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Detlev Ackermann

 
   
 
   
 
   
 
 

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Köln Marathon knackt erstmals die Marke von 40.000 Meldungen
 
 
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25.09.2026  

 
 

 
Der Generali Köln Marathon wächst weiter und erreicht wenige Tage vor seiner 28. Auflage eine neue Größenordnung. Für das Marathon-Wochenende am 4. Oktober liegen insgesamt 40.990 Meldungen vor. So viele waren es in der Geschichte der Veranstaltung noch nie. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 10,6 Prozent.
 
Dabei ist die Zahl von knapp 41.000 mehr als ein schöner Rekord für die Statistik. Sie zeigt, wie stark sich die Veranstaltung innerhalb kurzer Zeit entwickelt hat. 2024 wurden insgesamt 30.442 Anmeldungen gezählt, 2025 waren es bereits rund 37.000. Nun fällt erstmals die Marke von 40.000. Die Entwicklung passt zu einem bundesweiten Trend, bei dem viele große Straßenläufe seit einigen Jahren wieder deutlich steigende Teilnehmerzahlen verzeichnen.
 
Marathon legt um ein Viertel zu
 
Besonders deutlich fällt der Zuwachs über die klassische Marathondistanz aus. Für die 42,195 Kilometer haben 13.720 Läufer gemeldet. Das sind nach Angaben des Veranstalters 25 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.
 
Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die bereits 2025 zu beobachten war. Damals kamen 7.944 Marathonläufer ins Ziel. Das bedeutete gegenüber 2024 einen Anstieg der Finisherzahl um mehr als 40 Prozent und Platz vier unter den größten deutschen Marathonrennen, wenn ausschließlich die 42,195 Kilometer betrachtet werden.
 
Die aktuellen Meldezahlen liegen noch einmal deutlich darüber. Natürlich ist eine Anmeldung nicht mit einem tatsächlichen Start und erst recht nicht mit einem Finish gleichzusetzen. Trotzdem zeigt die Zahl, dass auch die lange Distanz wieder stärker gefragt ist.
 
Für Köln ist das bemerkenswert. Denn das größte Teilnehmerfeld des Wochenendes findet sich seit Jahren nicht auf der Marathondistanz, sondern beim Halbmarathon.
 
Beim Halbmarathon ist bei 20.000 Schluss
 
20.000 Meldungen bedeuten erneut ein ausverkauftes Rennen über 21,0975 Kilometer. Die Nachfrage war bereits Monate vor dem Veranstaltungstag so groß, dass keine weiteren Startplätze vergeben werden konnten.
 
Der Veranstalter stößt damit allerdings nicht nur organisatorisch, sondern auch räumlich an Grenzen. Renndirektor Markus Frisch hatte bereits im Juli erklärt, dass eine weitere Vergrößerung des Halbmarathonfeldes aufgrund der Straßenverhältnisse in Köln nicht vorgesehen sei. Die Straßen seien für ein noch größeres Feld schlicht zu eng.
 
Damit dürfte das weitere Wachstum der Veranstaltung vor allem über die anderen Wettbewerbe erfolgen müssen.
 
Und dort ist die Nachfrage ebenfalls hoch.
 
Der Staffelmarathon ist mit 4.400 Läufern ausgebucht. Insgesamt gehen 1.100 Viererteams über die Marathondistanz. Jedes Team teilt die 42,195 Kilometer auf vier unterschiedlich lange Abschnitte auf.
 
Auch beim Nachwuchs steigen die Zahlen. Für den RheinEnergie Schulmarathon sind 1.470 Schüler in 210 Siebener-Teams gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 17,1 Prozent. Hinzu kommen 750 Teilnehmer beim RheinEnergie Kinderlauf. Auch dort ist das Teilnehmerlimit erreicht.
 
Komplettiert wird das Wochenende durch den Puma Shake out Run mit 650 Teilnehmern. Auch dieser Lauf ist ausgebucht.
 
