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Jede Stunde eine neue Runde – bis nur einer übrig ist
 
 
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14.08.2026  

 
 

 
6,706 Kilometer laufen. Rechtzeitig zurückkommen. Essen, trinken, vielleicht kurz hinsetzen. Zur nächsten vollen Stunde beginnt alles wieder von vorn. So lange, bis nur noch einer übrig ist. Unter dem Namen Backyard Ultra erlebt dieses ungewöhnliche Wettkampfprinzip seit einigen Jahren einen Boom. Erfunden wurde die heute standardisierte Variante in den USA. Die Idee dahinter ist allerdings keineswegs so neu, wie es zunächst scheint. Selbst in Deutschland wurde nach einem ganz ähnlichen Prinzip schon vor mehr als 20 Jahren gelaufen.
 
Kurz vor der vollen Stunde stehen die Läufer auf.
 
Manche überprüfen ihre Schuhe. Andere greifen noch einmal zur Trinkflasche. Wer schon eine Nacht hinter sich hat, versucht vielleicht, die letzten Minuten mit geschlossenen Augen zu verbringen. Wer zwei Nächte unterwegs ist, hat womöglich gerade für acht oder zehn Minuten geschlafen.
 
Dann zählt die Uhr herunter.
 
Noch eine Minute.
 
Noch zehn Sekunden.
 
Start.
 
Alle, die noch im Rennen sind, machen sich erneut auf den Weg. 6,706 Kilometer liegen vor ihnen. Nicht mehr. Aber eben auch nicht zum letzten Mal.
 
Eine Stunde später geschieht genau dasselbe.
 
Und irgendwann steht einer nicht mehr auf.
 
Willkommen in einer Laufwelt, in der die Ziellinie nicht feststeht.
 
Last One Standing: Wenn das Ausscheiden zum Rennprinzip wird
 
„Last Man Standing“ oder inzwischen häufiger „Last One Standing“ beschreibt zunächst weniger eine bestimmte Laufdisziplin als eine Idee: Das Rennen wird so lange fortgesetzt, bis sich das Teilnehmerfeld immer weiter reduziert hat.
 
Der Backyard Ultra ist die derzeit bekannteste Form dieses Prinzips. Seine Regeln sind bemerkenswert klar. Eine Runde misst 6,706 Kilometer. Jede Stunde beginnt eine neue Runde. Die Gesamtdauer ist vorher nicht begrenzt. Genau diese drei Kriterien verwendet auch die Deutsche Ultramarathon-Vereinigung, wenn sie Leistungen als Backyard Ultra einordnet. Ähnliche Rennen mit anderer Streckenlänge, einem anderen Zeitintervall oder einer vorher festgelegten Dauer gelten in der DUV-Systematik als Ausscheidungsrennen.
 
Deshalb ist nicht jeder „Last One Standing“-Lauf automatisch ein Backyard Ultra.
 
Umgekehrt steckt in jedem klassischen Backyard genau dieses Prinzip: Einer nach dem anderen scheidet aus, bis schließlich nur noch ein Läufer eine weitere Runde vollständig schafft.
 
Warum ausgerechnet 6,706 Kilometer?
 
Die seltsam präzise Streckenlänge ergibt Sinn, sobald man in Meilen rechnet.
 
4,1667 Meilen entsprechen einem Vierundzwanzigstel von 100 Meilen. Wer also 24 Backyard-Runden absolviert, hat nach 24 Stunden ziemlich genau 100 Meilen beziehungsweise rund 160,9 Kilometer zurückgelegt.
 
Nach 48 Stunden stehen bereits knapp 322 Kilometer auf der Uhr.
 
Nach 72 Stunden sind es fast 483 Kilometer.
 
100 Runden ergeben 670,6 Kilometer.
 
Der entscheidende Unterschied zu fast allen klassischen Laufwettbewerben besteht jedoch darin, dass keine dieser Marken ein Ziel darstellt.
 
