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Detlev Ackermann

 
   
 
   
 
   
 
 

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20.000 Läufer beim B2Run Köln: Firmenlauf füllt Müngersdorf
 
 
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09.09.2026  

 
 

Start des B2Run Köln 2026
 
20.000 Teilnehmer aus 930 Unternehmen, schnelle Zeiten an der Spitze und ein Zieleinlauf ins RheinEnergieSTADION: Der 17. B2Run Köln brachte am Mittwochabend erneut eine gewaltige Läufermenge nach Müngersdorf. Neben dem sportlichen Wettbewerb spielte auch das soziale Engagement eine zentrale Rolle. Mehr als 1.000 Teilnehmer starteten für den Charity-Partner Menschen für Menschen, erstmals gehörte zudem die „Carry4Water Challenge“ zum Programm.
 
Als um 17 Uhr die erste Laufwelle auf die Strecke geschickt wurde, passten auch die äußeren Bedingungen. Bei leicht bewölktem Himmel und angenehmen Lauftemperaturen machten sich die ersten Teilnehmer auf den Weg rund um das RheinEnergieSTADION. Insgesamt waren beim 17. B2Run Köln 20.000 Läufer und Walker aus 930 Unternehmen dabei. Damit bestätigte die Veranstaltung ihre Stellung als größter Firmenlauf Nordrhein-Westfalens.
 
Schirmherr des diesjährigen Laufs war Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester. Der frühere Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes ist seit dem 1. November 2025 Oberbürgermeister der Stadt Köln. Den Startschuss für die erste Welle gab Robert Voigtsberger, Beigeordneter für Bildung, Jugend und Sport der Stadt Köln.
 
5,3 Kilometer bis ins RheinEnergieSTADION
 
Die Strecke zeigte sich mit 5,3 Kilometern weitgehend flach und führte vom Stadiongelände hinaus in den Kölner Stadtwald und anschließend zurück nach Müngersdorf. Nach fünf Kilometern war das Ziel bereits zum Greifen nah, bevor die Teilnehmer zum Abschluss ins RheinEnergieSTADION einliefen. Der offizielle Streckenplan führte unter anderem entlang der Jahnwiese, durch den Stadtwald und am Adenauerweiher vorbei. Damit bot der Kurs sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Für Laufeinsteiger und Walker blieb die Distanz überschaubar, während im vorderen Feld von Beginn an hohes Tempo gemacht wurde. Gerade diese Mischung gehört zum Charakter eines Firmenlaufs: Auf derselben Strecke treffen ambitionierte Läufer auf Kollegen, für die schon das gemeinsame Ankommen das eigentliche Ziel des Abends ist.
 
Dass Firmenlauf nicht automatisch gemütliches Joggen bedeutet, zeigte sich spätestens beim Blick auf die Spitze.
 
Schnellster Läufer
 
Siegerehrung der schnellsten Läuferinnen
 
Robert Fülle und Franziska Hinte sind die Schnellsten

 
Bei den Männern setzte sich Robert Fülle vom MACS Track & Field Team durch. Er erreichte das Ziel nach 16:50 Minuten. Schnellste Frau des Abends war Franziska Hinte von RWE in 19:12 Minuten. Beide wurden unmittelbar nach ihrem Zieleinlauf von Robert Voigtsberger sowie B2Run-Standortleiter André Mühlbach und seinem Team empfangen und geehrt.
 
Auch in den Teamwertungen ging es um die schnellsten Beine des Abends. Das MACS Track & Field Team gewann die Männerwertung mit einer Gesamtzeit von 1:32 Stunden. Bei den Frauen setzte sich die REWE Group in 1:52 Stunden durch. Die Mixed-Wertung entschieden die Generali Lions mit 1:39 Stunden für sich.
 
Die vollständigen Resultate stellt B2Run über sein Ergebnisportal bereit. Dort finden sich neben Einzel- und Teamzeiten auch Altersklassenwertungen sowie die persönlichen Urkunden der Teilnehmer. Doch Zeiten und Platzierungen erzählen bei einer Veranstaltung mit 20.000 Teilnehmern nur einen Teil der Geschichte.
 
REWE bringt fast 1.000 Teilnehmer an den Start
 
Bei den sogenannten „Fittesten“ zählt nicht die Geschwindigkeit, sondern die Größe des Teams. Und hier setzte die REWE Group eine bemerkenswerte Marke. 986 Teilnehmer gingen für das Unternehmen an den Start. REWE gewann damit erneut die Konzernwertung und stellte nach Angaben des Veranstalters zugleich einen neuen eigenen Teilnahmerekord auf. Dahinter folgten die Stadtwerke Köln mit 854 und Covestro mit 450 Teilnehmern.
 
Bei den Firmen lag das Cellitinnen-Krankenhaus St. Marien mit 152 Startern knapp vor Atlas Copco Energas mit 150 und EASA mit 143. In der Kategorie der kleinen und mittleren Unternehmen gewann INFODAS mit 57 Teilnehmern. Reguvis Fachmedien brachte 55, DORNBACH 52 Mitarbeiter an den Start.
 
Die größten Teams waren bereits vor dem Lauf ausgezeichnet worden. Bei der späteren Siegerehrung erhielten die Gewinner neben ihren Pokalen auch Preise der B2Run-Partner.
 
