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Einstein-Marathon 2026 knackt schon vor dem Start den Teilnehmerrekord |
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15.478 Meldungen und damit bereits mehr als beim bisherigen Rekordrennen 2025: Der Einstein-Marathon in Ulm und Neu-Ulm wächst weiter. Vor allem der Halbmarathon zieht die Massen an, doch auch die klassische Marathondistanz legt deutlich zu. Und weil noch nachgemeldet werden kann, dürfte die endgültige Zahl am 27. September noch einmal höher liegen.
Noch zweieinhalb Wochen sind es bis zum Start, doch den ersten Rekord hat der 22. Einstein-Marathon bereits sicher. Nach dem Ende der regulären Anmeldephase stehen 15.478 Teilnehmer in den Meldelisten. Damit ist die Bestmarke aus dem vergangenen Jahr schon gefallen, bevor am Sonntag, 27. September, der erste Startschuss ertönt.
Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil 2025 erst kurz vor der Veranstaltung rund 15.250 Meldungen erreicht worden waren. Damals war von einem Teilnehmerrekord die Rede, der gerade einmal ein Jahr Bestand haben wird.
„Dass wir den Rekord aus dem vergangenen Jahr bereits jetzt wieder übertreffen, ist für uns ein großartiges Zeichen“, sagt Markus Ebner vom Organisationsteam. Für ihn zeigt die Entwicklung, dass aus dem Lauf längst ein Bewegungsfest für die gesamte Region geworden ist. Tatsächlich verteilt sich das Wachstum nicht nur auf eine einzelne Strecke. Vom Fünf-Kilometer-Lauf bis zum Marathon sind die Felder groß.
Mehr als 6.700 Meldungen für den Halbmarathon
Das zahlenmäßige Zentrum der Veranstaltung bleibt eindeutig der Beurer Halbmarathon. 6.740 Läufer haben sich dafür angemeldet. Schon 2025 war die 21,1-Kilometer-Distanz mit 6.254 Meldungen der größte Wettbewerb des Wochenendes. Innerhalb eines Jahres kommen damit fast 500 weitere Teilnehmer hinzu.
Auch beim Sparkasse Ulm Marathon zeigt die Kurve nach oben. 1.362 Einzelstarter wollen die klassischen 42,195 Kilometer bewältigen. Zum Vergleich: 2025 waren es 1.256. Das entspricht einem Plus von gut acht Prozent.
Hinzu kommen beim eXXcellent solutions Marathon-Staffellauf 135 Teams mit insgesamt 540 Läufern. Marathon und Staffel bringen damit zusammen 1.902 Menschen auf die lange Distanz. Für eine Veranstaltung, bei der gleichzeitig mehrere kürzere Wettbewerbe angeboten werden, ist gerade die Entwicklung des Marathons bemerkenswert.
Der Start von Marathon, Halbmarathon und Marathonstaffel erfolgt am 27. September um 9.10 Uhr am Messegelände in Ulm. Für die Marathonläufer endet die 42,195 Kilometer lange Reise auf dem Münsterplatz im Zentrum der Stadt.
Auch fünf und zehn Kilometer bleiben gefragt
Dass die Gesamtzahl nicht allein vom Halbmarathon getragen wird, zeigt der Blick auf die kürzeren Strecken. Für den LIQUI MOLY Citylauf über zehn Kilometer liegen 3.629 Meldungen vor. Weitere 2.326 Teilnehmer haben sich für den AOK Gesundheitslauf über fünf Kilometer entschieden.
Damit stehen allein bei diesen beiden Wettbewerben fast 6.000 Menschen in den Meldelisten. Der PistenBully Walk über zehn Kilometer kommt auf weitere 379 Teilnehmer.
Auch die übrigen Disziplinen gehören weiterhin fest zum Programm. Für den VITREA Inline Halbmarathon haben 327 Sportler gemeldet, beim PERI Power Nordic Walking sind es 154. Der Häussler Handbike Halbmarathon zählt bislang 21 Teilnehmer.
In der Summe ergeben Marathon mit 1.362 Startern, Halbmarathon mit 6.740, 540 Staffelläufer, 3.629 Teilnehmer über zehn Kilometer, 2.326 über fünf Kilometer, 379 Walker, 327 Inlineskater, 154 Nordic Walker und 21 Handbiker exakt die gemeldeten 15.478 Teilnehmer.
Das breite Angebot gehört seit Jahren zum Konzept des Einstein-Marathons. Bereits bei der Premiere 2005 wurden 5.731 Anmeldungen registriert. In den folgenden Jahren wuchs die Veranstaltung erheblich und entwickelte sich zu einem der großen Laufevents im Süden Deutschlands.
