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Bickendorfer-Büdchenlauf - Interview mit Simon Bong und Vera Petrykowski |
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| Simon Bong
- (Sieger über 5 und 10 Kilometer) |
Interview mit Simon Bong (Sieger
über 5 und 10 Kilometer)
Bickendorfer
Büdchenlauf: Wie fühlt es sich an, den 5- und den 10-km-Lauf
gewonnen zu haben?
Simon Bong:
Hart. Das war auf jeden Fall ein hartes Stück Arbeit. Die Beine waren
nicht wie erhofft, aber es war die Anstrengung wert, dass ich hier
sechsmal durch die gute Stimmung laufen konnte. Genau das hat richtig
Spaß gemacht.
Bickendorfer Büdchenlauf: Mit welchen Zielen bist du heute an die
beiden Starts gegangen?
Simon Bong:
Eigentlich wollte ich über fünf Kilometer den Streckenrekord brechen und
dann noch ein solides 10-km-Rennen machen. Das habe ich leider nicht
geschafft, aber das Wetter hat es heute hart gemacht. Auch an alle, die
das jetzt als letzten Test für den Köln-Marathon gemacht haben: Wenn ihr
nicht ganz eure Zeit geschafft habt, macht euch keinen Kopf. Die Form
ist trotzdem da. Viel Erfolg nächste Woche!
Bickendorfer Büdchenlauf: Wann hast du gemerkt, dass heute
zweimal der Sieg möglich ist?
Simon Bong: Bei
den fünf Kilometern ging es ein bisschen schneller. Bei den zehn
Kilometern waren wir die ersten drei Kilometer noch eine Gruppe. Aber
durch die Überrundung kann man taktisch, bevor man in das Ende der
überrundeten Läufer hineinläuft, einmal attackieren. Dann hat man den
Vorteil des Führungsrades, und das funktioniert meistens.
Bickendorfer Büdchenlauf: Wie hast du die Strecke in Bickendorf
erlebt?
Simon Bong: Auf
jeden Fall richtig abwechslungsreich. Hier auf der Zielgeraden ist eine
schöne breite Straße, da kann man richtig Gas geben. Hinten in den engen
Gassen läuft es sich etwas langsamer, aber dafür ist die Stimmung
großartig.
Bickendorfer Büdchenlauf: Was war heute der härteste Moment für
dich?
Simon Bong: Der
erste Kilometer des 10-km-Laufs, weil ich da die fünf Kilometer noch
deutlich gespürt habe. Aber das hat sich dann Gott sei Dank ein bisschen
rausgelaufen.
Bickendorfer Büdchenlauf: Was hat dich auf den letzten Metern
besonders motiviert?
Simon Bong: Die
ganzen Kinder an der Strecke, die abklatschen wollten. Das macht immer
richtig viel Spaß. Und zu wissen, dass es gleich vorbei ist.
Bickendorfer Büdchenlauf: Was macht den Bickendorfer Büdchenlauf
präsentiert von RheinSign für dich besonders?
Simon Bong: Das
Lied vom Bickendorfer Büdchen, das wir, glaube ich, auch im Hintergrund
hören, die Leute an der Strecke und einfach, dass es ein wirklich
authentischer Kölner Lauf ist.
Bickendorfer Büdchenlauf: Kommst du nächstes Jahr wieder?
Simon Bong: Auf
jeden Fall. |
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Interview mit Vera Petrykowski (Siegerin des 10-km-Hauptlaufs)
Bickendorfer
Büdchenlauf: Was war dein erster Gedanke, als du über die Ziellinie
gelaufen bist?
Vera Petrykowski:
Ich muss sagen, ich fand es super schön, hier auf der Schlussgeraden
noch einmal an den ganzen Leuten vorbeizulaufen. Dann habe ich es
einfach genossen, mit allen Kindern abzuklatschen und durch die Menge zu
laufen.
Bickendorfer Büdchenlauf: Hast du vor dem Start damit gerechnet,
ganz vorne zu laufen?
Vera Petrykowski:
Ja, das war schon ein bisschen das Ziel. Eigentlich wollte ich
ehrlicherweise auch ein bisschen schneller laufen. Aber ich habe nach
zwei Kilometern gemerkt, dass das schwierig wird. Dann wollte ich das
Rennen sauber durchlaufen und es auch genießen, hier durch die ganze
Nachbarschaft zu laufen.
Bickendorfer Büdchenlauf: Wie hast du dir das Rennen eingeteilt?
Vera Petrykowski:
Wir sind ein bisschen schneller losgelaufen. Als ich gemerkt habe, dass
das heute nicht so gut passt, sind wir, glaube ich, relativ gleichmäßig
gelaufen. Zum Glück ist ein Mann die ganze Zeit mit mir gelaufen – danke
dafür! Dann war es ganz schön.
Bickendorfer Büdchenlauf: Was hat dir auf der Strecke am meisten
Kraft gegeben?
Vera Petrykowski:
Ich komme aus Bickendorf. Meine Mama wohnt in der Straße mit den ganzen
Fähnchen, also direkt an der Strecke. Auf dem Weg runter vom Park, durch
den Weißdornweg und den Brunnenbogen kannte ich einfach so viele
Menschen. Da musste man ja fast gar nicht mehr selbst laufen.
Bickendorfer Büdchenlauf: Wie hast du die Stimmung wahrgenommen?
Vera Petrykowski:
Ich muss wirklich sagen, das ist der Grund, warum ich hier so unfassbar
gerne laufe: Die Stimmung ist so gut. Die Leute nehmen gefühlt alle ihre
Frühstückstische mit auf die Straße. Alle sind da, und ich kenne einfach
super viele Menschen.
Bickendorfer Büdchenlauf: Was steht bei dir als Nächstes
sportlich an?
Vera Petrykowski:
Nächste Woche werde ich nur meinen Bruder beim Halbmarathon begleiten.
Ansonsten komme ich gerade aus der Saisonpause und starte den Aufbau,
damit ich im Herbst und Winter erst einmal Cross laufen kann.
Bickendorfer Büdchenlauf: Würdest du anderen Läuferinnen und
Läufern empfehlen, beim Bickendorfer Büdchenlauf mitzulaufen?
Vera Petrykowski:
Auf jeden Fall, wegen der Stimmung. So viele Leute immer wieder an der
Strecke zu haben, die die Läuferinnen und Läufer so sehr feiern – das
gibt es, glaube ich, sehr, sehr selten. Deshalb sollte man auf jeden
Fall herkommen.
Bickendorfer Büdchenlauf: Wie oft bist du hier schon mitgelaufen?
Vera Petrykowski:
Uiuiui, das ist eine ganz komplizierte Frage. Ich glaube, beim ersten
Mal war ich nicht dabei. Einmal war ich im Ausland und einmal krank.
Also vermutlich etwa fünfzehn Mal, aber ich bin mir nicht ganz sicher. |
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln Fotos: KEM
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