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Stadionlauf Köln abgesagt: Wenn einem Familienfest die wirtschaftliche Basis fehlt |
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Stadionlauf Köln abgesagt: Wenn einem Familienfest die wirtschaftliche Basis
fehlt
Der Stadionlauf Köln wird
abgesagt. Nach 16 Jahren endet damit vorerst eine Veranstaltung, die weit mehr
war als ein gewöhnlicher Volkslauf rund um das RheinEnergieStadion. Der Rückzug
des Titelpartners Erzbistum Köln hat eine Lücke gerissen, die trotz intensiver
Bemühungen nicht geschlossen werden konnte.
In den vergangenen Wochen
hatten die Organisatoren versucht, neue Partner für den Lauf zu gewinnen. Andere
Unterstützer wären dem Stadionlauf zwar weiterhin verbunden geblieben, doch für
die Finanzierung des großen Familienfestes reichte es am Ende nicht. Gerade
dieses Fest war jedoch ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung. Der
Stadionlauf lebte nicht nur von Startnummern, Zeiten und Platzierungen, sondern
von der Atmosphäre auf den Stadionvorwiesen, von Kindern, Familien, Vereinen,
Helfern und Zuschauern.
Ein Volkslauf dieser
Größenordnung braucht Herzblut und Ehrenamt, aber eben auch eine stabile
wirtschaftliche Grundlage. Streckensicherung, Zeitmessung, Infrastruktur,
Genehmigungen, Sanitätsdienst, Verpflegung und Rahmenprogramm lassen sich unter
den aktuellen Bedingungen ohne starken Partner nicht mehr darstellen.
Besonders bitter ist die
Absage, weil der Stadionlauf über viele Jahre ein niedrigschwelliges Sportfest
für die ganze Familie war. Vom Bambinilauf über Schüler- und Familienangebote
bis zu den längeren Distanzen bot die Veranstaltung vielen Menschen einen Zugang
zum Laufsport. Für manche Kinder war es vielleicht der erste Zieleinlauf, für
viele Familien ein fester Termin im Sommer.
Die Organisatoren bedanken sich
ausdrücklich bei allen bisherigen Partnern, Unterstützern, ehrenamtlichen
Helfern und bei den Teilnehmern der vergangenen 16 Jahre. Sie alle haben den
Stadionlauf zu dem gemacht, was er war: ein Fest für die ganze Familie.
Für die Kölner Laufszene bleibt
damit eine spürbare Lücke. Denn der Stadionlauf war mehr als ein Eintrag im
Veranstaltungskalender. Er war ein Ort der Begegnung, der Bewegung und der
Gemeinschaft. Und genau deshalb tut diese Absage weh.
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
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