Beim Marathon weiß jeder, dass nach 42,195 Kilometern Schluss ist. Beim 100-Kilometer-Lauf ist das Ende ebenfalls bekannt. Selbst ein 24-Stunden-Läufer weiß beim Start ziemlich genau, wann er aufhören darf.
 
Beim Backyard hängt die eigene Renndauer davon ab, wie lange ein anderer noch weitermacht.
 
Der moderne Backyard stammt aus Tennessee
 
Die heute weltweit verbreitete Variante geht auf Gary Cantrell zurück, besser bekannt unter seinem Spitznamen Lazarus Lake. Der Amerikaner ist in der Ultralaufszene vor allem als Erfinder der Barkley Marathons bekannt.
 
2011 veranstaltete Cantrell in Bell Buckle im US-Bundesstaat Tennessee erstmals Big's Backyard Ultra. Die Teilnehmer mussten zu jeder Stunde eine 4,167 Meilen lange Runde beginnen. Wer sie nicht innerhalb der Stunde beendete oder nicht rechtzeitig zum nächsten Start erschien, schied aus. Einen vorher festgelegten Zielschluss gab es nicht.
 
Aus dieser zunächst ziemlich eigenwilligen amerikanischen Veranstaltung entwickelte sich ein Format, das heute rund um die Welt ausgetragen wird.
 
Der Eindruck, hier sei in den vergangenen Jahren eine völlig neue Idee aus den USA nach Europa geschwappt, greift allerdings zu kurz.
 
Neu ist vor allem die Standardisierung.
 
Denn die Grundidee, Läufer zu festen Zeiten immer wieder auf eine Runde zu schicken und diejenigen auszusortieren, die das Zeitlimit nicht mehr schaffen, gab es anderswo schon vorher.
 
Sogar vor den Toren Kölns.
 
Als Bergisch Gladbach schon sein eigenes Last Man Standing hatte
 
Vor mehr als 20 Jahren wurde in Bergisch Gladbach der sogenannte Sänftenträgerlauf ausgetragen.
 
Die Regeln klingen aus heutiger Sicht verblüffend vertraut.
 
Die Teilnehmer mussten eine zehn Kilometer lange Runde innerhalb einer Stunde absolvieren. Gestartet wurde immer wieder zur vollen Stunde. Wer seine zehn Kilometer nicht rechtzeitig beendete, konnte beim nächsten Start nicht mehr antreten und war aus dem Rennen.
 
Zehn Kilometer in einer Stunde erscheinen zunächst überschaubar. Doch auch hier lag die Schwierigkeit in der Wiederholung.
 
Wer beispielsweise 45 Minuten benötigte, hatte eine Viertelstunde Zeit, um zu trinken, etwas zu essen und sich auszuruhen. Wer 58 Minuten unterwegs war, hatte praktisch keine Pause. Punkt zur nächsten vollen Stunde musste die nächste Runde beginnen.
 
Damit besaß der Sänftenträgerlauf bereits einen zentralen Mechanismus, der heute die Faszination des Backyard ausmacht: Nicht eine besonders schnelle Einzelrunde entscheidet, sondern die Fähigkeit, dieselbe Aufgabe immer wieder rechtzeitig zu bewältigen.
 
Ganz identisch waren die Formate allerdings nicht.
 
Beim Bergisch Gladbacher Rennen wartete nach mehreren Zehn-Kilometer-Runden noch eine besondere Schlussprüfung. Nach vier vollständig absolvierten Runden hatten die verbliebenen Teilnehmer 40 Kilometer zurückgelegt. Anschließend folgte ein 2,195 Kilometer langes finales Rennen, mit dem die Marathondistanz von 42,195 Kilometern komplettiert wurde.
 
Und plötzlich änderten sich die Regeln.
 
Bis dahin hatte es genügt, rechtzeitig zurückzukommen. Nun ging es um Geschwindigkeit.
 
Wer auf diesen letzten 2,195 Kilometern zuerst die Ziellinie erreichte, war der Sieger des Tages.
 