Der Rekord dürfte noch nicht das letzte Wort sein
Die 15.478 Meldungen bilden zudem lediglich den Stand nach der regulären Anmeldung ab. Seit dem 8. September ist die Online-Nachmeldung wieder geöffnet. Sie läuft bis Donnerstag, 24. September, um 12 Uhr. Anschließend können sich Kurzentschlossene noch auf der Marathonmesse am Samstag sowie am Veranstaltungstag selbst anmelden. Der Veranstalter erhebt dafür eine Nachmeldegebühr von fünf Euro.
Damit unterscheidet sich der Zeitpunkt der aktuellen Rekordmarke deutlich vom Vergleichswert des Vorjahres. Die rund 15.250 Meldungen von 2025 wurden erst unmittelbar vor dem Veranstaltungswochenende erreicht. 2026 ist dieser Stand bereits Wochen vorher überschritten.
Für die Veranstalter ist das ein Hinweis darauf, dass das Interesse nicht nur hoch bleibt, sondern sich weiter verbreitert. „Besonders freut uns, dass wir bei nahezu allen Distanzen eine enorme Resonanz erleben, vom Gesundheitslauf über den Halbmarathon bis hin zur klassischen Marathondistanz“, sagt Ebner.
Firmen laufen um den Großen Preis der Innovationsregion
Der 27. September entscheidet allerdings nicht nur über persönliche Bestzeiten und Platzierungen. Mit dem Einstein-Marathon endet zugleich der Große Preis der Innovationsregion.
Der gemeinsam vom Einstein-Marathon und der Innovationsregion Ulm ausgerichtete Wettbewerb richtet sich an Unternehmen und Teams aus Ulm, Neu-Ulm sowie dem Alb-Donau-Kreis und dem Landkreis Neu-Ulm. Entscheidend ist dabei nicht ein einzelner schneller Läufer, sondern wie viele Menschen ein Team im Laufe des Jahres zum Mitmachen bewegen konnte.
Fünf Veranstaltungen zählen zur Serie: der Iller-Lauf in Senden, der AOK Firmenlauf, der BITE Münsterturm-Lauf, der Beurer Frauenlauf und schließlich der Einstein-Marathon. Die Unternehmen treten in drei Kategorien gegeneinander an.
Vor dem Finale hat sich in Kategorie 1 ein Team deutlich abgesetzt. Team Uni.Klinik.Ulm führt mit 1.311 Punkten. Team Teva folgt mit 677 Punkten auf Rang zwei, Beurer GmbH liegt mit 532 Punkten auf dem dritten Platz. Dahinter stehen HENSOLDT mit 509 sowie Team Liebherr mit 475 Punkten.
In Kategorie 2 führt der Gold Ochsen Rennstall mit 170 Punkten. Die Technische Hochschule Ulm folgt mit 89 Punkten, das BITE Laufteam kommt bislang auf 71.
Die Spitzenposition in Kategorie 3 hält das Rock’n Woll Team mit 166 Punkten. Die Bürgermeister-Engelhart-Grundschule Senden liegt mit 72 Punkten auf Rang zwei, LUX Sport folgt mit 28 Punkten.
Damit geht es beim Marathonsonntag auch um die Entscheidung, welche Teams über eine komplette Laufsaison hinweg die meisten Menschen mobilisieren konnten. Die Sieger erhalten Wanderpokale sowie heimische Bäume, die im Rahmen des Klimaschutzprojekts „Cool Running“ gemeinsam mit der Initiative Goplantatree auf den Firmengeländen gepflanzt werden können.
„Wenn ein Team mehr als 1.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die verschiedenen Veranstaltungen hinweg mobilisiert, ist das außergewöhnlich“, sagt Ebner. Es sei genau diese Verbindung aus Bewegung, Gesundheit und gemeinsamem Erlebnis, die der Wettbewerb fördern wolle.
Ulm erwartet seinen bislang größten Einstein-Marathon
2025 war die Veranstaltung bereits in neue Dimensionen vorgestoßen. Über 15.000 Läufer nahmen teil, der Halbmarathon stellte mit mehr als 6.200 Meldungen das größte Feld. Auch regional sorgte die Veranstaltung für volle Straßen und einen dicht gefüllten Münsterplatz.
Nun reicht es offenbar nicht einmal zwölf Monate später für den nächsten Rekord.
Die spannende Zahl lautet deshalb nicht mehr 15.478. Sie lautet: Wie viele werden es am Ende tatsächlich?
Denn bis zum 27. September kann weiter nachgemeldet werden. Der Einstein-Marathon 2026 hat seine bisherige Bestmarke also schon gebrochen, während die Meldeliste noch längst nicht geschlossen ist.
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
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