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Neues Laufbuch: Wenn Fairness zur eigenen Entscheidung wird |
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Wenn Fairness zur eigenen Entscheidung wird
Es sind oft nur ein paar Sekunden. Eine Kurve lässt sich abkürzen, von außen kommt unerlaubte Hilfe, der falsche Startblock verschafft einen Vorteil. Vielleicht merkt es niemand. Vielleicht interessiert es auch niemanden.
Genau in solchen Momenten entscheidet sich, was Fairness im Straßenlauf wirklich bedeutet.
Denn die meisten Läufer wissen sehr genau, dass man eine Strecke nicht abkürzt und die Startnummer eines anderen nicht einfach übernimmt. Schwieriger wird es dort, wo die Grenzen weniger offensichtlich sind. Darf mich mein Partner mit dem Fahrrad begleiten? Was ist mit einer privat angereichten Flasche? Sind Kopfhörer tatsächlich nur Privatsache? Darf ich mit Kinderwagen starten? Und was passiert, wenn ich mich trotz gesundheitlicher Probleme mit einer Schmerztablette an die Startlinie stelle?
21 Situationen aus der Praxis
Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich das Buch „Wenn keiner hinschaut – Warum Fairness im Straßenlauf mehr ist als Regelkunde“.
Im Mittelpunkt stehen inzwischen 21 typische Situationen aus dem Laufalltag. Es geht um vorsätzliches Abkürzen und die Ideallinie, um Kopfhörer, Radbegleitung und private Verpflegung, um Startblöcke, weitergegebene Startnummern, Müll auf der Strecke, das Verhalten gegenüber Helfern und um die Frage, wem ein Zieleinlauf eigentlich gehört.
Andere Kapitel beschäftigen sich mit Themen, die zunächst weniger nach einem Regelproblem aussehen. Dazu gehört etwa der Start trotz Krankheit oder Verletzung. Neu hinzugekommen ist ein Kapitel über Doping, Medikamente und den Umgang mit Schmerzmitteln im Breitensport.
Gerade dort wird deutlich, dass Fairness nicht immer mit der einfachen Frage „erlaubt oder verboten?“ beantwortet werden kann. Ibuprofen, ASS oder Diclofenac sind beispielsweise nicht automatisch Dopingmittel. Trotzdem kann die vorsorgliche Einnahme vor einem Wettkampf gesundheitlich problematisch sein und Warnsignale des Körpers überdecken.
Das Buch versucht deshalb nicht, aus jeder Alltagssituation einen Regelverstoß zu konstruieren. Vielmehr geht es um die Unterschiede zwischen Regel, Verantwortung und persönlicher Haltung.
Nicht jeder Regelverstoß geschieht aus böser Absicht
Wer sich regelmäßig bei Laufveranstaltungen bewegt, kennt viele dieser Situationen.
Manchmal steckt Unwissen dahinter. Manchmal unterschiedliche Gewohnheiten verschiedener Veranstaltungen. Und gelegentlich ist es schlicht der Wunsch, ein paar Sekunden schneller zu sein.
Gerade deshalb werden die einzelnen Themen zunächst aus Sicht des Läufers betrachtet. Wo entsteht tatsächlich ein Vorteil? Wo werden andere Teilnehmer beeinträchtigt? Wann wird aus einer persönlichen Entscheidung ein Problem für den Wettkampf? Erst anschließend wird dort, wo es sinnvoll ist, der regeltechnische Rahmen eingeordnet.
Das macht einen Unterschied. Denn eine Disqualifikation ist keine moralische Verurteilung eines Menschen. Ebenso ist nicht alles, was unangenehm oder ungewöhnlich erscheint, automatisch verboten.
Fairness braucht nicht immer einen Kampfrichter
Der Titel des Buches beschreibt letztlich den entscheidenden Moment.
Fairness zeigt sich nicht nur dort, wo Streckenposten stehen, Kameras laufen oder ein Kampfrichter zusieht. Sie zeigt sich an einer offenen Kurve, am Verpflegungspunkt, im Startblock oder bei einer Entscheidung, die ausschließlich der Läufer selbst trifft.
Man kann eine Kurve sauber laufen, obwohl niemand kontrolliert.
Man kann auf eine unerlaubte Hilfe verzichten, obwohl sie wahrscheinlich niemals auffallen würde.
Und man kann eine Leistung ehrlich einordnen, obwohl eine schönere Geschichte vielleicht besser aussähe.
Regeln setzen dabei Grenzen. Ob diese Grenzen auch dann respektiert werden, wenn niemand hinschaut, bleibt am Ende eine Frage der eigenen Haltung.
„Wenn keiner hinschaut – Warum Fairness im Straßenlauf mehr ist als Regelkunde“ erscheint als Taschenbuch in der 2. Auflage 2026. Die aktuelle Fassung umfasst 21 Kapitel und 199 Seiten und richtet sich an Läufer ebenso wie an Trainer, Vereine und Veranstalter.
Autor des Buches ist Detlev Ackermann, Herausgeber von Laufen-in-Koeln.de.
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„Wenn
keiner hinschaut - Warum Fairness im Straßenlauf mehr ist als Regelkunde“
erscheint als Taschenbuch in der 2. Auflage 2026. Die aktuelle Fassung
umfasst 21 Kapitel und 199 Seiten und richtet sich an Läufer ebenso wie an
Trainer, Vereine und Veranstalter.
Das Buch kann über
Amazon
bestellt werden.
Autor des Buches ist Detlev
Ackermann, Herausgeber von Laufen-in-Koeln.de. |
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
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