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Vorbildlich: Köln-Marathon ruft zum Gesundheitscheck auf |
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Vorbildlich: Köln-Marathon ruft zum Gesundheitscheck auf
Warum der Gesundheitscheck vor dem Marathon wichtiger ist denn je
Laufen boomt.
Marathonveranstaltungen verzeichnen Jahr für Jahr steigende Teilnehmerzahlen -
auch beim Generali Köln Marathon. Doch mit der wachsenden Masse an Läufern
wächst zugleich ein Problem, das in der Laufszene seit Längerem kritisch
diskutiert wird: Viele Teilnehmer gehen ohne ausreichende Vorbereitung, ohne
realistische Selbsteinschätzung und ohne sportmedizinische Kontrolle an den
Start. Für den Körper kann das schnell zur gesundheitlichen Belastungsprobe
werden.
Genau hier setzt die aktuelle
Veröffentlichung des Köln-Marathons an - und bestätigt eine Entwicklung, die
bereits in einem
Artikel auf Laufen-in-Koeln beschrieben wurde: Der Trend geht zunehmend in
Richtung "mehr Masse als Klasse". Umso wichtiger ist der verantwortungsvolle
Umgang der Veranstalter mit der Gesundheit der Teilnehmer.
Während in vielen Ländern bei
der Anmeldung zu Laufveranstaltungen ein sportärztliches Attest verpflichtend
vorzulegen ist, kann sich in Deutschland grundsätzlich jeder anmelden, der das
nötige Startgeld bezahlt - unabhängig davon, ob er gesundheitlich für die
Belastung eines Marathons geeignet ist.
Im Rahmen der Anmeldung bietet
der Generali Köln Marathon optional einen Sportgesund-Check (SGC) an. Bereits 6.860
Teilnehmer haben diesen Fragebogen ausgefüllt - mit alarmierenden Ergebnissen:
Bei 27 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer ist ein sportärztlicher
Check dringend erforderlich. Weitere 59 Prozent der Frauen und 61 Prozent der
Männer wird eine sportmedizinische Untersuchung ausdrücklich empfohlen.
Diese Zahlen zeigen deutlich:
Ein Großteil der Starter bewegt sich gesundheitlich in einem Bereich, in dem
intensives Ausdauertraining keinesfalls selbstverständlich sein sollte. Wer ohne
medizinische Abklärung trainiert und Wettkämpfe bestreitet, riskiert
Überlastungen, Herz-Kreislauf-Probleme oder langfristige Schäden.
Der Köln-Marathon geht hier mit
gutem Beispiel voran und übernimmt Verantwortung. Die klare Empfehlung, vor dem
Einstieg ins intensive Training einen Sportmediziner aufzusuchen, ist
vorbildlich - und sollte Schule machen. Veranstalter stehen zunehmend in der
Pflicht, nicht nur Startplätze zu verkaufen, sondern auch aufzuklären, zu
sensibilisieren und präventiv zu handeln.
Denn Laufen ist gesund - aber
nur dann, wenn man seinem Körper mit Respekt, Vorbereitung und Vernunft
begegnet.
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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln
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