie die Organisatoren vor logistische
Herausforderungen, etwa bei Startabläufen, Verpflegung und Sicherheit im
Waldgebiet.
Vorfreude auf ein großes Marathonfest
Trotz Anpassungen in den
Abläufen, die bei Veranstaltungen dieser Größe unumgänglich sind, überwiegt die
Vorfreude. Der Probelauf hat gezeigt, wie groß die Begeisterung ist. Er hat die
Teilnehmer mental auf das vorbereitet, was den Königsforst-Marathon ausmacht:
eine anspruchsvolle Strecke, eine gewachsene Tradition und eine Atmosphäre, die
Leistung und Leidenschaft verbindet.
Wenn im Frühjahr der
Startschuss fällt, wird es wieder ein buntes Marathonfest im Grünen geben. Wer
dabei ist, weiß schon jetzt, warum dieser Lauf seit über fünf Jahrzehnten eine
feste Größe im deutschen Laufkalender ist. Und wer beim Probelauf dabei war, hat
einen entscheidenden Vorteil: Er kennt den Weg. Und er kennt das Gefühl, das ihn
bis ins Ziel tragen wird.
Was der Probelauf sportlich wirklich bringt
Aus trainingswissenschaftlicher
Sicht ist ein geführter Probelauf mehr als ein lockerer Gemeinschaftslauf. Er
fungiert als spezifische Belastungseinheit unter wettkampfnahen Bedingungen.
Gerade auf profilierten Waldstrecken hilft das Kennenlernen der Höhenmeter, die
Kräfte besser einzuteilen und die Muskulatur gezielt auf die Anforderungen
vorzubereiten.
Studien zur
Wettkampfvorbereitung zeigen, dass Streckenkenntnis die wahrgenommene Belastung
reduziert und das Pacing verbessert. Läufer, die den Kurs bereits kennen, laufen
in der Regel gleichmäßiger und vermeiden Tempofehler in den ersten
Rennkilometern. Genau hier setzt der Köfo-Probelauf an: Er schärft das Gefühl
für Rhythmus, Untergrund und Anstiege.
Der psychologische Vorteil der Strecke
Neben der körperlichen
Vorbereitung spielt die mentale Komponente eine zentrale Rolle. Wer
Schlüsselpassagen wie längere Anstiege oder einsame Waldabschnitte bereits
erlebt hat, geht deutlich souveräner in den Wettkampf. Der sogenannte
Familiarity-Effekt ist im Ausdauersport gut belegt. Bekannte Strecken reduzieren
Unsicherheit und steigern die Selbstwirksamkeit.
Für viele Teilnehmer wird der
Probelauf damit zu einem emotionalen Anker. Bilder aus dem Training tauchen im
Wettkampf wieder auf und helfen, schwierige Phasen zu überstehen. Gerade in der
zweiten Marathonhälfte kann dieser mentale Rückgriff entscheidend sein.
Ein Lauf, der Generationen verbindet
Der Königsforst-Marathon lebt
nicht nur von Zeiten und Platzierungen. Er lebt von Geschichten. Von Läufern,
die seit Jahrzehnten starten, von Einsteigern, die hier ihren ersten Marathon
planen, und von Vereinen, die den Lauf fest im Jahreskalender verankert haben.
Der Probelauf bringt diese Generationen zusammen.
Damit erfüllt er eine wichtige
Funktion im regionalen Laufsport. Er schafft Identifikation, stärkt die Bindung
an die Veranstaltung und vermittelt zugleich die Werte, für die der
Landschaftsmarathon steht: Naturerlebnis, Fairness und gemeinsames Durchhalten.
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln Fotos: TV Refrath
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