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Detlev Ackermann

 
   
 
   
 
   
 
 

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Bärenkopplauf 2026: Wo elf Kilometer zur echten Trailprüfung werden
 
 
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21.07.2026  

 
 

 
Schmale Waldpfade, steile Anstiege und ein aussichtsreiches Finale auf dem Klosterberg: Am 7. August 2026 lädt der VfL Waldbreitbach zum sechsten Bärenkopplauf ein. Schon am Nachmittag gehört die Bühne mehr als 170 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bärchenlaufs.
 
Elf Kilometer klingen zunächst überschaubar. Eine Distanz, die viele regelmäßig im Training zurücklegen. Beim Bärenkopplauf genügt der Blick auf die Streckendaten jedoch, um zu erkennen, dass an diesem Freitagabend deutlich mehr verlangt wird als bei einem gewöhnlichen Straßenlauf: 360 Höhenmeter im Aufstieg, 260 Höhenmeter bergab, schmale Waldpfade, steile Passagen und ein Ziel hoch über Waldbreitbach.
 
Am Freitag, 7. August 2026, wird die "WällerTour Bärenkopp" erneut zur Laufstrecke. Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet der Veranstalter beim sechsten Bärenkopplauf im Ziel auf dem Klosterberg. Der Hauptlauf beginnt um 18 Uhr am Schul- und Sportzentrum Waldbreitbach

Kontrollierter Start statt Gedränge auf den Trails
 
Weil die ersten Kilometer schnell auf schmale Wege führen, werden die Läuferinnen und Läufer nicht gemeinsam auf die Strecke geschickt. Der Start erfolgt in leistungsabhängig eingeteilten Blöcken. Jeweils 20 Personen beginnen pro Minute.
 
Das soll verhindern, dass sich das Feld bereits auf den ersten engen Passagen staut. Gleichzeitig sorgt die Einteilung dafür, dass Läuferinnen und Läufer mit einem ähnlichen Leistungsniveau gemeinsam unterwegs sind. Für die Teilnehmenden bedeutet das: Vom ersten Meter an lässt sich der eigene Rhythmus finden, ohne dass auf den schmalen Wegen unnötige Überholmanöver erzwungen werden.
 
Die eigentliche Herausforderung wartet ohnehin wenig später.
 
Die erste Hälfte verlangt Kraft und Konzentration
 
Der Bärenkopplauf führt über rund elf Kilometer durch den Naturpark Rhein-Westerwald. Die erste Streckenhälfte verläuft überwiegend im Wald. Dort wechseln sich Anstiege und Gefällestrecken ständig ab. Gelaufen wird auf schmalen Pfaden, die teilweise sehr steil und ausgesetzt sind.
 
Ein gleichmäßiges Straßentempo lässt sich hier kaum halten. Wer schnell sein will, muss die Strecke lesen können, kurze Schritte an steilen Anstiegen wählen und beim Bergablaufen aufmerksam bleiben. Wurzeln, Unebenheiten und enge Kurven fordern nicht nur Kondition, sondern auch Trittsicherheit und Konzentration.
 
Die zugrunde liegende WällerTour wird vom Deutschen Wanderverband als schwer eingestuft. Der ausgeschilderte Wanderweg ist 11,8 Kilometer lang und besteht zu rund 70 Prozent aus naturnahen Wegen. Zu seinen markanten Punkten gehören der tief eingeschnittene Hochscheider Bach und der Bärenkopp mit Gipfelkreuz auf 304 Metern Höhe.

 

Nach den Trails öffnet sich die Landschaft

 
Nach dem technisch anspruchsvollen ersten Teil verändert sich der Charakter des Rennens. Die zweite Hälfte führt überwiegend bergab über Feld- und Wiesenwege. Anstelle dichter Waldpassagen bestimmen nun offene Flächen und weite Ausblicke über das Wiedtal das Bild.
 
Erholung verspricht dieser Abschnitt trotzdem nur bedingt. Nach den vielen Anstiegen der ersten Kilometer müssen die Beine auf den längeren Gefällestrecken weiterhin sauber arbeiten. Gerade beim schnellen Bergablaufen steigt die muskuläre Belastung, weil die Oberschenkel jeden Schritt abbremsen müssen.
 
Dafür werden die Teilnehmenden mit einem Panorama belohnt, das den besonderen Reiz der Strecke ausmacht. Von den Höhen zwischen Wied- und Fockenbachtal reicht der Blick über die Westerwaldlandschaft. Auch die Türme des Klosters St. Marienhaus gehören zur Kulisse. Das Ziel befindet sich schließlich auf dem Klosterberg.
 
Fabian Jenne bleibt der Mann, den es zu schlagen gilt
 
Sportlich führt auch 2026 kaum ein Weg an Fabian Jenne vorbei. Der Läufer der SG Wenden hat sämtliche bisherigen Austragungen des Bärenkopplaufs gewonnen und hält mit 42:09 Minuten zugleich den Streckenrekord.
 
