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Detlev Ackermann

 
   
 
 

Frechener Martinslauf - der inoffizielle Saisonabschluss
 
 
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03.11.2003  

 
 


Laufbericht von Kai Engelhardt:

Mittlerweile hat es sich vor allem unter Fitness orientierten Sportlern herumgesprochen, dass der Frechener Martinslauf eine gute Möglichkeit bietet, die Laufsaison von der Strecke her anspruchsvoll und seitens der Stimmung familiär zu beenden. Dass die Veranstalter den Lauf bereits seit der dritten Auflage als einen der teilnehmerstärksten in NRW etablieren konnten, spricht eine deutliche Sprache und vor allem für die Akzeptanz der guten Organisation inklusive eines vorbildlichen Marketings.
 
Im Vorfeld der gestrigen Veranstaltung gab es jedoch überraschenderweise zum ersten Mal Diskussionen rund um die angeblich schwierige Strecke und etwaige Extra-Minuten bzw. Sekunden, die aufgrund des welligen Profils zur normalen 10 km-Zeit des jeweiligen Läufers hinzuaddiert werden müssten. Im Nachhinein kann man feststellen: alles Quatsch! Natürlich ist die Strecke nicht ganz einfach und mit 1.985 Startern beim abschließenden 10 km-Lauf (der 5 km-Jedermannlauf sowie die Bambini-Runde brachte auch noch einmal fast 900 Teilnehmer auf die Beine) kann es selbst auf dem eigentlich großzügigen Frechener Rathausvorplatz schon einmal eng werden, so dass sich am Start einige Sekunden Verzögerung ergeben.
 
Es zeigte sich dieses Jahr allerdings, dass sich die meisten Läufer diszipliniert gemäß der eigenen Leistungsstärke in den mit voraussichtlicher Endzeit markierten Bereichen aufstellten. Das war letztes Jahr auch schon einmal anders. Hier gilt natürlich: je vernünftiger der Einzelne, desto besser der Ablauf für alle. So konnte einigermaßen zügig begonnen werden. Die vorab versprochene Nettozeit per Chip in der Startnummer tat ihr übriges.
 
Allerdings war es für den Favoriten Sergio Paulo Mansilha um 10:27 Uhr noch etwas zu früh für den Start. Vom Moderator Jochen Heringhaus auch schon vermisst (trotz persönlicher Ansprache), schloss er aus der Tiefe des Feldes erst nach dem ersten Kilometer zur Spitzengruppe auf und gewann das Rennen letztlich doch souverän. Die Problematik der ungenauen Startzeit liegt - wie jedes Jahr - in den Fahrzeiten der Straßenbahnlinie begründet, deren Trasse auf den ersten Metern (sowie nach 5,3 Kilometern) gekreuzt werden muss.
 
Einige andere organisatorische Mängel zeigten sich erst auf der Strecke: so fehlte bei Kilometer 3 und vor einer markanten Linkskurve plötzlich ein Streckenposten, der deutlich den Weg wies. Erst das beherzte Eingreifen einiger Zuschauer per lautem Zuruf verhinderte, dass sich die schnellen Läufer an der Spitze verirrten. In den Nebenstraßen gab es dann einige Autofahrer, die es trotz guten Zuredens nicht lassen konnten, ihre Fahrzeuge durch die Läufermenge zu bugsieren. Seltsamerweise waren die Hauptstraßen sämtlich gesperrt und frei, was auf wenig Goodwill seitens einiger unverbesserlicher Anwohner schließen lässt. Schade, aber vielleicht fehlten auch einfach nur einige Helfer mehr an der Strecke.
 
Der größte Lapsus bei der Planung war allerdings der Start der 5 km-Läufer 10 Minuten vor dem Hauptlauf. Spätestens ab Kilometer 6 bekamen es die schnellen Teilnehmer auf der nun identischen Strecke mit Walking-Gruppen zu tun, die sich gerade an den beiden Straßenbrücken als Nadelöhren doch extrem breit machten. Selbst nach deutlicher, aber immer noch freundlicher Ansprache der ambitionieren Läufer kam es hier und anderswo zu einigen unschönen, jedoch auch unnötigen Repliken mit anschließenden Wortgefechten, deren Inhalte aus vielerlei Gründen nicht wiedergegeben sollten. Etwas mehr Verständnis unter Sportlern wäre angebracht - vielleicht kann man den Kaffeeklatsch im Spazier-Tempo (zu fünft nebeneinander!) auch einmal kurzzeitig unterbrechen, um ein wenig Platz zu machen...
 
Ansonsten bleibt festzuhalten, dass es sich trotz dieser kleinen Pannen nach wie vor um eine sehr schöne und gelungene Veranstaltung handelt. Dazu zählt unbedingt auch die Stimmung im Zielbereich und bei der Siegerehrung, während der einige Spitzenzeiten auszuzeichnen waren. Ein Beleg mehr dafür, dass es in Frechen keinesfalls langsamer als bei anderen oder vergleichbaren 10 km-Läufen zugeht.



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Autor und Copyright: Kai Engelhardt für Laufen-in-Koeln,

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