Damit verteilen sich die 40.990 Meldungen auf sechs Angebote:
 
Marathon: 13.720 Halbmarathon: 20.000 Staffelmarathon: 4.400 RheinEnergie Schulmarathon: 1.470 RheinEnergie Kinderlauf: 750 Puma Shake out Run: 650
 
Aus einem Marathontag ist ein Laufwochenende geworden
 
Gerade diese Verteilung erklärt einen Teil des Erfolgs. Der Köln Marathon ist längst nicht mehr ausschließlich eine Veranstaltung für Menschen, die 42,195 Kilometer laufen wollen. Halbmarathon, Staffeln, Schul- und Kinderwettbewerbe holen völlig unterschiedliche Zielgruppen in dasselbe Veranstaltungswochenende.
 
„Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, welchen Stellenwert der Generali Köln Marathon inzwischen für die gesamte Lauf-Community hat. Dass wir erstmals die Marke von 40.000 Meldungen überschreiten, ist ein großartiges Signal“, sagt Markus Frisch, Geschäftsführer der Kölner AusdauerSport GmbH.
 
Dass diese Entwicklung nicht erst in den vergangenen Wochen eingesetzt hat, war bereits früh im Jahr zu erkennen. Anfang März 2025 hatte Köln 200 Tage vor dem damaligen Rennen erstmals mehr als 20.000 Anmeldungen gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt lagen allein beim Marathon 5.200 und beim Halbmarathon 13.660 Registrierungen vor.
 
Ein Jahr später ist aus dem damaligen Boom ein neues Niveau geworden.
 
Auch sportlich will Köln weiter zulegen
 
Die Masse ist jedoch nur eine Seite des Kölner Laufwochenendes. Parallel versucht die Veranstaltung, ihr sportliches Profil weiter zu schärfen.
 
2025 fiel bei den Männern der Marathon-Streckenrekord. Barnaba Kipkoech lief 2:06:54 Stunden und verbesserte damit die bisherige Kölner Bestmarke. Beim Halbmarathon sorgte Esther Pfeiffer ebenfalls für einen neuen Streckenrekord.
 
Auch für 2026 hat der Veranstalter ein internationales Elitefeld angekündigt. Für die Aufnahme in das Marathon-Elitefeld gelten beispielsweise persönliche Bestzeiten von unter 2:15 Stunden bei den Männern und unter 2:35 Stunden bei den Frauen. Beim Halbmarathon liegen die entsprechenden Grenzen bei 1:08 beziehungsweise 1:16 Stunden.
 
Damit versucht Köln, zwei Welten miteinander zu verbinden: internationales Leistungsniveau an der Spitze und ein immer größer werdendes Breitensportfeld dahinter.
 
Vom Ottoplatz bis zum Dom
 
Am Sonntag, 4. Oktober, wird sich zeigen, wie viele der 40.990 Gemeldeten tatsächlich an den Start gehen. Marathon und Staffel beginnen in Deutz, das Ziel liegt am Kölner Dom. Die Strecke gilt als flach und führt durch mehrere der bekannten Kölner Veedel.
 
Für die Organisatoren bringt der Rekord deshalb nicht nur Grund zur Freude. Fast 41.000 Meldungen bedeuten auch enorme Anforderungen an Startbereiche, Streckenführung, Verpflegung, Wechselzonen, Zielversorgung und Verkehrsorganisation.
 
Und dennoch dürfte eine Zahl besonders hängen bleiben: 40.990.
 
2024 lag Köln noch bei gut 30.000 Anmeldungen. 2025 fiel mit 37.053 Meldungen bereits der nächste Rekord. Nur ein Jahr später stehen noch einmal fast 4.000 Namen mehr in den Meldelisten.
 
Der Köln Marathon erlebt damit derzeit etwas, von dem viele Traditionsveranstaltungen lange nur hoffen konnten: Nicht nur die Läufer sind zurück. Es werden von Jahr zu Jahr mehr.

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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln


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