Bei aller Freude über große Teams und schnelle Zeiten bekam der Abend allerdings noch eine zweite Ebene. Noch bevor die ersten Läufer losliefen, wechselte ein Scheck über 65.000 Euro den Besitzer.
 
Übergabe der Spende an die Stiftung
 
65.000 Euro für Menschen für Menschen

 
B2Run unterstützt auch in der Saison 2026 die Stiftung Menschen für Menschen. Kurz vor dem Start übergaben die Organisatoren einen Spendenscheck über 65.000 Euro. Die Summe entspricht der finalen Spendensumme der diesjährigen B2Run-Saison.
 
Allein beim Kölner Lauf hatten sich 1.004 Teilnehmer aus 47 Teams als Charity-Starter angemeldet. Dafür wurde auf den regulären Startplatz ein Betrag von fünf Euro aufgeschlagen, der vollständig an Menschen für Menschen geht. Unterstützt wird damit die Versorgung mit sauberem Trinkwasser in ländlichen Regionen Äthiopiens. Das größte Charity-Team stellte erneut Deloitte mit 100 Startern.
 
Dr. Sebastian Brandis, Vorstand der Stiftung Menschen für Menschen, bedankte sich für das Engagement der Läufer. Gemeinsam könne man einen Unterschied machen und sich für eine saubere Trinkwasserversorgung im ländlichen Äthiopien einsetzen. Zugleich kündigte er an, dass die Stiftung auch in der Saison 2027 wieder offizieller Charity-Partner der B2Run-Serie sein wird.
 
Acht Liter Wasser werden zur sportlichen Botschaft
 
Besonders sichtbar wurde das Thema Wasserversorgung durch eine Premiere beim Kölner Firmenlauf. Erstmals konnten Teams an der „Carry4Water Challenge“ teilnehmen.
 
Die Aufgabe klang zunächst simpel: einen Kanister mit acht Litern Wasser gemeinsam über die gesamte Laufstrecke transportieren. Dahinter stand jedoch kein zusätzlicher sportlicher Wettbewerb. Die Challenge sollte auf die langen Wege aufmerksam machen, die insbesondere Frauen und Kinder in ländlichen Regionen Äthiopiens für die Wasserversorgung zurücklegen müssen.
 
Gerade in einem Feld von 20.000 Läufern entwickelte der Kanister damit eine Wirkung, die über die zusätzliche Belastung beim Laufen hinausging. Während sonst möglichst leichte Schuhe, schnelle Zeiten und das gemeinsame Zielfoto im Mittelpunkt stehen, wurde hier Wasser zu dem Gegenstand, um den sich alles drehte.
 
Auch die Zahl der teilnehmenden Unternehmen ist mit der Unterstützung der Stiftung verbunden. Für jedes angemeldete Unternehmen wird ein Baum gepflanzt. Aus den 930 beim B2Run Köln vertretenen Unternehmen ergeben sich damit 930 Bäume.
 
B2Run setzt auf CO₂-Zertifikate
 
Auch beim Klimaschutz verfolgt die B2Run-Serie ein eigenes Konzept. Gemeinsam mit First Climate wird der veranstaltungsbedingte CO₂-Fußabdruck berechnet. Unvermeidbaren Emissionen stellt der Veranstalter durch den Erwerb von CO₂-Zertifikaten aus einem verifizierten Emissionsminderungsprojekt einen entsprechenden Klimanutzen gegenüber.
 
In der Saison 2026 unterstützt B2Run das Uganda-Cookstoves-Projekt. Dabei werden energieeffiziente Kochöfen an Haushalte in Afrika verteilt. Sie sollen weniger Brennholz benötigen und dadurch Emissionen sowie die Entwaldung verringern. Gleichzeitig sollen sich die Lebensbedingungen der beteiligten Haushalte verbessern.
 
Nach Köln wartet nur noch Berlin
 
Mit dem Lauf in Köln befindet sich die B2Run-Saison bereits auf der Zielgeraden. Das letzte Rennen des Jahres findet am 16. September in Berlin statt. Insgesamt umfasst der B2Run-Kalender 2026 Veranstaltungen in 18 deutschen Städten. Die von der DAK-Gesundheit präsentierte Serie wird von der Infront B2Run GmbH organisiert, einer Tochtergesellschaft des internationalen Sportmarketing-Unternehmens Infront. Neben B2Run verantwortet das Unternehmen auch den BASF FIRMENCUP und die RUN5 TEAMSTAFFEL. B2Run bezeichnet die eigene Veranstaltungsreihe als Europas größte Firmenlaufserie.
 
Was davon am Mittwochabend in Köln zu sehen war, lässt sich allerdings kaum allein über Größe erklären. Vorne kämpften Läufer um Sekunden. Andere wollten nach 5,3 Kilometern einfach gemeinsam mit ihren Kollegen ins Stadion einlaufen. Fast 1.000 Menschen trugen allein das REWE-Trikot, mehr als 1.000 gingen als Charity-Starter auf die Strecke und einige von ihnen schleppten dabei bewusst acht Liter Wasser mit sich.
 
Spätestens beim Zieleinlauf ins RheinEnergieSTADION landeten all diese sehr unterschiedlichen Vorstellungen von einem gelungenen Lauf am selben Ort. Genau darin liegt die Besonderheit eines Firmenlaufs dieser Größenordnung.

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Autor und Copyright: Detlev Ackermann, Laufen-in-Koeln


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