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Detlev Ackermann

 
   
 
   
 
   
 
 

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Eschweiler Citylauf: Eric Nzambimana stürmt zum Titel und Streckenrekord
 
 
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24.08.2026  

 
 

 
Die Nordrhein-Meisterschaften über fünf Kilometer bildeten den sportlichen Schlusspunkt des 3. Eschweiler Citylaufs. 142 Läuferinnen und Läufer gingen auf die Strecke. Eric Nzambimana setzte sich früh ab und lief in 14:30 Minuten zu Gold und Streckenrekord. Bei den Frauen gewann Anna Maria Hiegemann ein deutlich engeres Rennen.
 
Es gibt Straßenläufe, bei denen sich das Feld nach dem Start irgendwo auf einer großen Runde verliert und erst kurz vor dem Ziel wieder auftaucht. Und es gibt Kurse wie den in Eschweiler. Hier bleibt ein Rennen sichtbar.
 
Als am Sonntag um 13 Uhr die 142 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Nordrhein-Meisterschaften über fünf Kilometer starteten, lag bereits ein kompletter Veranstaltungstag hinter dem Marathon-Club Eschweiler. Seit den frühen Morgenstunden waren die Straßen der Innenstadt Laufstrecke gewesen. Ein 5-Kilometer-Lauf, zehn Kilometer sowie zahlreiche Kinder- und Jugendrennen hatten das Programm bestimmt.
 
Die Meisterschaft bekam anschließend ihren eigenen Start und damit genau die Bühne, die ein Landesmeisterschaftsrennen verdient.
 
Dass der 3. Eschweiler Citylauf dabei mehr als nur Rahmenprogramm für die Titelkämpfe war, gehört zur Geschichte dieser noch jungen Veranstaltung. Nach der Wiederbelebung des Citylaufs im Jahr 2024 richtete der Marathon-Club nun zum dritten Mal in Folge auch Nordrhein-Meisterschaften aus. Nach den Titelkämpfen über zehn Kilometer in den beiden Vorjahren standen diesmal fünf Kilometer auf dem Programm.
 
Eine Innenstadt, die den Läufern gehört
 
Bemerkenswert war nicht allein das sportliche Niveau. Die Strecke war konsequent abgesperrt. Wer regelmäßig Straßenläufe besucht, weiß, dass zwischen einer formal gesperrten und einer tatsächlich für den Wettkampf freigehaltenen Strecke ein erheblicher Unterschied liegen kann. In Eschweiler erinnerte die Absicherung eher an das, was man von professionell organisierten Radrennen oder Triathlons kennt.
 
Das ist gerade auf einem Innenstadtkurs keine Nebensache. Die Athleten konnten ihre Linie laufen, ohne sich mit fließendem Verkehr oder improvisierten Engstellen beschäftigen zu müssen. Gleichzeitig machte die Rundenführung das Rennen für die Zuschauer nachvollziehbar. Nach jeder Passage ließ sich neu einschätzen, wer Zeit gewonnen hatte, wer zurückfiel und wo sich ein Duell entwickelte.
 
Gelaufen wurde auf dem bewährten, vermessenen Rundkurs durch die Eschweiler Innenstadt. Die wiederholten Passagen sorgten dafür, dass die Zuschauer das Renngeschehen nicht nur beim Start und im Ziel erlebten, sondern den Verlauf über weite Strecken verfolgen konnten.
 
Auch die äußeren Bedingungen spielten mit. Es blieb trocken, die Wolken ließen die Sonne immer wieder durch und die Temperaturen lagen bei rund 17 Grad. Für einen schnellen Fünfer im August waren das nahezu ideale Bedingungen.
 
Nzambimana macht früh klar, wer an diesem Tag der Schnellste ist
 
Viel Zeit zum taktischen Abtasten nahm sich Eric Nzambimana nicht.
 
Der Läufer der Tracksrunner Bonn setzte sich schon früh vom Feld ab. Zunächst war es ein Vorsprung, bei dem die Verfolger noch hoffen konnten, dass sich das Rennen wieder zusammenschieben würde. Doch mit jeder weiteren Passage durch die Innenstadt wurde deutlicher, dass Nzambimana an diesem Tag nicht auf ein taktisches Finale aus war.
 
Der Abstand wuchs.
 
Während hinter ihm um Positionen gekämpft wurde, lief der Bonner zunehmend sein eigenes Rennen. Als er schließlich nach 14:30 Minuten das Ziel erreichte, stand deshalb nicht nur der Nordrhein-Titel fest. Die Zeit bedeutete zugleich einen deutlichen neuen Streckenrekord.
 
Nzambimana war damit der überragende Läufer des Meisterschaftsrennens.
 
Hinter ihm folgte Pierre Grandin von Düsseldorf Athletics. Mit 15:13 Minuten sicherte er sich Silber und den Vizetitel.
 
Noch einmal spannend wurde es im Kampf um Bronze. Timo Krein vom LAZ Rhein-Sieg erreichte nach 15:23 Minuten das Ziel und setzte damit als U18-Athlet ein besonderes Ausrufezeichen. Sein Vereinskollege Constantin Marheineke folgte in 15:33 Minuten.
 
