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Bärenkopplauf 2026: Wo elf Kilometer zur echten Trailprüfung werden |
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Schmale Waldpfade, steile Anstiege und ein aussichtsreiches Finale auf dem
Klosterberg: Am 7. August 2026 lädt der VfL Waldbreitbach zum sechsten
Bärenkopplauf ein. Schon am Nachmittag gehört die Bühne mehr als 170 jungen
Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bärchenlaufs.
Elf Kilometer klingen zunächst
überschaubar. Eine Distanz, die viele regelmäßig im Training zurücklegen. Beim
Bärenkopplauf genügt der Blick auf die Streckendaten jedoch, um zu erkennen,
dass an diesem Freitagabend deutlich mehr verlangt wird als bei einem
gewöhnlichen Straßenlauf: 360 Höhenmeter im Aufstieg, 260 Höhenmeter bergab,
schmale Waldpfade, steile Passagen und ein Ziel hoch über Waldbreitbach.
Am Freitag, 7. August 2026,
wird die "WällerTour Bärenkopp" erneut zur
Laufstrecke. Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet der Veranstalter
beim sechsten Bärenkopplauf im Ziel auf dem Klosterberg. Der Hauptlauf beginnt
um 18 Uhr am Schul- und Sportzentrum Waldbreitbach
Kontrollierter Start statt Gedränge auf den Trails
Weil die ersten Kilometer
schnell auf schmale Wege führen, werden die Läuferinnen und Läufer nicht
gemeinsam auf die Strecke geschickt. Der Start erfolgt in leistungsabhängig
eingeteilten Blöcken. Jeweils 20 Personen beginnen pro Minute.
Das soll verhindern, dass sich
das Feld bereits auf den ersten engen Passagen staut. Gleichzeitig sorgt die
Einteilung dafür, dass Läuferinnen und Läufer mit einem ähnlichen
Leistungsniveau gemeinsam unterwegs sind. Für die Teilnehmenden bedeutet das:
Vom ersten Meter an lässt sich der eigene Rhythmus finden, ohne dass auf den
schmalen Wegen unnötige Überholmanöver erzwungen werden.
Die eigentliche Herausforderung
wartet ohnehin wenig später.
Die erste Hälfte verlangt Kraft und Konzentration
Der Bärenkopplauf führt über
rund elf Kilometer durch den Naturpark Rhein-Westerwald. Die erste
Streckenhälfte verläuft überwiegend im Wald. Dort wechseln sich Anstiege und
Gefällestrecken ständig ab. Gelaufen wird auf schmalen Pfaden, die teilweise
sehr steil und ausgesetzt sind.
Ein gleichmäßiges Straßentempo
lässt sich hier kaum halten. Wer schnell sein will, muss die Strecke lesen
können, kurze Schritte an steilen Anstiegen wählen und beim Bergablaufen
aufmerksam bleiben. Wurzeln, Unebenheiten und enge Kurven fordern nicht nur
Kondition, sondern auch Trittsicherheit und Konzentration.
Die zugrunde liegende
WällerTour wird vom Deutschen Wanderverband als schwer eingestuft. Der
ausgeschilderte Wanderweg ist 11,8 Kilometer lang und besteht zu rund 70 Prozent
aus naturnahen Wegen. Zu seinen markanten Punkten gehören der tief
eingeschnittene Hochscheider Bach und der Bärenkopp mit Gipfelkreuz auf 304
Metern Höhe.
Nach den Trails öffnet sich die Landschaft
Nach dem technisch
anspruchsvollen ersten Teil verändert sich der Charakter des Rennens. Die zweite
Hälfte führt überwiegend bergab über Feld- und Wiesenwege. Anstelle dichter
Waldpassagen bestimmen nun offene Flächen und weite Ausblicke über das Wiedtal
das Bild.
Erholung verspricht dieser
Abschnitt trotzdem nur bedingt. Nach den vielen Anstiegen der ersten Kilometer
müssen die Beine auf den längeren Gefällestrecken weiterhin sauber arbeiten.
Gerade beim schnellen Bergablaufen steigt die muskuläre Belastung, weil die
Oberschenkel jeden Schritt abbremsen müssen.
Dafür werden die Teilnehmenden
mit einem Panorama belohnt, das den besonderen Reiz der Strecke ausmacht. Von
den Höhen zwischen Wied- und Fockenbachtal reicht der Blick über die
Westerwaldlandschaft. Auch die Türme des Klosters St. Marienhaus gehören zur
Kulisse. Das Ziel befindet sich schließlich auf dem Klosterberg.
Fabian Jenne bleibt der Mann, den es zu schlagen gilt
Sportlich führt auch 2026 kaum
ein Weg an Fabian Jenne vorbei. Der Läufer der SG Wenden hat sämtliche
bisherigen Austragungen des Bärenkopplaufs gewonnen und hält mit 42:09 Minuten
zugleich den Streckenrekord.
