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Amanal Petros startet beim Mainova Frankfurt Marathon |
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Deutscher Rekordläufer debütiert auf der schnellen Strecke am Main / Petros
will deutschen Rekord verteidigen und Europarekord angreifen / Duell mit den
beiden deutschen Weltklasseläufern Samuel Fitwi und Richard Ringer /
"Historischer Moment in der Geschichte des Laufklassikers"
Die 43. Ausgabe des Mainova
Frankfurt Marathon könnte deutsche Straßenlauf-Geschichte schreiben. Mit Amanal
Petros wird der amtierende Vizeweltmeister und deutsche Rekordhalter (2:04:03)
beim Laufklassiker am 25. Oktober an den Start gehen. Petros wird auf der
schnellen Frankfurter Strecke unter anderem auf Samuel Fitwi und Richard Ringer,
aktuell die Nummer 2 und 3 hierzulande, treffen.
Damit laufen die drei deutschen
Weltklasse-Marathonläufer erstmals gemeinsam abseits der großen Meisterschaften
bei einem Citymarathon. Eine Konstellation, bei der nicht nur die deutsche,
sondern auch die internationale Laufwelt am letzten Oktobersonntag nach
Frankfurt schauen wird.
Zu erwarten ist ein
spektakuläres Rennen samt Jagd nach einem neuen deutschen Rekord. Amanal Petros
geht sogar noch einen Schritt weiter. "Ein deutscher Rekord wäre schon
großartig. Aber wenn wirklich alles zusammenpasst, würde ich gerne den
Europarekord angreifen", so der 31-Jährige. Die kontinentale Bestzeit des
Belgiers Bashir Abdi aus dem Jahr 2021 steht bei 2:03:36 Stunden.
Sie wirkt erreichbar für Petros,
der die Saison 2026 mit einem Frankfurter Rekordlauf krönen möchte. Um den
Europarekord zu verbessern, müsste Petros seine persönliche Bestzeit um 28
Sekunden steigern. Gelänge dies, würde er auch noch den 15 Jahre alten
Frankfurter Streckenrekord von Wilson Kipsang knacken. Der Kenianer verfehlte
einst in der Festhalle in 2:03:42 Stunden den damaligen Weltrekord nur um vier
Sekunden.
Renndirektor Jo Schindler: "Wir
sind froh und stolz, einen außergewöhnlichen Athleten wie Amanal Petros in
Frankfurt zu haben. Dass die drei besten deutschen Marathonläufer am Main
zusammen und gegeneinander antreten, ist eine absolute Wunschkonstellation, ja
ein historischer Moment in der Veranstaltungsgeschichte. Der 25. Oktober könnte
Signalwirkung für den deutschen Laufsport haben."
Amanal Petros: "Ich war bereits
vor drei Jahren in Frankfurt und habe mir den Marathon angeschaut. Das Rennen
hat mir sehr gut gefallen. Ich freue mich, dass ich nun die Gelegenheit habe,
hier an den Start zu gehen. Es passt in diesem Jahr sehr gut in meine Planung.
Bei der EM im Sommer ist die Strecke schwierig, so dass es keine schnellen
Zeiten geben wird. Der Mainova Frankfurt Marathon bietet mir dann die Chance,
eine sehr gute Zeit zu laufen."
Zuletzt standen Petros, Fitwi
und Ringer bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 gemeinsam an der
Startlinie. Seitdem haben alle drei ihre Bestzeiten noch steigern können: Amanal
Petros (Hannover 96) auf die deutsche Rekordmarke von 2:04:03 Stunden, Samuel
Fitwi (Silvesterlauf Trier) lief im April in Hamburg 2:04:45 und Richard Ringer
(LC Rehlingen) hat eine offizielle Bestzeit von 2:05:46, lief aber in Boston auf
der nicht Rekord-konformen Strecke im Frühjahr 2:04:47.
"Richard, Samuel und ich werden
uns im Rennen sicherlich gegenseitig unterstützen. Es geht nicht in erster Linie
darum, den anderen zu schlagen - dazu verstehen wir uns viel zu gut. Wir wollen
gemeinsam in Frankfurt eine besondere Leistung bieten", sagt der
Vize-Weltmeister.
Amanal Petros, der in Eritrea
geboren wurde und in Äthiopien aufwuchs, kam im Jugendalter als Flüchtling nach
Deutschland. Erst hierzulande fand er zum Laufsport ? und konnte sein großes
Talent entfalten. Gepaart mit enormem Willen und viel Disziplin stieg er auf bis
an die deutsche Spitze im Langstreckenlauf.
Bereits viermal hat Petros eine
nationale Bestzeit über die 42,195 Kilometer aufgestellt (2020, 2021, 2023 und
2025) - so oft wie kein anderer Marathonläufer in der deutschen
Leichtathletik-Geschichte. Zudem ist er der erste und einzige deutsche Läufer,
der die Rekorde über 10 km, im Halbmarathon sowie im Marathon brach und die
Bestzeiten sogar zeitweilig parallel hielt.
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Autor und Copyright: Alex Westhoff für Laufen-in-Koeln
Foto: Mainova Frankfurt Marathon/ Andreas Arnold
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