Dass ein Nachwuchsläufer bei einer offenen Straßenmeisterschaft bis auf das Gesamtpodium läuft, ist mehr als eine Randnotiz. Krein legte damit zugleich den Grundstein für einen weiteren Erfolg seines Vereins.
 
Hiegemann gewinnt das engere Rennen
 
Bei den Frauen gab es keine Solovorstellung mit großem Vorsprung. Hier blieb die Entscheidung deutlich enger.
 
Anna Maria Hiegemann vom LT Stoppenberg gewann den Nordrhein-Titel in 17:27 Minuten. Nur vier Sekunden später folgte Sabine Burgdorf vom TV Refrath. Mit 17:31 Minuten sicherte sie sich Silber.
 
Bronze ging an Denise Vogt von Düsseldorf Athletics. Sie erreichte das Ziel nach genau 18:00 Minuten.
 
Damit hatten die Meisterschaftsrennen zwei unterschiedliche Geschichten zu bieten. Bei den Männern demonstrierte Nzambimana früh seine Überlegenheit. Bei den Frauen lagen zwischen Gold und Silber gerade einmal vier Sekunden.
 
Rhein-Sieg gewinnt mit starker U18-Unterstützung
 
Wie wertvoll eine geschlossene Mannschaftsleistung sein kann, zeigte das LAZ Rhein-Sieg im männlichen Gesamteinlauf. Timo Krein, Constantin Marheineke und Christian Schreiner sicherten sich gemeinsam in 46:33 Minuten den Mannschaftstitel.
 
Düsseldorf Athletics folgte mit Pierre Grandin, Jakob Nowicki-Koth und Hugo-Augustin Kluczkowski in 48:03 Minuten. Bronze ging in 48:30 Minuten an den TV Refrath mit Dominic Schuh, Tommy Stelzer und Arthur Ralenovsky.
 
Bei den Frauen bestimmte das LAZ Mönchengladbach die Mannschaftswertung. Anna-Sabrina Lingenau, Louisa Fischermann und Sonja Beba gewannen in 57:18 Minuten.
 
Und damit war die Mönchengladbacher Ausbeute noch nicht beendet. Hanna Hillekamp, Nadine Fimmers und Romy Winzen brachten auch die zweite Mannschaft des Vereins auf das Podium und sicherten sich in 59:33 Minuten Silber. Bronze ging an den TV Refrath. Sabine Burgdorf, Anne Päffgen und Karin Janz kamen gemeinsam auf 1:00:02 Stunden.
 
Auch in den Altersklassen geht es um Mannschaftsgold
 
Die Mannschaftswertungen nach Altersklassen brachten weitere Vereine ins Rampenlicht.
 
Einen Heimsieg feierte die LSG Eschweiler bei der männlichen Jugend U18. Artur Deider, Burkhard Vogt und Henrik Türk holten in 54:16 Minuten den Titel für den Gastgeber.
 
Bei den Senioren M30 bis M40 setzte sich die LG Aachen durch. Lothar Wyrwoll, Thomas Gier und Evgenii Shvydkii kamen auf 51:53 Minuten. Silber blieb ebenfalls in Eschweiler: Stephan Herold, Christoph Esch und Nico Altmeyer von der LSG Eschweiler erreichten 52:55 Minuten.
 
In der Wertung M45 bis M55 ging der Titel an Milers Colonia 2020. Markus Mey, Carsten von Kuk und Norbert Schneider liefen gemeinsam 55:32 Minuten. Das LAZ Rhein-Sieg holte in 58:10 Minuten Silber, die LG Aachen folgte mit 58:32 Minuten auf Rang drei.
 
Auch bei den Frauen bewies das LAZ Mönchengladbach seine Stärke. Anna-Sabrina Lingenau, Sonja Beba und Nadine Fimmers gewannen die Mannschaftswertung W30 bis W40 in 57:57 Minuten.
 
In der Wertung W45 bis W55 setzte sich der TV Refrath durch. Sabine Burgdorf, Anne Päffgen und Joanna Meyer kamen auf 1:01:00 Stunden. Silber ging in 1:06:50 Stunden an den TuS Oedt, Bronze in 1:10:11 Stunden an das LAZ Mönchengladbach.
 
So verteilten sich die Mannschaftserfolge am Ende auf eine ganze Reihe von Vereinen. Gerade das machte die Meisterschaft neben den Entscheidungen an der Spitze interessant: Hinter den Gesamtsiegern gab es viele weitere Rennen um Titel, Medaillen und Sekunden.
 
Danke an Eschweiler
 
Auch seitens des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein gab es zum Abschluss ein ausdrückliches Dankeschön an den Marathon-Club Eschweiler und die zahlreichen Helferinnen und Helfer.
 
Die konsequent abgesperrte Strecke, das eigenständige Meisterschaftsrennen und die Organisation rund um den Wettkampf boten den Athletinnen und Athleten sehr gute Bedingungen.
 
Dass der Eschweiler Citylauf nun bereits zum dritten Mal Schauplatz einer Nordrhein-Meisterschaft war, passte an diesem Sonntag deshalb ausgesprochen gut ins Bild.

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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
Foto: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln

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