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Frankfurt-Marathon & London-Marathon - Gemeinsam sind wir stärker und besser |
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| Hugh
Brasher und Jo Schindler |
Gemeinsam sind wir stärker und besser
Jo Schindler und Hugh
Brasher im Gespräch über die Art der neuen Zusammenarbeit, die Besonderheit des
Mainova Frankfurt Marathon, die Power des TCS London Marathon und warum aus
dieser Partnerschaft etwas ganz Besonderes entstehen kann.
Was ist den Partnern in dieser Zusammenarbeit besonders wichtig?
Hugh Brasher, CEO von London Marathon Events (LME): "Zusammen sind wir
stärker, zusammen sind wir besser. Das gilt im Leben und im Business. Genau
darum geht es bei dieser Partnerschaft. Ein Marathon bringt Menschen zusammen,
schafft Einheit und Gemeinschaft. Uns geht es darum, das exzellente Team von
motion events mit unserer Expertise zu unterstützen und nicht zu ersetzen. Wir
wollen all dies erhalten, was den Mainova Frankfurt Marathon so einzigartig
macht. Er wird niemals, das kann ich versprechen, ein London Marathon 2.0
werden."
Jo Schindler, Renndirektor des Mainova Frankfurt Marathon: "Die
Zusammenarbeit mit London Marathon Events ist für mich ein Wunschtraum, der in
Erfüllung geht. Der Mainova Frankfurt Marathon hat damit nicht seine Seele nicht
verkauft, sondern in seine Zukunft investiert. Die Entscheidungen werden
weiterhin hier in Frankfurt getroffen und nicht aus London gesteuert. Der
schnelle Kurs, der Termin Ende Oktober, die Verwurzelung in der Stadt und der
besondere Charakter der Veranstaltung bleiben erhalten.
Wie ist es zu der Partnerschaft gekommen?
Jo Schindler: "Seit über 20 Jahren besuche ich jedes Jahr den London
Marathon, den besten Marathon der Welt. Deren Fähigkeiten, gesellschaftliche
Veränderungen anzustoßen, positive Veränderungen voranzutreiben und Menschen
aller Altersgruppen und Leistungsstufen zu motivieren, ist in unserer Branche
einzigartig. Ich war fest davon überzeugt, dass LME der beste Partner für motion
events und den Mainova Frankfurt Marathon sein würde."
Hugh Brasher: "Frankfurt ist eine einzigartige, diverse, grüne und
internationale Stadt ? und der Marathon wird hier von vielen Menschen gelebt und
gefeiert. Uns geht es darum, im Hintergrund unsere Expertise und Power
einzubringen. Wir sehen es als langfristiges Projekt, in das Frankfurter Rennen
zu investieren. Und in diesen Zeiten, in denen weltweit die Einheit schwindet,
ist dies auch ein europäisches Projekt eines tollen deutschen und eines tollen
englischen Unternehmens. Dies hatte ich bei den Verhandlungen immer im Sinn.
Genau wie ich stets die Bilder vor Augen hatte vom Rennen 2011, als Wilson
Kipsang nur um vier Sekunden den Weltrekord verfehlte. Schon damals habe ich
gedacht: Dieses Rennen und dieses besondere Indoor-Finish in der Festhalle mit
dem roten Teppich und all den Lichtern ist etwas ganz Besonderes."
Inwiefern profitiert der Mainova Frankfurt Marathon konkret?
Jo Schindler: "Wir erhalten Zugang zu immensem Know-how, Expertise und
internationalen Netzwerken, die wir als kleine Agentur allein nie hätten
aufbauen können. Denn die Londoner zeichnet eine enorme Professionalität aus,
aber eben auch ein tiefer Respekt vor jedem Läufer, egal ob er nach zwei oder
sechs Stunden ins Ziel kommt."
Hugh Brasher: "Wir ändern wie erwähnt nichts an den lokalen
Organisationsstrukturen des fantastischen Teams in Frankfurt vor Ort. Was wir
ändern werden: Wir bringen mehr Expertise ein, eine stärkere internationale
Positionierung im Markt und nachhaltige Entwicklungschancen. Die Veranstaltung
und auch die Stadt Frankfurt wird wirtschaftlich und sozial profitieren. Denn
wir wollen den Mainova Frankfurt Marathon noch prestigeträchtiger machen, noch
mehr junge Leute, noch mehr Frauen, noch mehr Kinder an die Startlinien
bekommen. Was wir gut können, ist: Marken aufzubauen. Der Mainova Frankfurt
Marathon ist eine großartige Marke, die es verdient, noch bekannter zu werden.
Das Rennen soll noch mehr Leute egal welchen Alters und Herkunft inspirieren, in
diese tolle Stadt zu kommen."
Gibt es schon direkte Auswirkungen auf das Rennen am 25. Oktober 2026?
Hugh Brasher: "Jo Schindler hat dieses Rennen zu dem gemacht, was es ist:
eine europäische Topveranstaltung. Er wird bis Jahresende als Renndirektor
weitermachen und anschließend in eine beratende Rolle wechseln, was viel
Kontinuität und Unterstützung bedeutet."
Jo Schindler: "Einige LME-Mitarbeiter sind im vorigen Jahr bei uns in
Frankfurt gelaufen, andere haben sich die Veranstaltung von anderen Ebenen aus
angesehen. Schon die ersten Ideen zur Verbesserung, die aus London gekommen
sind, sind sehr gut. Da haben wir sofort gemerkt: Die haben richtig viel
Erfahrung und Ahnung bis in kleinste Detailfragen. Auch unter Zuhilfenahme
computergestützter Analysetechniken, über die wir einfach nicht verfügen. Dies
wird sich schon in der 2026er Ausgabe spiegeln."
Wie populär und groß ist der London Marathon?
Hugh Brasher: "Im vergangenen Jahr haben wir mit 56.640 Finishern den
Weltrekord gebrochen. Allein für die Ausgabe am 26. April haben sich über 1,1
Millionen Läufer für einen Startplatz beworben, 860.000 aus UK, 270.000 aus dem
Ausland. Übrigens ziemlich genau gleich viele Männer und Frauen. Über ein
Drittel davon sind 18 bis 29 Jahre alt ? junge Menschen sind unser am stärksten
wachsendes Segment, was uns sehr freut. Ein besonderer Pfeiler des London
Marathon ist das riesige Spendenaufkommen. Seit 1981 haben wir und unsere Läufer
1,6 Milliarden Euro - allein im vergangenen Jahr 100 Millionen Euro - für den
guten Zweck gesammelt. Als LME organisieren wir 24 verschiedene Events, mit
unseren Partnern sind es 84. Darunter sind neben Laufveranstaltungen auch
Triathlons und Schwimmwettbewerbe."
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln Foto: Mainova Frankfurt Marathon/ Andreas Arnold
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