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Warum die Kölner Laufszene so dahindümpelt - Teil II
 
 
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04.02.2007  

 
 

Warum die Kölner Laufszene so dahindümpelt - Teil II
Ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag mit ernstem Hintergrund zum Schmunzeln

Heute: Komm, lass uns zusammen klüngeln

Als Kölner oder Kölscher Klüngel wird in Köln ein System auf Gegenseitigkeit beruhender Hilfeleistungen und Gefälligkeiten bezeichnet. Ein System, dass sich auch in der Laufszene etabliert hat. Hier geht es allerdings mehr darum, sich gegenseitig zu bewerben und den Sportler als Kunden an sich an die Veranstaltung zu binden. Eine Strategie, die sich z.B. in Cup-Wertungen wiederspiegelt. Läuferinnen und Läufer können zusätzlich etwas gewinnen, wenn sie an bestimmten Veranstaltungen teilnehmen. Laufen-in-Koeln konnte sich einem derartigen Klüngel-System natürlich nicht verwehren und rief 2004 unparteiisch den Köln-Cup aus, bei dem sowohl Großevents als auch Kleinveranstalter durchgemischt beteiligt waren. Kein einfaches Unterfangen, denn nicht Jeder wollte mit Jedem zusammen klüngeln, dennoch fand man sich irgendwie zusammen. "Eine geniale Idee", dachten sich auch andere Institutionen und schwupp gab es einen Rhein-Erft Cup, den GL-City-Laufcup und nebst Bunert-Puma-Cup nun auch eine Cup-Wertung im benachbarten Leverkusen. Ja, Veranstalter sind total Jeck aufs Klüngeln. Scheint dieses System aufgrund einzelner Zwangsteilnahmen der Aktiven innerhalb der Serie an manch Veranstaltung dem Veranstalter eine gewisse lebensnotwendige Teilnehmeranzahl zu sichern. "Warum nur so wenige Cup-Wertungen?", dachte sich nun der MTV Köln und bastelt kräftig an einer weiteren Cup-Wertung. Obwohl der Sponsor eigentlich noch mitten in der Planung lag, verkündete ein beteiligter Veranstalter voller Vorfreude auf seiner Webseite bereits die frohe Botschaft: "Hurra, auch wir klüngeln jetzt mit". Wer als Veranstalter auf Nummer sicher gehen will, klüngelt übrigens idealer weise gleich bei mehreren Cups mit. Der Vorteil ist, dass man sich seine Laufkundschaft so auf jeden Fall behält, ohne Angst haben zu müssen, dass die vielleicht bei einem Cup mitmachen, dem man selber nicht angehört.

Soweit so gut, doch Laufen-in-Koeln meint: "Die Kölner Laufveranstalter sind mal wieder viel zu lahmarschig.", denn wir brauchen noch mehr Cup-Wertungen. Die Behauptung, dass man vor lauter Cup-Wertungen gar den Durchblick verliert ist völlig unbegründet. Und wer meint, dass aufgrund der Cup-Bildungen Gemeinschaften gegenseitig die Läufer abwerben, ist ein unflexibler Spielverderber. Denn der neuste Service seitens Laufen-in-Koeln steht in den letzten Zügen und wird bald allen Laufbegeisterten zur Verfügung stehen: "Der Cup-Berater". In einer Eingabemaske gibt der Interessierte alle Tage an, an denen er voraussichtlich an einer Laufveranstaltung teilnimmt. Nach nur wenigen Sekunden bekommt er eine Auswertung angezeigt, die ihm alle Cup-Wertungen anzeigt, an denen er automatisch teilnimmt, bzw. an denen er sich anmelden sollte. Aber nicht nur das, es werden auch Tipps gegeben, an welchen Veranstaltungen man vielleicht eher teilnehmen sollte, um so den Gewinn-Profit gegebenenfalls maximieren zu können. Und darauf sollte man auf jeden Fall achten. Lassen Sie sich als Nutznießer derartiger Benefiz nicht über den Tisch ziehen. Fordern Sie ihr Recht als Vielstarter und Geldausgeber maximal belohnt zu werden.





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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln


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