Damit geht Jenne erneut als Favorit ins Rennen. Seine Bestzeit entspricht auf flacher Straße einem Tempo von knapp unter vier Minuten pro Kilometer. Auf einer Strecke mit 360 Höhenmetern und technisch anspruchsvollen Trailpassagen erhält diese Leistung noch einmal ein anderes Gewicht.
 
Ob ihm ein weiterer Sieg gelingt oder ein Konkurrent die Serie beendet, dürfte eine der spannendsten Fragen des Abends werden.
 
Bei den Frauen steht mit Kathrin von Eichel vom Meddy's Lauf- und Walking-Treff Koblenz eine frühere Siegerin weit oben auf der Meldeliste. Sie gewann bereits die Premiere im Jahr 2021 und bringt reichlich Erfahrung auf profilierten Strecken mit. Der Frauenrekord liegt bei 51:16 Minuten. Nach Einschätzung des Veranstalters dürfte diese Marke bei der diesjährigen Austragung allerdings kaum in Gefahr geraten.
 
Forstamt erinnert an die besonderen Gefahren im Wald
 
Zur sportlichen Herausforderung kommt ein Hinweis, den die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ernst nehmen sollten. Nach Angaben des Forstamtes können auf der Strecke herabfallende Äste oder umstürzende Bäume nicht vollständig ausgeschlossen werden.
 
Vor allem nach Stürmen, längeren Trockenperioden, Schädlingsbefall oder während regenreicher Phasen können sich sogenannte waldtypische Gefahren kurzfristig verschärfen. Wer auf den Trails unterwegs ist, sollte deshalb nicht nur auf den Boden, sondern auch auf das Umfeld achten und den Anweisungen der Streckenposten folgen.
 
 
Mehr als 170 Kinder sorgen schon am Nachmittag für Betrieb

 
Bevor die Erwachsenen ihre elf Kilometer in Angriff nehmen, gehört der Klosterberg dem Laufnachwuchs. Der dritte Bärchenlauf beginnt um 16 Uhr und umfasst vier Kinderläufe für die Altersklassen U6, U8, U10 und U12.
 
Die Resonanz übertrifft bereits vor dem Meldeschluss die Erwartungen. Mehr als 170 Kinder sind angemeldet. Damit könnte das Nachwuchsprogramm zu einem der emotionalen Höhepunkte des Veranstaltungstages werden.
 
Dabei geht es nicht ausschließlich um Platzierungen und Laufzeiten. Die Einrichtung oder Gruppe, die am Ende die meisten Kinder erfolgreich ins Ziel bringt, gewinnt eine Zaubershow. Entscheidend ist somit nicht allein die Zahl der Meldungen, sondern wie viele Kinder tatsächlich starten und den Lauf beenden.
 
Die besten Chancen auf den Sonderpreis haben nach dem aktuellen Stand die Kita Mutter-Rosa, der TuS Dierdorf und die Grundschule Waldbreitbach. Das Rennen um die Zaubershow dürfte deshalb fast ebenso aufmerksam verfolgt werden wie der Kampf um den Sieg beim Hauptlauf.
 
Keine spontane Anmeldung am Veranstaltungstag
 
Wer beim Bärenkopplauf oder einem der Kinderläufe dabei sein möchte, sollte die Fristen beachten. Reguläre Meldungen sind bis Montag, 3. August 2026, möglich, sofern die festgelegten Teilnehmergrenzen nicht vorher erreicht werden.
 
Nachmeldungen werden gegen einen Aufpreis noch bis Donnerstag, 6. August, angenommen. Sowohl die reguläre Anmeldung als auch die Nachmeldung sind ausschließlich online möglich. Am Veranstaltungstag selbst kann niemand mehr nachgemeldet werden. Teilnehmerlisten, weitere Informationen und die Onlineanmeldung sind über die offizielle Veranstaltungsseite erreichbar.
 
Ein kurzer Lauf, der lange in Erinnerung bleiben kann
 
Der Bärenkopplauf zeigt, dass ein anspruchsvolles Lauferlebnis keine Marathondistanz benötigt. Elf Kilometer reichen vollkommen aus, wenn eine Strecke ständig ihren Charakter verändert.
 
Zunächst verlangen enge Waldpfade volle Aufmerksamkeit. Danach öffnen sich die Höhen des Westerwaldes und geben den Blick über das Wiedtal frei. Zum Abschluss wartet der Klosterberg mit einer Atmosphäre, die durch rund 300 erwachsene Finisher und mehr als 170 laufende Kinder geprägt sein dürfte.
 
Es ist diese Verbindung aus sportlicher Herausforderung, Naturerlebnis und familiärem Rahmen, die den Bärenkopplauf auszeichnet. Wer am 7. August 2026 an der Startlinie steht, sollte die Distanz deshalb nicht unterschätzen. Vor allem aber darf man sich auf einen Lauf freuen, bei dem nicht nur die Zeit auf der Uhr zählt.
 
 
    www.baerenkopplauf.de


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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Fotos: Veranstalter / Laufen-in-Koeln

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