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Berliner Halbmarathon - Amanal Petros bricht deutschen Rekord |
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Amanal Petros bricht deutschen Rekord, Andrea Kiptoo und Likina Amebaw siegen
Andrea Kiptoo und Likina Amebaw
sind die Sieger:innen des 45. GENERALI BERLINER HALBMARATHON. Der Kenianer
Kiptoo gewann etwas überraschend das hochklassige Rennen bei kalten aber
sonnigen Bedingungen in einer persönlichen Bestzeit von 59:11 Minuten. Zweiter
war sein zeitgleicher Landsmann Dennis Kipkemoi, der als Tempomacher startete
und im Rennen blieb. Als Dritter brach Amanal Petros (Hannover 96) mit 59:22
seinen deutschen Rekord. Er war genau neun Sekunden schneller als vor einem Jahr
in Berlin und belegte erneut einen ausgezeichneten dritten Rang. In der Liste
der schnellsten europäischen Läufer aller Zeiten rückte Amanal Petros auf Rang
vier nach vorne. Sein Ergebnis war eines von gleich sechs nationalen Rekorden,
die in Berlin gebrochen wurden.
Die schnellste Läuferin auf der
Startliste lief als Erste durchs Ziel: Die Äthiopierin Likina Amebaw gewann in
65:07 Minuten und erzielte damit die drittschnellste je bei dem Rennen gelaufene
Zeit. Zweite wurde die Kenianerin Veronica Loleo in 65:21 vor ihrer Landsfrau
Daisilah Jerono, die nach 65:35 im Ziel am Brandenburger Tor war. Als beste
deutsche und auch beste europäische Läuferin belegte Esther Pfeiffer (Düsseldorf
Athletics) einen hervorragenden fünften Platz und erzielte mit 67:25 eine
persönliche Bestzeit sowie eine deutsche Jahresbestzeit.
Die Organisatoren registrierten
eine Rekordzahl von 42.563 Athlet:innen aus 134 Nationen für die 45. Auflage des
Rennens. So hoch wie nie zuvor war der Frauenanteil mit 46 Prozent. Der GENERALI
BERLINER HALBMARATHON gehört zu den größten Rennen der Welt über diese Distanz.
Das Rennen der Männer
Mit Andrea Kiptoo setzte sich
nach einem spannenden Rennverlauf ein Newcomer durch. Der 24-jährige Kenianer
absolvierte erst sein drittes Rennen außerhalb Kenias. Von Beginn an lief Kiptoo
in der Spitzengruppe, die sich nach und nach verkleinerte. Bei Kilometer 15, der
nach 41:55 Minuten erreicht wurde, fanden sich neben Kiptoo noch zwei weitere
Läufer an der Spitze: Sein Landsmann Michael Temoi, der mit einer Bestzeit von
58:00 der schnellste Athlet auf der Startliste war, und der Schweizer
10.000-m-Europameister Dominic Lobalu. Temoi fiel kurz darauf zurück und
beendete das Rennen vorzeitig. Kiptoo setzte sich von Lobalu ab, doch von hinten
schloss überraschend Dennis Kipkemoi auf. Der Kenianer fungierte als Tempomacher
von Amanal Petros im Rennen, fühlte sich jedoch so stark, dass er nicht aus dem
Rennen ging. Stattdessen kämpfte er plötzlich um den Sieg, war davon jedoch
angesichts seiner Rolle als ?Hase? selbst derart überrascht, dass er im
Zielsprint in seinem ersten internationalen Rennen verunsichert agierte und nach
Kiptoo ins Ziel kam. ?Es war ein enges Rennen - ich bin froh über den Sieg und
die Zeit?, sagte Andrea Kiptoo.
Amanal Petros lief anfangs in
der Spitzengruppe, fiel aber nach rund fünf Kilometern zurück. Doch in der
zweiten Hälfte holte er wieder auf und kämpfte sich von Platz zehn bis auf Rang
drei nach vorne. ?Es war kalt und windig, so dass ich das Tempo reduzierte, bis
der Körper warm war. Ich bin sehr zufrieden mit dem deutschen Rekord?, sagte
Amanal Petros. Nationale Rekorde liefen auch der Franzose Etienne Daguinos als
Fünfter (59:27) und Celestine Ndikumana (Burundi) als Neunter (60:23). Auf Platz
22 war Hendrik Pfeiffer (Düsseldorf Athletics) in 61:33 zweitbester Deutscher.
Rang drei in der nationalen Rangfolge belegte Johannes Motschmann (Marathon Team
Berlin/61:47) auf Platz 23.
Das Rennen der Frauen
Im Gegensatz zu den Männern
setzten sich im Rennen der Frauen die Favoritinnen durch. An der 10-km-Marke
besaßen Likina Amebaw, Veronica Loleo und Daisilah Jerono mit einer
Durchgangszeit von 31:02 Minuten bereits einen Vorsprung von 47 Sekunden. In der
zweiten Hälfte wurde das Rennen noch etwas schneller und Likina Amebaw setzte
sich schließlich ab. Die 28-jährige Äthiopierin feierte beim GENERALI BERLINER
HALBMARATHON den zweiten großen Sieg ihrer Karriere, nachdem sie 2025 den
Kopenhagen-Halbmarathon gewonnen hatte. ?Es war eine sehr starke Konkurrenz,
aber ich war mir trotzdem sicher, dass ich gewinnen würde?, sagte Likina Amebaw.
Nationale Rekorde liefen in Berlin die viertplatzierte Florence Niyonkuru
(Ruanda/67:22), die sechstplatzierte Halbmarathon-Europameisterin Chloé Herbiet
(Belgien/67:32) und die Spanierin Carla Gallardo, die als Achte nach 68:30 im
Ziel war.
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Den größten Erfolg ihrer
Karriere errang Esther Pfeiffer in Berlin. Die 28-Jährige lief anfangs zusammen
mit mit Eva Dieterich (LAV Stadtwerke Tübingen) und Domenika Mayer (LG Telis
Finanz Regensburg), setzte sich dann aber deutlich ab. Ihre 10-km-Zwischenzeit
von 31:50 deutete sogar auf eine Zielzeit von 67:10 hin. Am Ende lief Esther
Pfeiffer 67:25 und war damit drei Sekunden schneller als zuvor. ?Ich habe zwei
schwere Wochen hinter mir, da ich erkältet war. Aber jetzt freue ich mich riesig
über die Bestzeit?, sagte Esther Pfeiffer. Ein starkes Rennen lief Eva Dieterich
(LAV Stadtwerke Tübingen), die sich als Siebente auf 67:56 Minuten verbesserte.
Auf Platz neun folgte Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg) in 68:35. Eine
deutliche Bestzeit lief Hindernis-Spezialistin Gesa Krause (Silvesterlauf Trier)
auf Rang 13 in 68:59.
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Autor und Copyright: Jochen Schmitz für Laufen-in-Koeln
Fotos: SCC Events / Petko Beier
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