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Amanal Petros startet beim Mainova Frankfurt Marathon
 
 
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26.05.2026  

 
 

 
Deutscher Rekordläufer debütiert auf der schnellen Strecke am Main / Petros will deutschen Rekord verteidigen und Europarekord angreifen / Duell mit den beiden deutschen Weltklasseläufern Samuel Fitwi und Richard Ringer / "Historischer Moment in der Geschichte des Laufklassikers"
 
Die 43. Ausgabe des Mainova Frankfurt Marathon könnte deutsche Straßenlauf-Geschichte schreiben. Mit Amanal Petros wird der amtierende Vizeweltmeister und deutsche Rekordhalter (2:04:03) beim Laufklassiker am 25. Oktober an den Start gehen. Petros wird auf der schnellen Frankfurter Strecke unter anderem auf Samuel Fitwi und Richard Ringer, aktuell die Nummer 2 und 3 hierzulande, treffen.
 
Damit laufen die drei deutschen Weltklasse-Marathonläufer erstmals gemeinsam abseits der großen Meisterschaften bei einem Citymarathon. Eine Konstellation, bei der nicht nur die deutsche, sondern auch die internationale Laufwelt am letzten Oktobersonntag nach Frankfurt schauen wird.
 
Zu erwarten ist ein spektakuläres Rennen samt Jagd nach einem neuen deutschen Rekord. Amanal Petros geht sogar noch einen Schritt weiter. "Ein deutscher Rekord wäre schon großartig. Aber wenn wirklich alles zusammenpasst, würde ich gerne den Europarekord angreifen", so der 31-Jährige. Die kontinentale Bestzeit des Belgiers Bashir Abdi aus dem Jahr 2021 steht bei 2:03:36 Stunden.
 
Sie wirkt erreichbar für Petros, der die Saison 2026 mit einem Frankfurter Rekordlauf krönen möchte. Um den Europarekord zu verbessern, müsste Petros seine persönliche Bestzeit um 28 Sekunden steigern. Gelänge dies, würde er auch noch den 15 Jahre alten Frankfurter Streckenrekord von Wilson Kipsang knacken. Der Kenianer verfehlte einst in der Festhalle in 2:03:42 Stunden den damaligen Weltrekord nur um vier Sekunden.
 
Renndirektor Jo Schindler: "Wir sind froh und stolz, einen außergewöhnlichen Athleten wie Amanal Petros in Frankfurt zu haben. Dass die drei besten deutschen Marathonläufer am Main zusammen und gegeneinander antreten, ist eine absolute Wunschkonstellation, ja ein historischer Moment in der Veranstaltungsgeschichte. Der 25. Oktober könnte Signalwirkung für den deutschen Laufsport haben."
 
Amanal Petros: "Ich war bereits vor drei Jahren in Frankfurt und habe mir den Marathon angeschaut. Das Rennen hat mir sehr gut gefallen. Ich freue mich, dass ich nun die Gelegenheit habe, hier an den Start zu gehen. Es passt in diesem Jahr sehr gut in meine Planung. Bei der EM im Sommer ist die Strecke schwierig, so dass es keine schnellen Zeiten geben wird. Der Mainova Frankfurt Marathon bietet mir dann die Chance, eine sehr gute Zeit zu laufen."
 
Zuletzt standen Petros, Fitwi und Ringer bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 gemeinsam an der Startlinie. Seitdem haben alle drei ihre Bestzeiten noch steigern können: Amanal Petros (Hannover 96) auf die deutsche Rekordmarke von 2:04:03 Stunden, Samuel Fitwi (Silvesterlauf Trier) lief im April in Hamburg 2:04:45 und Richard Ringer (LC Rehlingen) hat eine offizielle Bestzeit von 2:05:46, lief aber in Boston auf der nicht Rekord-konformen Strecke im Frühjahr 2:04:47.
 
"Richard, Samuel und ich werden uns im Rennen sicherlich gegenseitig unterstützen. Es geht nicht in erster Linie darum, den anderen zu schlagen - dazu verstehen wir uns viel zu gut. Wir wollen gemeinsam in Frankfurt eine besondere Leistung bieten", sagt der Vize-Weltmeister.
 
Amanal Petros, der in Eritrea geboren wurde und in Äthiopien aufwuchs, kam im Jugendalter als Flüchtling nach Deutschland. Erst hierzulande fand er zum Laufsport ? und konnte sein großes Talent entfalten. Gepaart mit enormem Willen und viel Disziplin stieg er auf bis an die deutsche Spitze im Langstreckenlauf.
 
Bereits viermal hat Petros eine nationale Bestzeit über die 42,195 Kilometer aufgestellt (2020, 2021, 2023 und 2025) - so oft wie kein anderer Marathonläufer in der deutschen Leichtathletik-Geschichte. Zudem ist er der erste und einzige deutsche Läufer, der die Rekorde über 10 km, im Halbmarathon sowie im Marathon brach und die Bestzeiten sogar zeitweilig parallel hielt.

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Autor und Copyright: Alex Westhoff für Laufen-in-Koeln
Foto: Mainova Frankfurt Marathon/ Andreas Arnold

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