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Wenn der Traumstart wackelt: Die neue Startplatzbörse beim Köln-Marathon |
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Wenn der Traumstart wackelt: Die neue Startplatzbörse beim Köln-Marathon
Der Morgen des Marathons, der
Dom im Blick, die Startnummer längst bereitgelegt. Monate des Trainings, lange
Läufe am Wochenende, vielleicht ein klares Ziel für die Halbdistanz in Köln. Und
dann kommt das Leben dazwischen. Ein runder Geburtstag in der Familie, ein
übersehener Termin oder eine kleine Verletzung im falschen Moment. Der 4.
Oktober 2026 rückt näher, doch der Start scheint plötzlich zu kippen.
Genau für solche Situationen
geht der Köln-Marathon einen neuen Weg. Erstmals in seiner langen Geschichte
richtet der Veranstalter eine offizielle Startplatzbörse ein. Eine Neuerung, die
nicht nur organisatorisch sinnvoll ist, sondern auch für mehr Fairness im
Wettbewerb sorgen soll.
Halbmarathon schon Monate vorher ausgebucht - 19.000 Plätze vergeben
Die Nachfrage ist enorm.
Bereits acht Monate vor dem Start der 28. Auflage sind alle 19.000 Startplätze
für den Halbmarathon vergeben. Ein klares Zeichen für die wachsende Popularität
großer Laufevents und die besondere Anziehungskraft des Köln-Marathons. Für die
Marathondistanz gibt es zwar noch ausreichend Plätze, doch die Halbdistanz ist
begehrter denn je.
Mit der neuen Startplatzbörse
reagieren die Veranstalter gezielt auf diese Entwicklung. Ziel ist es, die
Ausfallquote zu senken und gleichzeitig den inoffiziellen Handel mit
Startnummern einzudämmen. In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass
Läufer unter fremdem Namen und falschem Geburtsjahr starteten. Das führte zu
verfälschten Altersklassenwertungen und sorgte für Unmut im Feld.
So funktioniert der offizielle Startplatztausch Schritt für Schritt
Wer nicht starten kann, bietet
seinen Startplatz über einen personalisierten Link an, den alle Teilnehmenden
per E-Mail erhalten haben. Der Platz wird öffentlich sichtbar und kann von
Interessenten gekauft werden. Erst wenn sich ein Käufer gefunden hat, wird die
Startgebühr erstattet. Zusatzleistungen wie vorbestellte Shirts bleiben beim
ursprünglichen Käufer.
Für den neuen Teilnehmer gilt
die aktuelle Startgebühr plus eine Ummeldegebühr von 25 Euro. Wichtig ist die
Frist. Bis einschließlich 31. August 2026 kann ein Startplatz über die Börse
angeboten und gekauft werden. Danach wird die Plattform geschlossen. Sollte ein
Platz bis dahin nicht verkauft werden, bleibt die ursprüngliche Anmeldung wieder
aktiv.
Eine wichtige Regel: Ein einmal
über die Börse erworbener Startplatz kann technisch nicht erneut weiterverkauft
werden. Auch Freistarts oder gewährte Rabatte lassen sich nicht übertragen. Das
sorgt für klare Strukturen und verhindert Missbrauch.
Mehr Fairness, mehr Chancen für Nachrücker
Die Startplatzbörse ist mehr
als ein Serviceangebot. Sie ist ein Instrument für mehr Transparenz und
sportliche Fairness. Richtige Namen, korrekte Daten und saubere Ergebnisse sind
gerade bei großen Teilnehmerfeldern entscheidend.
Gleichzeitig eröffnet sie
Chancen. Wer ursprünglich keinen Platz mehr bekommen hat, kann über die Börse
doch noch an den Start gehen. Für viele bedeutet das, den Trainingsplan wieder
hervorzuholen und doch noch Teil des großen Lauferlebnisses in Köln zu werden.
Am Ende zählt der Moment an der Startlinie - Frist im Blick behalten
Ob ursprünglicher Starter oder
Nachrücker über die Börse. Wenn am 4. Oktober 2026 der Startschuss fällt und
sich das Feld in Bewegung setzt, beginnt für alle dieselbe Reise durch die
Domstadt.
Die neue Startplatzbörse sorgt
dafür, dass weniger Startnummern ungenutzt bleiben und mehr Läufer ihren großen
Tag tatsächlich erleben können. Und genau darum geht es im Laufsport: Dass
möglichst viele ihren Traum vom Start in Köln auch wirklich bis zur Ziellinie
tragen. Wer einen Platz anbieten oder kaufen möchte, sollte dabei die Frist bis
zum 31. August 2026 im Blick behalten.
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
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