Das war kein Backyard Ultra im heutigen Sinne. Aber es war ein bemerkenswert früher Verwandter: fester Stundenrhythmus, wiederkehrende Runde, Ausscheiden bei Zeitüberschreitung und am Ende ein immer kleiner werdendes Teilnehmerfeld.
 
Was heute als amerikanischer Trend wahrgenommen wird, hatte also zumindest in seiner Grundidee schon lange vorher regionale Vorläufer.
 
Oelde dreht die Idee auf den Kopf
 
Dass „Last One Standing“ keineswegs zwangsläufig bedeutet, mehrere Tage lang im langsamen Tempo durch die Nacht zu laufen, zeigt der Oelder Citylauf.
 
Dort feierte 2025 ein Ausscheidungsrennen unter genau diesem Namen Premiere. 2026 wurde „Last One Standing“ erneut in das Programm aufgenommen. Der Veranstalter beschreibt das Format ausdrücklich als an den Modus des Bahnradsports angelehnt: In regelmäßigen Abständen wird die jeweils letzte Läuferin beziehungsweise der letzte Läufer aus dem Rennen genommen. Das Feld schrumpft so lange, bis nur noch die Schnellsten um den Sieg kämpfen. Die maximale Distanz beträgt acht Kilometer.
 
Damit besitzt Oelde sportlich fast die entgegengesetzte Charakteristik eines Backyard Ultra.
 
Beim Backyard lautet die Aufgabe: Laufe langsam genug, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen, aber schnell genug, um ausreichend Pause zu bekommen.
 
In Oelde lautet sie: Sei auf keinen Fall der Letzte.
 
Dort wird aus dem Überlebenskampf über Stunden oder Tage ein unmittelbar sichtbares Ausscheidungsrennen mitten in der Innenstadt.
 
Die gemeinsame Idee bleibt trotzdem erkennbar.
 
Das Feld wird kleiner.
 
Runde für Runde verschwindet jemand.
 
Und jeder weiß, dass es irgendwann nur noch sehr wenige sein werden.
 
Warum langsamer beim Backyard nicht automatisch besser ist
 
Zurück zum Backyard. Rein rechnerisch reicht für 6,706 Kilometer in einer Stunde ein Kilometerschnitt von knapp neun Minuten.
 
Für viele trainierte Läufer klingt das eher nach sehr lockerem Joggen als nach Extremsport.
 
Doch diese Betrachtung unterschlägt die Pause.
 
Wer beispielsweise bereits nach 40 Minuten zurückkommt, besitzt 20 Minuten Zeit für Essen, Getränke, Toilettengang, Fußpflege und Erholung. Dafür musste er während der Runde entsprechend schneller laufen und hat möglicherweise unnötig Energie verbraucht.
 
Wer dagegen 55 Minuten benötigt, bewegt sich ökonomischer, bekommt aber kaum noch Ruhe.
 
So entsteht ein Pacingproblem, das es bei normalen Straßenläufen in dieser Form nicht gibt.
 
Die schnellste Runde interessiert niemanden.
 
Entscheidend ist, welches Tempo sich noch nach 20, 40 oder 70 Stunden wiederholen lässt.
 
Dieselbe Runde fühlt sich irgendwann völlig anders an
 
Mittlerweile beschäftigen sich auch Sportwissenschaftler mit dem Backyard-Phänomen.
 
Eine 2024 im European Journal of Sport Science veröffentlichte Untersuchung begleitete zwölf männliche Backyard-Läufer. Im Durchschnitt absolvierten sie 34 Runden und damit knapp 228 Kilometer. Die Forscher untersuchten während des Rennens unter anderem Laufgeschwindigkeit, physiologische Parameter, subjektive Belastung und kognitive Leistungsfähigkeit. Die Laufgeschwindigkeit nahm im Rennverlauf ab, während die wahrgenommene Anstrengung anstieg.
 
