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Fritz Schramma ist tot: Eng mit dem Kölner Sport verbunden |
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Fritz
Schramma gibt beim Bickendorfer Büdchenlauf den Startschuss |
Der frühere Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Mit dem Kölner Sport war er über Jahrzehnte verbunden: als Fußballfan, Vereinsmitglied, Förderer des Ehrenamts sowie als Schirmherr des Bickendorfer Büdchenlaufs und des Köln-Triathlons.
Fritz Schramma ist am Montag, 17. August 2026, an den Folgen einer schweren Krankheit gestorben. Von September 2000 bis Oktober 2009 stand er als Oberbürgermeister an der Spitze der Stadt. Der Sport gehörte während seiner Amtszeit und weit darüber hinaus zu den Bereichen, für die er sich regelmäßig einsetzte.
Wiederkehrender Startschuss beim Bickendorfer Büdchenlauf
Eine besonders persönliche Verbindung bestand zum Bickendorfer Büdchenlauf. Schramma, der in Ossendorf und Bickendorf aufgewachsen war, unterstützte den Veedelslauf seit dessen erster Auflage im Jahr 2007 als Schirmherr. Bei mehreren Veranstaltungen kam er selbst zum Start und schickte die Läuferinnen und Läufer mit dem Startschuss auf die Strecke.
So eröffnete er unter anderem 2011 die fünfte Auflage, 2012 erneut einen der Wettbewerbe und 2016 das Rennen zum zehnjährigen Bestehen. Auch beim 15. Bickendorfer Büdchenlauf im Jahr 2023 war Schramma dabei und gab den Startschuss für den Zehn-Kilometer-Lauf. Seine Unterstützung war damit keine einmalige Aufgabe aus seiner Zeit im Rathaus. Er blieb der Veranstaltung auch als ehemaliger Oberbürgermeister über viele Jahre treu.
Schirmherr des Köln-Triathlons
Schrammas Verbindung zum Ausdauersport reichte über den Straßenlauf hinaus. Als amtierender Oberbürgermeister übernahm er 2008 die Schirmherrschaft für den Köln-Triathlon/Cologne226. Bei dem Wettkampfwochenende am 6. und 7. September standen mehrere Distanzen bis hin zur Langdistanz auf dem Programm.
Mehr als 2.000 Anmeldungen lagen bereits mehrere Wochen vor der Veranstaltung vor. Mit seiner Schirmherrschaft gab Schramma damit auch einer damals stark wachsenden Kölner Ausdauerveranstaltung öffentlichen Rückhalt.
Fußballfan und Förderer zweier Kölner Vereine
Schramma war Anhänger des 1. FC Köln. In seine Amtszeit fiel der Neubau des Müngersdorfer Stadions zum heutigen RheinEnergieSTADION. Die Arena wurde im März 2004 eröffnet und war zwei Jahre später einer der Spielorte der Fußball-Weltmeisterschaft. Schramma bezeichnete den Stadionbau rückblickend als ein Großprojekt, auf das er besonders stolz gewesen sei, weil es im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen geblieben sei.
Noch konkreter war seine Funktion beim SC Fortuna Köln. Mit dem früheren Fortuna-Präsidenten Klaus Ulonska verband ihn nach Angaben des Vereins eine jahrzehntelange Freundschaft. Nach Ulonskas Tod übernahm Schramma 2015 den Vorsitz des neu gegründeten Wirtschaftsrates.
Zudem gehörte er Fortuna Köln als Mitglied an. Statt der ursprünglich für ihn vorgesehenen Mitgliedsnummer 5.000 entschied er sich für die Nummer 4711, als kölsches Bekenntnis zu seiner Heimatstadt.
Auszeichnung für das sportliche Ehrenamt
Der Deutsche Olympische Sportbund zeichnete Schramma im Dezember 2009 mit dem Preis „Pro Ehrenamt“ aus. Gewürdigt wurde sein Engagement für den Sport und für die ehrenamtlich Tätigen in Köln. In der Laudatio wurde darauf hingewiesen, dass Schramma selbst über viele Jahre ehrenamtlich als Übungsleiter und Vereinsvorstand gearbeitet hatte.
Zu den vom DOSB hervorgehobenen Initiativen gehörte die „Sport-Agenda Köln 2015“. Sie sollte Vereine und ihre Netzwerke stärken sowie zusätzliche Bewegungsräume in der Stadt entwickeln. Auch die Kommunalstelle zur Förderung und Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements wurde als Teil seiner Bilanz genannt.
Schrammas Bedeutung für den Kölner Sport lag vor allem in dieser verbindenden Rolle. Er unterstützte große Infrastrukturprojekte, übernahm Verantwortung in einem Traditionsverein und setzte sich für Ehrenamtliche ein. Beim Bickendorfer Büdchenlauf wurde diese Nähe im Kleinen sichtbar: Der frühere Oberbürgermeister übernahm nicht nur die Schirmherrschaft, sondern kam wiederholt selbst ins Veedel, um die Läufe zu starten.
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
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