Damit geht Jenne erneut als
Favorit ins Rennen. Seine Bestzeit entspricht auf flacher Straße einem Tempo von
knapp unter vier Minuten pro Kilometer. Auf einer Strecke mit 360 Höhenmetern
und technisch anspruchsvollen Trailpassagen erhält diese Leistung noch einmal
ein anderes Gewicht.
Ob ihm ein weiterer Sieg
gelingt oder ein Konkurrent die Serie beendet, dürfte eine der spannendsten
Fragen des Abends werden.
Bei den Frauen steht mit
Kathrin von Eichel vom Meddy's Lauf- und Walking-Treff Koblenz eine frühere
Siegerin weit oben auf der Meldeliste. Sie gewann bereits die Premiere im Jahr
2021 und bringt reichlich Erfahrung auf profilierten Strecken mit. Der
Frauenrekord liegt bei 51:16 Minuten. Nach Einschätzung des Veranstalters dürfte
diese Marke bei der diesjährigen Austragung allerdings kaum in Gefahr geraten.
Forstamt erinnert an die besonderen Gefahren im Wald
Zur sportlichen Herausforderung
kommt ein Hinweis, den die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ernst nehmen sollten.
Nach Angaben des Forstamtes können auf der Strecke herabfallende Äste oder
umstürzende Bäume nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Vor allem nach Stürmen,
längeren Trockenperioden, Schädlingsbefall oder während regenreicher Phasen
können sich sogenannte waldtypische Gefahren kurzfristig verschärfen. Wer auf
den Trails unterwegs ist, sollte deshalb nicht nur auf den Boden, sondern auch
auf das Umfeld achten und den Anweisungen der Streckenposten folgen.
Mehr als 170 Kinder sorgen schon am Nachmittag für Betrieb
Bevor die Erwachsenen ihre elf
Kilometer in Angriff nehmen, gehört der Klosterberg dem Laufnachwuchs. Der
dritte Bärchenlauf beginnt um 16 Uhr und umfasst vier Kinderläufe für die
Altersklassen U6, U8, U10 und U12.
Die Resonanz übertrifft bereits
vor dem Meldeschluss die Erwartungen. Mehr als 170 Kinder sind angemeldet. Damit
könnte das Nachwuchsprogramm zu einem der emotionalen Höhepunkte des
Veranstaltungstages werden.
Dabei geht es nicht
ausschließlich um Platzierungen und Laufzeiten. Die Einrichtung oder Gruppe, die
am Ende die meisten Kinder erfolgreich ins Ziel bringt, gewinnt eine Zaubershow.
Entscheidend ist somit nicht allein die Zahl der Meldungen, sondern wie viele
Kinder tatsächlich starten und den Lauf beenden.
Die besten Chancen auf den
Sonderpreis haben nach dem aktuellen Stand die Kita Mutter-Rosa, der TuS
Dierdorf und die Grundschule Waldbreitbach. Das Rennen um die Zaubershow dürfte
deshalb fast ebenso aufmerksam verfolgt werden wie der Kampf um den Sieg beim
Hauptlauf.
Keine spontane Anmeldung am Veranstaltungstag
Wer beim Bärenkopplauf oder
einem der Kinderläufe dabei sein möchte, sollte die Fristen beachten. Reguläre
Meldungen sind bis Montag, 3. August 2026, möglich, sofern die festgelegten
Teilnehmergrenzen nicht vorher erreicht werden.
Nachmeldungen werden gegen
einen Aufpreis noch bis Donnerstag, 6. August, angenommen. Sowohl die reguläre
Anmeldung als auch die Nachmeldung sind ausschließlich online möglich. Am
Veranstaltungstag selbst kann niemand mehr nachgemeldet werden.
Teilnehmerlisten, weitere Informationen und die Onlineanmeldung sind über die
offizielle Veranstaltungsseite erreichbar.
Ein kurzer Lauf, der lange in Erinnerung bleiben kann
Der Bärenkopplauf zeigt, dass
ein anspruchsvolles Lauferlebnis keine Marathondistanz benötigt. Elf Kilometer
reichen vollkommen aus, wenn eine Strecke ständig ihren Charakter verändert.
Zunächst verlangen enge
Waldpfade volle Aufmerksamkeit. Danach öffnen sich die Höhen des Westerwaldes
und geben den Blick über das Wiedtal frei. Zum Abschluss wartet der Klosterberg
mit einer Atmosphäre, die durch rund 300 erwachsene Finisher und mehr als 170
laufende Kinder geprägt sein dürfte.
Es ist diese Verbindung aus
sportlicher Herausforderung, Naturerlebnis und familiärem Rahmen, die den
Bärenkopplauf auszeichnet. Wer am 7. August 2026 an der Startlinie steht, sollte
die Distanz deshalb nicht unterschätzen. Vor allem aber darf man sich auf einen
Lauf freuen, bei dem nicht nur die Zeit auf der Uhr zählt.
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln Fotos: Veranstalter / Laufen-in-Koeln
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