Das ist eine der Eigenheiten dieses Formats.
 
Die Strecke verändert sich nicht.
 
Die Distanz verändert sich nicht.
 
Das Zeitlimit verändert sich ebenfalls nicht.
 
Trotzdem sind 6,706 Kilometer nach zwei Tagen eine vollkommen andere Aufgabe als am ersten Nachmittag.
 
Irgendwann wird Schlaf zum entscheidenden Gegner
 
Nach der ersten Nacht erweitert sich das Problem.
 
Nun geht es nicht mehr nur um Muskeln, Energiereserven, Füße oder Verdauung. Der Körper verlangt nach Schlaf.
 
Forscher der University of Portsmouth untersuchten beim Suffolk Back Yard Ultra die Folgen der Kombination aus extremer Ausdauerbelastung und Schlafentzug. Nach dem Rennen waren unter anderem Reaktionszeit und bestimmte exekutive Funktionen beeinträchtigt. Aufgrund der kleinen Stichprobe müssen die Ergebnisse vorsichtig interpretiert werden, sie zeigen aber, welche zusätzliche Belastung mehrtägige Rennen erzeugen.
 
Für Backyard-Läufer ist das unmittelbar relevant.
 
Sie müssen möglicherweise nach 50 oder 60 Stunden noch im Dunkeln laufen, den Untergrund wahrnehmen, ihren Körper einschätzen, essen und Entscheidungen treffen.
 
Gleichzeitig können die Minuten zwischen zwei Runden zu kostbaren Schlafgelegenheiten werden.
 
Ankommen.
 
Essen.
 
Hinlegen.
 
Zehn Minuten schlafen.
 
Wecker.
 
Aufstehen.
 
Nächste Runde.
 
Beim normalen Läufer klingt das grotesk. Beim Backyard kann es Wettkampftaktik sein.
 
119 Stunden und fast 800 Kilometer
 
Wie weit das inzwischen getrieben wird, zeigt die Weltspitze.
 
Der Australier Phil Gore absolvierte im Juni 2025 beim Dead Cow Gully Backyard Ultra in Queensland 119 Runden. Das entspricht 798,014 Kilometern und 119 Stunden. Sein „Assist“, also der Läufer, der ihn bis zur entscheidenden Runde im Rennen hielt, war der Neuseeländer Sam Harvey mit 118 Runden.
 
Der aktuelle Frauenbestwert liegt bei 95 Runden. Die Britin Sarah Perry erreichte diese Marke im Oktober 2025 beim individuellen Backyard-Weltchampionat in Tennessee. Das entspricht 637,07 Kilometern.
 
Auch ein deutscher Läufer hat inzwischen die magische 100 erreicht. Hendrik Boury absolvierte beim Big's Backyard Ultra 2025 genau 100 Runden und damit 670,6 Kilometer.
 
Solche Zahlen benötigen allerdings eine Einordnung. Die DUV weist bei ihren Backyard-Ranglisten ausdrücklich darauf hin, dass die Strecken nicht generell offiziell vermessen sind. Tatsächliche Rundenlänge, Höhenprofil und technische Schwierigkeit können sich von Veranstaltung zu Veranstaltung unterscheiden. Backyard-Leistungen sind deshalb nicht so exakt miteinander vergleichbar wie Zeiten auf offiziell vermessenen Straßenlaufstrecken.
 
Das ändert wenig an der Dimension dessen, was dort passiert.
 
119 Stunden bedeuten fast fünf Tage mit einem festen Termin zu jeder einzelnen Stunde.
 
Ein Vorsprung, der wieder verschwindet
 
Vielleicht ist die faszinierendste Backyard-Regel aber eine ganz andere.
 
Ein Vorsprung ist praktisch wertlos.
 
Läufer A benötigt für seine Runde 41 Minuten.
 
Läufer B kommt erst nach 57 Minuten zurück.
 
Bei einem normalen Rennen hätte A nun 16 Minuten Vorsprung.
 
Beim Backyard stehen beide wenige Minuten später wieder gemeinsam an derselben Startlinie.
 
Der Vorsprung beträgt null.
 
A hat lediglich 16 Minuten mehr Pause bekommen.
 
Das verändert auch das Verhältnis der Konkurrenten untereinander. Bei einem Marathon verliert man die anderen irgendwann aus den Augen. Beim Backyard begegnen sich die verbliebenen Teilnehmer nach jeder einzelnen Runde wieder.
 
Man sieht, wer müde wird.
 
Man merkt, wer Schwierigkeiten beim Aufstehen bekommt.
 
Man erkennt, wer plötzlich nichts mehr essen möchte.
 
Und ausgerechnet der stärkste Gegner wird irgendwann zum wichtigsten Menschen im Rennen.
 
Ohne Gegner kein Rekord
 
Denn der letzte verbliebene Läufer hat noch nicht automatisch gewonnen.
 
Nach dem klassischen Backyard-Prinzip muss er eine Runde mehr vollständig absolvieren als alle anderen. Scheidet der vorletzte Teilnehmer aus, muss der verbliebene Läufer noch einmal starten und diese Runde beenden. Schafft er das nicht, gibt es keinen Sieger.
 
Dafür hat sich in der Backyard-Szene ein eigener Begriff etabliert: „Assist“.
 
Der vorletzte Läufer ist nicht bloß Zweiter. Er hat dem Sieger überhaupt erst ermöglicht, seine letzte Runde zu laufen.
 
Das führt zu einer ungewöhnlichen Konstellation.
 
Man möchte, dass der Gegner aufgibt.
 
Aber bitte erst eine Stunde später.
 
Denn ohne ihn gibt es keine nächste Runde.
 
Keine 100 Stunden.
 
Keine 119.
 
Keinen neuen Rekord.
 
Eine alte Idee bekommt immer neue Formen
 
Das macht den Blick auf Bergisch Gladbach und Oelde so interessant.
 
Der Sänftenträgerlauf war kein Backyard Ultra. Das Oelder „Last One Standing“ ist ebenfalls keiner.
 
Und trotzdem gehören alle drei Formate zu derselben Familie von Rennideen.
 
In Bergisch Gladbach hieß es schon vor mehr als 20 Jahren: zehn Kilometer innerhalb einer Stunde, sonst ist das Rennen vorbei.
 
Beim modernen Backyard sind es exakt 6,706 Kilometer. Jede Stunde beginnt alles wieder bei null. Nur derjenige gewinnt, der am Ende noch eine zusätzliche Runde schafft.
 
In Oelde geschieht das Ausscheiden dagegen im Schnellverfahren. Wer in den entsprechenden Abschnitten hinten liegt, verschwindet aus dem Feld. Nach maximal acht Kilometern ist alles entschieden.
 
Das eine Format dauert Minuten, das andere Stunden und im Extremfall fast fünf Tage.
 
Trotzdem funktioniert die Dramaturgie nach einem verblüffend einfachen Prinzip:
 
Nicht die Ziellinie beendet das Rennen.
 
Die anderen tun es.
 
Vielleicht erklärt gerade das, warum diese Wettbewerbe derzeit so gut funktionieren. Bei einem normalen Rennen kennt der Zuschauer das Ende. Beim Marathon sind es 42,195 Kilometer, bei zehn Kilometern eben zehn.
 
Bei „Last One Standing“ lautet die interessantere Frage:
 
Wer steht beim nächsten Start noch da?
 
Beim Backyard ertönt irgendwann wieder das Signal. Vielleicht nach zwölf Stunden, vielleicht nach 70, vielleicht nach mehr als 100.
 
Die verbliebenen Läufer stehen an der Linie.
 
6,706 Kilometer warten.
 
Und für diese eine Stunde spielt es keine Rolle, wie weit sie bereits gelaufen sind.
 
Wer wieder losläuft, ist noch dabei.

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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln


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